Don Quijote von der Mancha

Wer kennt ihn nicht, den Ausspruch „gegen Windmühlen zu kämpfen“. Viele wissen noch gerade so, dass dieser sich von Don Quijote und seinem Knappen Sancho Panza ableitet. Doch das Buch von Miguel de Cervantes haben wohl die wenigsten gelesen – ich muss gestehen, mir geht es da genauso.

Im Januar 2018 erscheint nun eine neue Verfilmung in Deutscher Sprache auf DVD und wir durften sie schon vorab sehen.

Der alte Landbesitzer Don Quijote lebt ein gutes Leben mit seiner Nichte. Vom Dorfpfarrer bekam er jedoch allerhand Ritterromane zu lesen und diese vernebeln seine Sinne. Er beschließt also, zum fahrenden Ritter zu werden, Unrecht zu bekämpfen und den bösen Zauberer, samt seinem Drachen zu besiegen.

Er reitet auf seinem klapprigen, alten Pferd, dem er den Namen Rosinante gibt und wird von seinem Knappen Sancho Panza begleitet. Der hat eigentlich gar keine Lust dazu, doch die Aussicht auf ein echtes Abenteuer und eine mögliche Statthalterschaft, lassen den Familienvater mitsamt seinem Esel aufbrechen.

Der selbsternannte Ritter erlebt allerlei Abenteuer, die er zumeist mit Schaden übersteht. Seiner Abenteuerlust und seinem ritterlichen Ehrgeiz verleiht jedes vorangegangene und noch so niederschmetternde Erlebnis neue Kraft.

An einem hat der Film nicht gespart und das ist die Besetzung: Mit Carmen Argenziano ist Don Quijote ebenso prominent besetzt wie Sancho Panza mit Horatio Sanz. In den Nebenrollen finden sich Luis Guzmán, Lorena McGregor, Jacquie Barnbrook und James Franco wieder – alle sehr gut zur jeweiligen Rolle gewählt, mit Witz, Charme und Glaubwürdigkeit.

Doch auch die bildliche Darstellung, der feinsinnige Humor und die absurde Geschichte können vor allem in der Retrospektive begeistern.

Als Kritikpunkt muss man klar äußern, dass sich der Film teils weit von der Romanvorlage entfernt, hinzufügt, vermischt und den Gesamtablauf verändert wiedergibt. Insbesondere das Ende (des zweiten Bandes) ist eigentlich ein anderes.

Nichtsdestotrotz weiß der Film zu unterhalten und darum geht es in erster Linie. Die Altersfreigabe ab 6 Jahren geht soweit in Ordnung. Meine Bewertung fällt in Summe mit 4/5 Sternen positiv aus. Ein kurzweiliger, sehenswerter Spaß, der im Nachhinein Tiefgründigkeit zeigt.

Daten:
Laufzeit: ca. 80 Min (DVD)
FSK: ab 6
Regie: David Beier
Genre: Drama
Drehbuchautor: Melanie Ansley, Elizabeth Eccher, Jonathan Maurer
basierend auf: dem Roman von Miguel de Cervantes y Saavedra
Hauptdarsteller: Carmen Argenziano (Rolle: Don Quixote), Horatio Sanz (Rolle: Sancho Panza), Vera Cherny (Rolle: Dulcinea), James Franco (Rolle: Pasamonte), Lorena McGregor (Rolle: Antonia)

***

Gewinnspiel

Welches Buch hättet ihr gern als Verfilmung im Kino oder im TV? Und welcher Schauspieler wäre dann „euer Wunsch-Hauptdarsteller“?

Unter allen, die diese Frage beantworten, darf ich mit freundlicher Unterstützung Tiberius-Film – Public Insight – zwei DVDs verlosen.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 10. Januar 2018.

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4 Responses to Don Quijote von der Mancha

  1. Barbara sagt:

    ich würde gerne mal Bücher von Sebastian Fitzek als Filme sehen. Welche Schauspieler ist mir da eigentlich egal, aber es wäre mir lieber, es sind eher unbekannte, weil es dann icht so sehr stört, wenn man sich schon ein eigenes Bild im Buch gemacht hat.

  2. Tina sagt:

    Es gibt viele tolle Bücher, die es verdient hätten, GUT verfilmt zu werden. Wenn ich daran denke, was ich die letzten Monate gelesen habe, fällt mir spontan „Lieber Daddy Long Legs“ ein. Da könnte ich mir sehr gut Mae Whitman als Hauptdarstellerin vorstellen.

  3. Tintenhain sagt:

    Ich finde ja, dass sich die Bücher von Katrin Bongard als Filmvorlagen eignen. Sie lesen sich schon so szenisch, das man Kopfkino hat. Hauptdarstellerin könnte dann auf jeden Fall auch ihre jüngere Tochter Amber Bongard sein, die mir total gut gefällt. Als männlicher Gegenpart? Keine Ahnung. Wen gibt es denn so? Jannis Niewöhner? Ich kenn mich überhaupt nicht aus. 😄

    Liebe Grüße,
    Mona

  4. Hmmm, dass es sehr schwierig. Es gibt sicherlich einige schöne Bücher, wo sich Verfilmungen lohnen. Gerade auch die, wo man in einer Stadt mehrere Charaktere kennenlernt und auch alte wiedersieht. Hier fällt mir spontan die Greenwater Hill-Reihe von Sarah Saxx ein oder auch Independence von Virginia Fox mit den Disneysisters. Schauspieler wird dabei schwierig.

    Ich mag Jennifer Lawrence gerne als Schauspielerin. Andere fallen mir spontan nicht ein.

    Lieben Gruß
    Brina

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