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Federspiel von Oliver Menard

Nichts für schwache Nerven ist laut Sylvia der Thriller, den sie uns heute vorstellen möchte und abschließend meint sie sogar es sein „ein überragendes Thrillerdebüt.“

In Berlin verschwindet eines Tages die junge Fernsehmoderatorin Sarah Wagner spurlos. Sarahs Chef beauftragt die taffe Journalistin Christine Lenève mit dem Fall. In der gleichen Redaktion wie Sarah arbeitet auch Albert, mit diesem hat Christine bereits vor Jahren zusammen gearbeitet. Beide machen sich eigenständig an die Ermittlungen und stoßen sehr bald auf Spuren des Serienmörders Ikarus, der zu DDR-Zeiten immer eine Feder am Tatort hinterlassen hat, so auch in Sarahs Wohnung. Ein perfide und atemraubende Jagd beginnt.

Fazit:

Federspiel lebt von tollen Szenenwechseln, mal die Journalistin Christine, dann wieder die Gedankenwelt des Täters und aber auch die Gedanken von Sarah, umso spannender ist dieses Werk, das man es gar nicht weglegen kann. Sondern sich von Kapitel zu Kapitel weiterzittert. An einigen Stellen ist es sehr detailliert beschrieben, so dass ich dir Schmerzen der ehemalige Opfer förmlich spüren konnte und mir doch leicht schlecht geworden ist, bei dem Gedanken, dass dieser Irre noch sein Unwesen treibt. Ich war Teil vom Thriller. Und mit den Wendungen habe ich nicht gerechnet.

Bei der aktuellen Suche nach Sarah nimmt der damaligen Kommissar Erik Bergmann teil, ein für mich sehr gelungener Schachzug. Mehr als seltsam ist dieser kauzige Rentner. Dich mit der Zeit wird klar warum, ein Ermittler will seine Fälle lösen, dem Mörder seiner gerechten Strafe zuführen, doch, wenn ihm dies nicht gelingen, dann wird er verbittert. Er möchte es auch jetzt noch schaffen, Ikarus zu entlarven. Bei den aktuellen Ermittlungen erkennt er Ansätze, die damals versäumt worden und ärgert sich enorm und umso verbitterter verfolgt er sein Ziel.

Christine hat oft eine herablassende Art über Dinge zu reden bzw. urteilt dir mit ihren Aussagen schon. Z.B. über die DDR bzw. dessen Bürger, immer ein abwertender Unterton. Zu Anfang hat mich dies extrem genervt und ich habe Christine sehr unsympathisch wahrgenommen. Doch mit der Zeit und der beginnenden Offenheit zu ihrer Vergangenheit, kann ich verstehen, warum sie so abweisend ist. Hier wird deutlich, dass Olivier Ménard sehr gut Menschen beschreiben kann. Er schafft es, dass es so ist, als wäre mit Christine bekannt.

Auch mit Albert schafft Oliver Ménard einen Charakter, der gut zum Ermittlerteam passt, ein Computer-Nerd, der das Team aber voran bringt und auch die persönliche Seite von Christine beleuchtet.

Dem Klappentext kann ich nur zustimmen, ein überragendes Thrillerdebüt.

Mein Dank gilt dem Team von kriminetz.de und dem Droemer Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

Daten:
Autor: Oliver Menard
Titel: Federspiel
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Knaur TB (September 2015)
ISBN: 978-3426516560

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