Daughters of Darkness: Scarlett von Bianca Iosivoni

Ich muss es zugeben: Durch ihre Hunters-Reihe bin ich 2015 – nach dem ich die Autorin auf der LoveLetter-Convention für mich entdecken konnte – ein begeisterter Fan geworden. Schon  mir dieser Serie hat sie es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zu ziehen. Immerhin, wenn ich als Kaffee-Junkie vergesse, das eines dieser köstlichen Heißgetränke vor mir steht und ich ihn dann irgendwann kalt trinken muss – das ist schon eine Leistung.

Umso mehr habe ich ihrer neuen Reihe entgegengefiebert. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, „Daughters of Darkness“ beginnen zu können. Das Buch war lange vorbestellt und als es dann endlich da war, wurden sämtliche anderen Bücher zurückgestellt.

Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Mehr als gelohnt. Ich habe diesmal meinen Kaffee nicht vergessen – hatte mir extra nur „kalte“ Getränke an die Seite gestellt. Aber dafür hätte ich es beinahe verpasst, meine kleine Tochter zur rechten Zeit aus der KiTa abzuholen *schreck*

Mit ihrem Schreibstil, ihren detaillierten Beschreibungen und den erschaffenen Protagonisten gelingt es Bianca Iosivoni wieder einmal mehr, den Leser vom ersten Moment förmlich in das Buch einzusaugen und erst wieder loszulassen, wenn man das Buch beendet hat. Sollte man zwischendurch doch mal unterbrechen müssen, hat man den dringenden Wunsch ganz schnell weiterzulesen. Immerhin will man ja wissen wie es weiter geht, wie es ausgeht.

Der erste Band dieser Daughters of Darkness-Reihe – kurz DoD genannt – knüpft an eine Szene aus Hunter Teil 3 und so tauchen hier auch Figuren aus der mir liebgewonnenen Serie auf.

Die beiden Hauptfiguren Scarlett und Garett sind Persönlichkeiten mit dunklen Facetten, die in ihrer Art und in ihren Handlungen mehr als überzeugen können. Sie sind authentisch gezeichnet und – trotz ihrer teilweise dunklen Vergangenheit – Sympathieträger des Buches. Die Entwicklung ihrer Charaktere im Verlaufe des Buches ist absolut nachvollziehbar – man nimmt ihnen ihre Entwicklung – auch und gerade die ihrer Beziehung – sofort ab. Da wirkt nichts gestellt oder gekünstelt – es ist real.

Überzeugen können auch die Nebenfiguren: und hierbei ist es egal ob die Mitglieder der Hunters, der DoD’s oder sogar die Bösewichte. Bianca Iosivoni legt viel Wert darauf, jeder einzelnen Figur Leben einzuhauchen und sie zu einem Teil des Buches zu machen.

Der Spannungsbogen wird hier kontinuierlich gehalten. Man hält den Atem an, man leidet mit, man geht mit auf die „Jagd“ und man entspannt sich auch gemeinsam wieder, um kurz darauf wieder einen Adrenalinschub zu erhalten.

Bravo kann ich dazu nur sagen.

Ein einziges Manko habe ich hier leider doch gefunden – ein Manko das ich aber nicht der Autorin anlasten kann und will. Während der Verlag wieder ein tolles Titelbild gezaubert hat – es bringt die Stimmung des Buches so richtig gut rüber – umso weniger Mühe hat er sich bei dem Satz des Buches gegeben. Die Schriftgröße ist grenzwertig und ein paar mehr Absätze hätten dem Buch gut getan. So war es, trotz der Spannung und des „Ich muss es unbedingt Lesen“-Gefühls es doch teilweise sehr anstrengend. Ich mag keine EBooks, aber hier habe ich mir so manchesmal gewünscht, ich hätte zur elektronischen Ausgabe gegriffen. Denn da hätte ich wenigstens die Schriftgröße ändern können.

Dennoch: Für mich war das Buch ein Lesehighlight des noch so jungen Jahres und ich freue mich auf die Fortsetzung der Reihe. Für den ersten Band vergebe ich 5 von 5 möglichen Sternen.

Daten:
Autor: Bianca Iosivoni
Titel: Daughter of Darkness: Scarlett
Broschiert: 280 Seiten
Verlag: Romance Edition (Februar 2016)
ISBN-13: 978-3902972866

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