Category Archives: Autoren

Ohne Wenn und Aber von Birgit Gruber

Ich bin eher durch Zufall im Internet – ich glaube es war auf Facebook – auf das Buch gestoßen und fand die Idee ganz witzig. Da ich Lust auf einen Cosy-Krimi hatte und ich gerne neuen Autoren eine Chance gebe, griff ich zu.

Kalt flüstern die Wellen von Kate Penrose

Ben Kitto und die Scilly-Inseln habe ich lieb gewonnen. Ich mag seine Art zu ermitteln, sein unbedingter Wille Fälle zu lösen und seinem Chef die Stirn zu bieten. Und die Inseln haben ihren Charme, beim Lesen habe ich immer mal erwischt, wie ich heimlich über Reiseführer und Reise-Blogs nachgedacht habe.
Der aktuelle Fall führt den Leser auf St. Agnes, einer relativ kleinen Insel. Das 1. Opfer verbrannte qualvoll. Es ist schnell klar, dass der Wahnsinnige keine Skrupel oder Mitleid kennt. Es scheint so, dass ein Teil der Einheimischen unter sich bleiben möchte und sich allem Neuen entgegen stellt. Somit kommt die Stimmung auf der Insel sehr gut rüber.

Dunkel leuchten die Klippen von Kate Penrose

Mit dem 2. Teil führt uns Kate Penrose auf die Nachbarinsel von Bryher auf Tresco. Die Aufklärung des Mordfalls wird mit Wissen zum Tauchen und versunkenen Schiffswracks abgerundet. Auch im 2. Teil gibt es gleiche Verhältnis zwischen Ben und seinem Chef Madron, reserviert und beide dulden keinen Widerspruch. Madron orientiert sich zu sehr an Äußerlichkeiten, diese sind für ihn wichtig, er beurteilt Ben darüber und versucht ihn zu beeinflussen. Für mich unverständlich. Madron ist nicht meine Blutgruppe und wird es auch nicht mehr werden. Ben wird von der Bevölkerung respektiert und hat immer den richtigen „Riecher“ und einen enormen Aufklärungswillen. Und er riskiert sein eigenes Leben. Ich mag Bens Art, seine Herangehensweise und seine Gedanken. Und seine Größe und Erscheinung täuscht über seinen weichen Kern hinweg.

Frau im Glück von Anja Saskia Beyer und Charly von Feyerabend

Ein Bestseller im Bereich Ratgeber, im Bereich Fachliteratur für Sozialwissenschaften halte ich in den Händen. Ein Buch, das erst seit einigen Wochen auf dem Markt ist und schon so hoch gelobt wird und als Bestseller verkauft wird? Hhm. Ich bin gespannt.

Ratgeber zum Thema der Selbstfindung gibt es derzeit wie Sand am Meer. Dadurch, das viele immer unzufriedener werden und man doch immer das Gute sehen und sich dennoch weiter entwickeln soll, boomt diese Sparte.

Don Cavelli und der Kardinal von David Conti

Ein toter Kardinal und eine kryptische Botschaft. Kein Wunder das man gleich an Dan Brown denkt. Aber dies ist nur kurzfristig, denn das Buch hat seine eigene Magie und es lässt sich flüssig lesen.

Die Köchin von Castamar – Claras Geheimnis von Fernando J. Múñez

Clara ist eine junge Frau, die durch den Verlust des Vaters selbst unter einem Leiden erkrankt ist, aber weiterhin ihrer Leidenschaft des Kochens nachgeht. Sie nutzt die Chance einer freien Stelle im Herrschaftssitz von Castamar und beginnt dort zunächst als einfache Köchin. Ich als Leser lerne so die verschiedenen Posten in der Dienerschaft kennen und erlebe ein Stück weit das schwere Los derer. Das Gefüge der Dienerschaft wird perfekt dargestellt, man erkennt sofort wer über wen das Sagen hat. Nicht nur am Königshof gibt es Intrigen, auch an einem vermeintlichen kleinen Herrschaftssitz ist dies an der Tagesordnung. Erschreckend mit wieviel Skrupel vorgegangen wird und wie wenig ein Menschenleben zählt. Auch das Gescharre um Heirat und den Kampf um den rechten/besten Platz in der Grafschaft/Hof wird gelungen beschrieben.

Das Haus am Ende des Fjords von Kiri Johansson

Es ist der zweite Roman der Autorin Kiri Johansson, der uns nach Island führt und zu dem ich voller Spannung gegriffen habe.

Wir treffen auf Isving, eine junge sympathische Frau, die ein Bed and Breakfast in Kopavik – „am anderen Ende der Welt“ – führt und dort auf Thor trifft. Einen Musiker, der die Muse verloren hat und zu sich selbst finden muss. Es kommt wie es kommen muss: sie verlieben sich und es gibt es Happy End. Und Schnitt !?

Zugvögel von Gisa Pauly

Der 14. Band der Mamma Charlotta-Reihe war der zweite Band, zu dem ich bisher gegriffen habe. Ich kenne einige, die von den Geschichten rund um die italienische Mama, die auf der Insel Sylt spielen, schwärmen. Irgendwas muss doch dran sein, dachte ich und griff also freudig zu, als das Buch als Rezensionsexemplar durch den Verlag auf meinen Tisch flatterte.

Ein Schotte kommt selten allein von Karin Müller

Das Buch war ein Cover-Spontankauf kurz vor dem Urlaub und nach dem ich dann auch noch den Klappentext gelesen habe, musste das Buch einfach mit.

Erwartet habe ich eigentlich ein sehr heiteres und witziges Buch. Und das war es über weiter Strecken auch. Doch so ganz nebenbei „behandelt“ das Buch ein ganz anderes Thema: die Phobie vor fremden Menschen. Dieses nicht auf andere Menschen einlassen können und wollen, das zurückziehen und lieber alleine sein und genießen wollen.

Der Dünensommer von Sylvia Lott

Mit dem Roman „Dünensommer“ legt die Autorin Sylvia Lott einmal mehr einen berührenden Roman vor. Dieser hier führt uns nach Norderney und lässt uns, auf zwei Zeitebenen spielend, die wunderschöne Insel erkunden.

Im Mittelpunkt des Romans steht natürlich die Liebe, aber für mich punktet der Roman hauptsächlich mit den detailreichen und sehr bildhaften Beschreibungen der Landschaft, der immer wieder eingeflochtenen sprachlichen Besonderheiten der Inselbewohner auf der einen und der damaligen Zeit auf der anderen Seite.