Category Archives: Sylvia

Nordseedämmerung von Christian Kuhn

Mit Nordseedämmerung gelingt Christian Kuhn ein solider Krimi. Das Buch hat alles was ein Krimi braucht, etwas verschobene Ermittler, ein undurchsichtiger Fall und spannende Lesestunden.

Protagonist Tobias Velten lebt für seinen Beruf und nimmt in Kauf, sein Leben für andere zu riskieren. Routine und Disziplin geben ihn Halt, meisten. Doch was ist, wenn alles so wenig Sinn zu haben scheint? Was soll man davon halten, wenn es in den eigenen Reihen einen Maulwurf geben soll!

Das Kind der Wellen von Rebecca Martin

Ein Buch, was mich nachdenklich zurücklässt. Ich habe mich schon oft gefragt, wie es ist, ein Kind zu verlieren und wie es sich auf die Beziehung auswirkt. Was ist mit den anderen Kindern? Wie kann man weiter funktionieren? Genauso ergeht es Lisa, der Protagonistin im Hier und Jetzt. Vor einem Jahr hat sie ihre Nachzüglerin Millie ans Meer verloren. Dann findet sie im Ferienhaus Unterlagen, fast 100 Jahre alt und kommt darüber langsam zurück ins Leben.

Die App von Arno Strobel

Von Smarthome-Systemen hat ja jeder schon gehört, man begegnet dem Thema jederzeit. Ich selbst konnte mich noch nie richtig damit anfreunden und nach der Lektüre erst recht nicht.

Arno Strobel gelingt mit „Die App“ ein spannender, tempo- und wendungsreicher Thriller. Besonders gelungen finde ich die Rolle von Hendrik, dessen Freundin Linda einfach verschwindet. Alles war harmonisch und dann soll sie einfach weg sein, dass konnte ich mir nicht vorstellen. Doch was macht man, wenn einem zunächst niemand glaubt und die Polizei nicht ermittelt? Wie lange dauert es, bis man an dem Menschen zweifelt, den man so sehr liebt? Genau dieses Gefühlskarussell wird für mich perfekt dargestellt.

Mohnschwestern von Ilona Einwohlt

Dieses Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück lässt, denn es ist ein Buch gegen das Vergessen und es zeigt die schlimme dunkle Zeit des 2. Weltkriegs auf. Freunde, Eltern und Kinder haben sich verraten, man musste nicht mehr, was man nicht sagen, ja denken durfte und so ziemlich alle Männer mussten in den Krieg und kamen verletzt oder gar nicht wieder. So ein sinnloser Krieg, mit unendlich viel Leid.

Stille Zeugen von Angela Lautenschläger

Das Cover ist grau und grundsätzlich schlicht gehalten, nicht gleich auffällig, aber der Schlüssel ist gut in Szene gesetzt. Dadurch wurde mein Interesse geweckt und die Autorin hat es auch mit dem Inhalt des Buches geschafft.

Mit Engel und Sander schafft Angela Lautenschläger zwei sonderbare Ermittler. Engel ist Nachlassverwalterin und Sander Polizist auf „Bewährung“. Auf „Bewährung“ weil er so einiges auf dem Kerbholz und seine Gefühle selten im Griff hat.

Das Hospital der Hoffnung von Tania Juste

Tania Juste hat mit ihrem Buch „Das Hospital der Hoffnung“ die Geschichte um die Entstehung des Krankenhauses lebendig gemacht. Stück für Stück erfährt man wie es zum Bau kam und warum es sich über so viele Jahre hingezogen hat. Dabei erzählte sie die Geschichte der Familie Rovira. Eine scheinbar glückliche Familie, doch nicht alles ist so wie es der Schein vorgibt. Eine weitere Rolle nimmt Lluis, ein Findelkind, ein. Sein Beispiel zeigt, dass man alles schaffen kann, unabhängig vom Elternhaus.

Leipziger Maskerade von Joachim Anlauf

Als ich den Titel und die Buchbeschreibung zu „Leipziger Maskerade“ gelesen habe, dachte ich mir, wenn das Buch in Leipzig spielt, also fast vor meiner Haustür, dann muss ich es lesen. Das Flair der Amtsstuben hat mich berufsbedingt interessiert und das passende Krimi-Genre hat es abgerundet. Der Prolog bzw. die Tat spielt einen Monat in die Zukunft, d. h. man bewegt sich Stück für Stück auf die Tat zu. Für mich ein sehr interessanter und gelungener Aufbau. Man erfährt so einiges über den Oberbürgermeister und die Beziehung und Machenschaften zwischen den Stadträten. Und der Weg einiger Bürgermeister ist steinig. Wer mit wem und warum. Es tauchen ganz schön viele Namen auf, zeitweise hat das bei mir zu Verwirrungen geführt, da macht sich ein Namensverzeichnis immer gut. Vielleicht eine Überlegung für das nächste Buch.

Der Schärendoktor – Der erste Sommer vom Lars Bill Lundholm

Johan und Wilma kehren aus Afrika zurück nach Saltö, da der Schwiegervater Axel Holtman seine Praxis aus Altersgründen aufgibt. Klingt eigentlich alles nach einem guten Plan, doch der beste Plan taugt nichts. Den Axels Tochter Eva und Johans Ehefrau verbleibt in Afrika und arbeitete weiter für „Ärzte ohne Grenzen“.

Das Spiel von Jan Beck

Der Gedanke des Spiels ist stellenweise richtig heftig und abartig. Wie viel Hass muss man auf Menschen haben, um das durchzuziehen? Welcher Fetisch steckt dahinter? Das habe ich mir beim Lesen immer wieder gedacht.

Sündenbraut von Manuela Schörghofer

Für mich war „Die Sündenbraut“ das erste Buch aus der Feder von Manuela Schörghofer und ich muss sagen, die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang bis Ende in ihren oder Fenjas Bann zu ziehen. Mit ihrer bildhaften und sehr gefühlvollen Sprache gelingt es ihr gekonnt, dass ich mich als Leserin direkt im Geschehen der Geschichte wiederfinde. Ich hab mich wie eine stille Beobachterin gefühlt, bei Fenjas und Geralds Reise war ich dabei.