Blütenstaubmörder von Markus Ridder

Unsere Krimiexpertin Sylvia schlägt wieder zu und nimmt uns diesmal mit an den Ammersee, wo der „Blütenstaubmörder“ sein Unwesen treibt

„Der Blütenstaubmörder“ ist mein erster Roman aus der Feder von Markus Ridder.
Ich muss sagen, dass mich Markus Ridder mit diesem Buch schnell gefangen genommen hat. Ich konnte das Buch kaum weglegen, ich musste wissen, ob es noch weitere Opfer und warum der Täter wieder an den Entführungsort zurückkommen konnte, ohne entdeckt zu werden.

Die Geschichte rund um den Serienmörder am Ammersee ist noch mit Konrad verbunden, einem Krimiautor, der gerade eine Schreibblockade hat und hofft, dass er in der Abgeschiedenheit in Ruhe neue Ideen bekommt und so wieder einen packenden Krimi schreiben kann. Er kommuniziert noch mit einem Freund in München, der eine Krimi-Buchhandlung betreibt. Doch dann nehmen die Ereignisse ihren Lauf, denn irgendwie hat er zu allen Opfern Verbindung und so rückt er schnell in den Fokus der Ermittler.

Der Blütenstaubmörder ist sehr temporeich geschrieben und weist viele Wendungen auf, so dass der Leser oft auf eine falsche Fährte geführt wird, so dass man sich als Leser eigentlich sicher ist, den Täter gleich überführen zu können bzw. dass das Opfer doch noch gerettet werden kann, aber der Autor geht andere Wege ;-). Für mich ist bei einem sehr guten Krimi immer wichtig, dass ich nicht zu Beginn weiß, wer der Mörder ist und dass ich bei den Ermittlungen ein klein wenig die Polizeiarbeit kennenlerne. Am meisten faszinieren mich dabei die Eigenheiten der Ermittler, jeder ist irgendwie ein Eigenbrötler. Speziell im Fall von Plossila ist es mir aufgefallen: Er ist mürrisch, mit sich selbst nicht so recht zufrieden und erkennt sich jedoch in der jungen Jenny wieder. Genauso einen Ehrgeiz hat er auch damals verspürt und man spürt förmlich, wie er sich selbst in den Allerwertesten tritt, spätestens als … , aber ich will hier nichts von der Geschichte verraten.

In letzter Zeit hab ich immer mehr Lust verspürt, regionale Krimis zu lesen, einerseits weil man zu den Ortschaften/Tatorten mehr Bezug hat und sich anderseits auch, wie in diesem Buch, ins bayrische Gesellschaftsleben eintauchen kann und seine bayrischen Sprachkenntnisse aufbessert. Und auch wenn es ein Roman mit fiktiven Charakteren ist, so nimmt der Autor Bezug zu aktuellen Ereignissen.

Ein sehr guter bayrischer Krimi, den ich jeden ans Herzen legen kann, der gerne spannende Krimis liest, ermittelt und humorvolle Szenen mag.

Vielen Dank an Markus Ridder für das Buch und die schöne Widmung.

Daten:
Autor: Markus Ridder
Titel: Blütenstaubmörder
Taschenbuch
Seiten: 368
Verlag: Pendragon (März 2011)
ISBN: 978-3865322555

 

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