Es kommt anders als man denkt

Eigentlich … wollte ich an dieser Stelle von meinen Erlebnissen auf der Leipziger Buchmesse erzählen. Wollte Euch teilhaben an den Begegnungen, den Entdeckungen, den Lesungen.

Eigentlich … sollte es ein Bericht werden, in dem die große Bücherschau im Frühling mit über 2.500 Ausstellern und mehr als 3.600 Veranstaltungen im Rahmen von Leipzig liest im Mittelpunkt steht.

Eigentlich … wollte ich zum zweiten Mal mit unserer kleinen Nachwuchsbloggerin, die sich so sehr auf die Tage gefreut hatte, im 7. Bücherhimmel schweben.

Aber wie heißt es so schön? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. (Zitat Wilhelm Busch)

Denn ein Virus namens Corona (und die geschürte Panik drum herum) machte all das zunichte. Alle Vorbereitungen, jeder Aufwand der im Vorfeld betrieben wurde, war umsonst. Und da schaue ich nicht nur auf mich als kleine Bloggerin. Wesentlich härter trifft es Autoren und Verlage, Aussteller und auch die Hotel- und Gastronomiebetriebe in Leipzig und Umgebung.

Wie schreiben die Veranstalter auf ihrer Seite so schön? »Solch eine schwere Entscheidung mussten wir in den letzten sieben Jahrzehnten der Leipziger Buchmesse noch nie treffen.«

Die Enttäuschung ist groß, aber auch die Vorfreude auf 2021, wo natürlich wieder ein Leipziger Buchmesse stattfinden wird und wo wir natürlich wieder dabei sein werden.

Aber …

Das hier wird nicht nur ein trauriger Bericht. Auf wenn ich Euch nichts von der LBM erzählen kann habe ich doch anderes zu berichten. Denn nach dem der erste Schreck, der erste Schock vorbei war, stand für mich fest: ich fahre trotzdem nach Leipzig. Und ich werde trotzdem die Wunschbücher kaufen, die ich mir eigentlich auf der LBM holen wollte.

Außerdem gab es im World Wide Web tolle Aktionen rund um die ausgefallene Buchmesse. So schlossen sich einige kleine Verlage – mehr als 50 waren es dann – auf Facebook zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Leipziger Buchfieber 2020“ zusammen. Sie präsentierten ihren Verlag, ihre Bücher. Veranstalteten virtuell Lesungen, Rundgänge durch den Verlag und Gewinnspiele. Man konnte neue Bücher und Autoren entdecken – nur eben virtuell und virenfrei. Eine tolle Aktion mit ganz viel Herzblut.

 

DerDrachenmond-Verlag, den ich unbedingt auf der Messe besuchen wollte,plante eine eigene kleine Messe in ihren Verlagsräumen in Leverkusen, zudenen die Autoren anreisten sollten, die auf der Messe vertreten gewesen wären. Doch auch die wurde kurz vorher abgesagt.

Eine Bloggerin nutzte ihre Seite bei Facebook und bot Autoren eine Plattform, auf der sie ihre Bücher und Goodies, die für die Messe extra hergestellt wurden, zum Verkauf an.

Das sind nur drei von unzähligen Aktionen, die ich natürlich verfolgt habe und darum seht ihr jetzt hier Bilder meiner „Frust- und Messekäufe“

 

Zwei Verlage, welche ich auf der Messe unbedingt aufsuchen wollte, weil ich die Bücher (und die Menschen) sehr mag, schickten mir meine Wunschtitel als Rezensionsexemplare und versüßten mir damit die Absage der Messer auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Ein Termin von mir auf der LBM wäre am Stand von be-books (Bastei Lübbe Verlag) gewesen. Dort wollte ich an einem Meet & Greet mit der Autorin Sophie Oliver teilnehmen, zu dem ich eingeladen war. Das Buch hat mich optisch und vom Klappentext her angesprochen, so dass ich mich darauf freute, eine neue Autorin für mich zu entdecken. Wie in einer Mail kurz nach der Absage der LBM angekündigt, traf ein Umschlag bei mir ein:

Und Ich bin dann am Freitag tatsächlich nach Leipzig gefahren um mich mit Antje und Rebecca zu treffen und auf eine Lesung am Freitagabend zu fahren. Aber auch das Treffen verlief anders als geplant.

Wir trafen uns unter anderem mit einigen Leserinnen (und einem Leser) von Claudia Winter im Mintastique, wo leckere Cupcakes serviert wurden. Trotz Krise und ständigen neuen Meldungen über geplante Schul- und Kitaschließungen in ganz Deutschland war es ein schöner (und sehr leckerer) Nachmittag.

Dann haben wir einen Stadtbummel gemacht und ich hab endlich mal mehr von Leipzig gesehen als nur den Hauptbahnhof 🙂 So war ich unter anderem auf dem Panoramatower und habe die spektakuläre Aussicht auf Leipzig genossen.

Der Panoramatower oder besser das „City-Hochhaus Leipzig“ ist ein Hochhaus am Augustusplatz in Leipzig und mit 142,0 Metern und 34 Etagen das zweithöchste Hochhaus der neuen Bundesländer und das höchste der Stadt. Und da oben war ich 🙂

Abendessen waren wir in einer kleinen Gruppe von 6 Personen im „La Cosita“. In dem karibischen Restaurant wurden wir mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt und konnten uns gut unterhalten.

Natürlich war ich auch #Buecherhamstern in Leipzig, denn die Gefahr dessen, was uns bevorsteht, war mir schon bewusst.

Am nächsten Morgen bin ich dann wieder heimgefahren, heim zu meiner Familie, wo nun knapp eine Woche später irgendwie alles nicht mehr so ist wie es mal war und die Erinnerungen an die 24 Stunden in Leipzig mir gerade helfen, zu lächeln.

Kommt gut durch die Krise, kommt gut durch die Zeit mit dem CORONA-Virus.
Bleibt gesund und lest vielleicht ein Buch mehr als sonst.

Alles Liebe,
Eure Katja

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One Response to Es kommt anders als man denkt

  1. Antje Liebel sagt:

    Ein toller Bericht. Ich habe jede Minute genossen, die wir zusammen waren. Es war großartig und ich freue mich auf ein Wiedersehen im Juni sowie im November.

    Dicken Kuss Antje

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