Flammenkinder von Lars Kepler

Gleich zu Beginn wird man als Leser Zeuge, wie in einem Wohnheim für schwierige junge Mädchen, ein Mörder sein Unwesen treibt. Man kann förmlich die Angst von Barbara, der Betreuerin, spüren. Doch sie hat keine Chance. Auch Miranda, ein Mädchen aus dem Wohnheim wird grausam verstümmelt aufgefunden. Durch interne Ermittlungen kann Joona Linna nur als Beobachter bei der Mordermittlung dabei sein. Bei den Ermittlungen offenbart sich, dass Vicky, ebenfalls ein Mädchen aus dem Haus verschwunden ist und in ihrem Zimmer viele Spuren darauf hindeuten, dass sie etwas mit den Morden zu tun hat. Sie bleibt verschwunden, trotz Straßensperren und anderen Maßnahmen. Doch das soll es zum Inhalt gewesen sein.

Das Buch ist von Anfang an spannend geschrieben und wirft viele Handlungsstränge auf, die mitunter deutlich für Verwirrung stiften, so dass man als Leser völlig ahnungslos im Hinblick auf die Täterschaft ist. Man erfährt einiges zur Arbeit/Therapie mit den schwierigen, verhaltensgestörten Mädchen und wird oft mit den unverhältnismäßigen Äußerungen bzw. Handlungen der Jugendlichen konfrontiert.

Wie Joona Linna an die Ermittlungen und Tatortbesichtigung heran geht, gefällt mir sehr gut. Er stellt für den Leser eine Beobachterfunktion dar, so dass man bei Analysieren des Tatorts „live“ dabei sein kann. Wie liegt das Opfer, wo stand der Täter? Für mich sehr gut geschildert, man hat als Leser ein klares Bild. Auch seine Eigenart überzeugt mich, denn dadurch hat er viel zur Aufklärung beigetragen, er lässt nicht locker.

Die verschiedenen Handlungsstränge gefallen mir, leider schafft es das Autorenpaar nicht alle Stränge miteinander zu verbinden bzw. aufzuklären, doch die Hauptsituationen sind für mich schlüssig geklärt und zum Schluss wird mir zuviel auf einmal verpackt. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Flammenkinder ist mein erstes Buch von Autorenpaar um Lars Kepler. Für mich sehr spannend geschrieben, so dass ich es in einem Ritt durchgelesen hätte, wenn wir nicht die Wochenaufteilung in der Leserunde von Bastei Lübbe gehabt hätten. Durch dieses Buch bin ich auch auf die Vorgängerromane um Joona Linna gespannt, sie sind auf meiner Wunschliste nach vorn gerückt.

Eine Rezension der Gastrezensentin Sylvia

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