61 Stunden von Lee Child

Mein erster Roman um den ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher aus der Feder von Lee Child. Viel habe ich über die hochgelobten Bücher gehört und bin mit dementsprechend hohen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen.

Der Schreibstil des Autors ist hart, schnörkellos, prägnant – halt „typisch männlich“. Warum viele Worte machen, wenn es auch kurz geht?

Zumindest meistens. Gerade bei Charakterbeschreibungen und großen Teilen der Story. Dann gab es jedoch wieder fast ausufernd anmutende Beschreibungen von Schnee und Lokalitäten. Dazu die unendlichen Wiederholungen der Schnee-Beschreibungen.

Der Autor war hier leider teilweise doch recht wankelmütig und konnte den Stil, der mir zu Anfang so gut gefallen hatte, nicht durchhalten.

Ich mag Krimis, wo ich lange raten und grübeln muss. Wo ich nicht vorhersehen kann, was passiert und warum. Ich mag es, wenn dann zum Schluss alles „geklärt“ ist. Hier ist es recht vorhersehbar, die Story teilweise zu sehr an den Haaren herbeigezogen wie ich finde und teilweise sehr unglaubwürdig.

Die Charaktere des Buches: Da ist jetzt keiner dabei gewesen, der besonders herausgestochen wäre. Der im Gedächtnis bleibt auf Grund seiner Beschreibung oder seiner Handlungen. Sie wirken x-beliebig und austauschbar – hätten in jeder anderen Geschichte spielen können.

Ich hab mehrfach schon gehört, dass es einer der schwächeren Bücher aus der Feder von Lee Child sein soll. Vielleicht sollte ich mit dem ersten Band der Serie dem Autor eine zweite Chance einräumen.

 

Daten:
Autor: Lee Child
Titel: 61 Stunden
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (November 2014)
ISBN: 978-3442378197
Originaltitel: 61 Hours (14 Reacher)

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