Am Schattenufer – Konfliktherd Nordirland von Killen McNeill

September 1973, die Zeit der Unruhen in Nordirland.John Dalzell und Teresa Cassidy leben in Mitchellstown und kennen sich nur vom Schulbus, denn John ist Protestant und Teresa ist Katholikin. Denn es gibt getrennte Busabteile, Schulen, Sportarten und Clubs. Doch dann studieren Beide Deutsch und gehen für ein Jahr ins Ausland, nach Deutschland. Der Zufall will es, dass sich beide auf einem Schulausflug treffen und zueinander finden. Es beginnt eine unbeschreiblich schöne und tiefe Liebe zwischen Teresa und John, die in ihrer Heimat nie hätte sein dürfen.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, der 1. Teil spielt in den Jahren 1973 und 1974 und der 2. Teil im Jahr 2007.Dieses Buch ist mir sehr nahe gegangen, und es beschäftigt mich immer noch. Es wird lange in meinem Hinterkopf bleiben, denn mitten in Europa kommt ein Volk nicht zur Ruhe, weil es von Vorurteilen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen, bzw. Auslegungen des Glaubens, geprägt ist. Sie glauben an den gleichen Gott, können aber doch nicht miteinander leben. Durch die Unruhen und Bomben ist es undenkbar, sich einfach in einen Park hinzusetzen und dort zu verweilen, die Angst ist allgegenwärtig und beherrscht alles.Killen McNeill schreibt aus der Sicht von John, so dass man die Geschichte um Teresa und John live erlebt, man fühlt mit ihnen und erlebt ihre Liebe mit. Killen McNeill schafft es mit seiner Sprache, die Situation, das Leben in Nordirland zu schildern, so dass man einiges nachvollziehen kann, aber doch als Außenstehender traurig auf die Geschehnisse und die sinnlosen Opfer schaut.Für dieses Buch spreche ich eine eindeutige Leseempfehlung aus. Ein Buch das ans Herz geht.

Eine Rezension der Gastrezensentin Sylvia

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