Goldjunge von Paula Bach

Der Titel „Goldjunge“ und das auffällige Cover haben mich sehr angesprochen und ich musste es lesen. Es spielt in Köln im Jahr 1967, in einer Epoche einschneidender gesellschaftlicher Veränderungen. Dies merkt man das gesamte Buch durch. Im Zentrum des Buches steht der brutale Mord an einem sechszehnjährigen Jungen.
Paula Bach ist das Pseudonym einer bekannten Schriftstellerin, ihr gelingt es sehr gut die Stimmung der damaligen Zeit wiederzugeben. Aufbruchstimmung und doch die Fesseln der Vergangenheit durch Erfahrungen im 2. Weltkrieg und dem Ungewissen, wie sehr die eigenen Eltern damals im Regime aktiv waren. Genau dieses Widersprüchliche spürt Ira Schwarz, eine junge, taffe Ermittlerin der Weiblichen Kriminalpolizei. Sie versucht den Fall aufzuklären und zeigt mehrfach ihre soziale Ader. Sie lässt sich nicht klein reden und kämpft für ihren Beruf. Sie glaubt an das Gesetz und die Richtigkeit des Vorgehens.

Ben Weber, der Journalist, irgendwie das genaue Gegenteil. Links und erstmal gegen alles eingestellt. Er vermutet oftmals ein falsches Vorgehen. Das es somit zwischen beiden krach, ist vorprogrammiert. Aber beide haben ein Ziel und das verfolgen sie. Ein für mich sehr spannender, abwechslungsreicher und stimmiger Krimi, der mich auch nachdenklich zurücklässt. Sehr gut recherchiert und das Nachwort liefert noch weitere Informationen. Ich freue mich auf weitere Fälle für Ira Schwarz.

Ein Zitat von Seite 220 aus Kapitel 27 steht für die Persönlichkeit Ira Schwarz: „Man muss für das, was einem wichtig ist, einstehen.“

Eine klare Leseempfehlung, mein Dank geht an das Team von kriminetz.de und dem Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

Daten:
Autor: Paula Bach
Titel: Goldjunge
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (Juni 2020)
ISBN: 978-3548288888

Did you like this? Share it:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*