5 Fragen zur Corona-Krise an Claudia Winter und Silvia Konnerth

Heute beantworten zwei Autorinnen die Fragen, von denen ich weiß, dass sie befreundet sind und die ich auch schon persönlich auf eine ganz besondere Art und Weise kennenlernen durfte.  

Katja: Die Zeit, in der wir derzeit uns alle befinden, verlangt von uns Kontaktsperre zu lieben Menschen und bringt uns eine Ausgehbeschränkung. Wie gehst du mit der Situation um? Was ist für dich die einschneidendste Veränderung, die das Ganze mit sich bringt?

Claudia: Ich war seit den Schulschließungen in Dauerbereitschaft und zeitweise in einem kleinen Kollegenteam für die Notbetreuung der Kinder zuständig, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind. Noch komme ich gut mit den Einschränken zurecht, obwohl ich das Ganze schon ziemlich spooky finde. Die einschneidenste Veränderung ist für mich das Mehr an Zeit und die Verlangsamung meines persönlichen Alltags – ich laufe sonst immer auf Hochdruck, da tut es tatsächlich ganz gut, mal einen Gang runterschalten zu müssen, eben weil es nicht anders geht.

Silvia: Meine Familie und ich halten uns an Regeln, Beschränkungen und Verbote – das ist nicht immer einfach aber notwendig. Derzeit ist es ja auch so, dass man auch zu den Eltern keinen Kontakt haben darf. Das macht mir zu schaffen. Dann mache ich mir natürlich Sorgen um den Buchmarkt und um die Bücher, die jetzt und demnächst erscheinen – meins ja auch. Großes Thema ist bei uns auch das Homeschooling. Manchmal ist es richtig schrecklich. 😉

Katja: Wie beschäftigst du dich? Welches Hobby begleitet dich durch die Zeit und hast du vielleicht auch ein neues Hobby für dich entdeckt?

Silvia: Ich muss mich nicht groß beschäftigen – ich schreibe natürlich, bereite die Veröffentlichung von Heidesommerträume vor. Mit meiner Tochter habe ich ja auch immer jemanden um mich. Tatsächlich habe ich nicht einen Tag nichts gemacht. Derzeit nähe ich nebenher Masken für Freunde und Familie.

Claudia: Im Moment bin ich zuhause und genieße die freie Zeit, die es mir erlaubt, ungestört an meinem aktuellen Irlandroman zu arbeiten. Ich bin dankbar für Haus und Garten, wo es darüber hinaus immer etwas zu tun gibt – ich glaube, bei uns war es nie so hübsch und sauber wie in den letzten Wochen. Ich koche wieder mehr, probiere Rezepte aus, habe jetzt einen Kräutergarten … das macht schon richtig viel Spaß. Mir ist allerdings bewusst, dass ich in dieser Beziehung viel Glück habe, da ich nicht in der Stadt in einer winzigen Wohnung ohne Balkon lebe und auch nicht allein bin. Hund und Mann sind immer um mich.

Katja: Welche Bücher hast du in den letzten Wochen gelesen? Welche liegen noch auf deinem Stapel?

Claudia: Ich lese aktuell „Neun Freunde“ von Liane Moriarty. Auf meinem Stapel liegt in erster Linie Rechercheliteratur über Irland, die lese ich nebenher.

Silvia: Kein einziges. Keine Zeit! Unglaublich, oder? 😉

Katja: Wie ist dein Eindruck? Rücken die Autoren mehr zusammen? Wie findest du die ganzen Aktionen, die es jetzt gibt?

Silvia: Ich hoffe, dass wir uns jetzt gegenseitig unterstützen. Ich finde es toll, dass wir die Zeit nun für gemeinsame Projekte nutzen.

Claudia: Ich erlebe viel Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, was ich sehr schön finde. Auf der anderen Seite fühle ich mich aber auch überfordert von der Flut an Veranstaltungen, Aktionen und Videos im Internet.

Katja: Und hier noch ein wenig Werbung für Dich … zu welchen Deiner Bücher sollten meine Leser jetzt unbedingt greifen?

Claudia: Da im Juni die Veröffentlichung von „Wie sagt man ich liebe dich“, meinem Lissabonroman, ansteht, natürlich zur „Wolkenfischerin.“ Dort hat die gehörlose Maelys eine Nebenrolle, was für interessierte Leser sicher ein schönes Intro für den neuen Roman sein könnte, in dem Maelys eine eigene Geschichte bekommen hat.

Silvia: Meine Bücher sind Wohlfühlgeschichten – jedes für sich passt jetzt.

 

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