Auf drei Beinen bis ins Glück von Alexandra Schwarting

Auf die Autorin und ihr neustes Buch „Auf drei Beinen bis ins Glück“ bin ich ihm Rahmen der LoveLetter-Convention 2018 aufmerksam geworden. Ich habe die Autorin zum Interview gebeten und habe dann noch der Lesung zu eben diesem Buch gelauscht.

Ich fand zwar die Hauptprotagonistin Claralina absolut unsympathisch in ihrer ganzen Art und Weise und mir ihrer totalen Macke die sie hat, aber in mir wurde die Neugierde geweckt. Ich wollte wissen, warum sie so ist und was die Autorin aus der Geschichte machen würde.

Also legte ich mir das Buch zu und begann im Urlaub zu schmökern.

Und ich muss sagen, das Claralina es mir wirklich nicht leicht gemacht hat. Mit ihrem Putzfimmel, alles muss nicht nur sauber sondern klinisch rein sein, ging sie mir total auf die Nerven. Ich fand es abstoßend und konnte überhaupt keine Beziehung zu ihr aufbauen.

Das änderte sich im Laufe der Geschichte ein wenig, denn ihre Entwicklung hat mich dann doch fasziniert. Ich fand es zwar gut, das der Grund für diese „Macke“ erklärt wird, aber irgendwie war mir das zu kurz abgehandelt und so zwar verständlich aber dennoch fehlte mir etwas.

Da fand ich ihre zweite Geschichte, die das zermurkste Verhältnis mit ihren Eltern erklärte, wesentlich besser – sowohl in emotionaler Hinsicht als auch als Erklärung für ein Teil ihres Verhaltens. Und dem wird auch viel mehr Raum gewidmet, es kann sich entwickeln. Das andere wird nur kurz erklärt und schwupps, das war’s dann.

Ole … Ole hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Seine Verbitterung war klar strukturiert und so wunderbar einleuchtend erklärt und beschrieben, dass ich förmlich mitgelitten habe. Hier war es für mich sehr verständlich, dass er sich so zurückgezogen hat und teilweise auch extrem verbittert reagiert hat.

Der Schreibstil der Autorin war, im Großen und Ganzen, sehr ansprechend. Ich kam gut damit klar und habe das Buch auch sehr gern gelesen. In einer größeren Szene unterscheidet sich der Schreibstil – und ich war versucht zu glauben, dass diese Szene von einer anderen geschrieben hatte. Sie passte nicht zum sonstigen „sanften“ Schreibstil der Autorin, wirkte viel härter.

Beide Hauptprotagonisten machen eine unglaubliche aber glaubhafte Entwicklung im Laufe der Geschichte durch. Man freut sich mit ihren über das (vorhersehbare) HappyEnd, auch wenn es bis dahin ein sehr steiniger und holpriger Weg ist.

Mein Lieblingssatz aus dem Buch:

„Du bist immer nur so schwach, wie du es zulässt. Wenn du dir nicht einmal selbst eine Chance gibst, warum sollten es dann die anderen?“

Ich vergebe für das Buch 3 ½ von 5 möglichen Sternen. Es hat Spaß gemacht zu lesen, aber es fehlt mir etwas und Claralina war mir am Anfang viel zu unsympathisch.

Daten:
Autor: Alexandra Schwarting
Titel: Auf drei Beinen bis ins Glück
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (15. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3746062174

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