Hunters Special Unit: Vergessen von Bianca Iosivoni

Ich liebe Romantic Suspence und ich liebe Spezialeinheiten. Ich habe viele Romane aus dem Unter-Genre bereits gelesen und so schnell kann mich nichts mehr überraschen. Und in Sachen Begeistern ist es noch schwieriger – ich schwärme für die Bücher von Stefanie Ross und da haben es andere Bücher sehr schwer.

Bis jetzt. Denn Bianca Iosivoni hat es tatsächlich geschafft. Sie konnte mich mit dem ersten Band ihrer Hunters-Reihe nicht nur überraschen. Sie konnte mich richtiggehend begeistern. Sie hat es geschafft, das ich die Haltestelle beinahe verpasst habe und das mein Cappuccino mehr als einmal kalt wurde.

Von der ersten Zeile an wird der Leser komplett in die Geschichte hinein katapultiert, ist mittendrin und kommt während des Lesens nicht mehr zur Ruhe. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich gehalten, es gibt keine Längen und der rote Faden wird konsequent verfolgt.

Das ist etwas, was mir besonders gut gefallen hat. Es gibt keinen Spannungsabbruch – auch bei den ruhigeren und leisen Szenen hat man trotzdem das Kribbeln der Spannung im Nacken gespürt.

Die beiden Protagonisten sind taff, hart und doch zugleich weich. Es macht Spaß zu verfolgen, wie sie wieder zueinanderfinden und lernen, sich zu vertrauen. Auch wenn beide absolut jeden Grund hätten, sich zu misstrauen.

Es gibt eine handvoll Nebenfiguren, die zwar auftauchen aber keine großartigen Rollen übernehmen. Man erfährt hoffentlich in den weiteren Bänden, was es mit den anderen Personen auf sich hat, wie sie sich entwickeln und welche Rollen sie in der Einheit einnehmen.

Der Krimi-Plot ist spannend, nimmt überraschende Wendungen und kann mit einem Ende begeistern, das irgendwie viel zu schnell kommt.

Sinnliche Szenen gibt es natürlich auch, das Knistern ist zu spüren und nimmt einen wichtigen Raum ein. Aber, und das gefällt mir sehr gut, behält der spannende Teil der Story die Überhand. Die leidenschaftlichen Momente fügen sich gut und vor allen Dingen nachvollziehbar in die Geschichte ein. Glaubhaft, nicht in unpassenden Momenten, die nicht nachvollziehbar sind.

Bianca Iosivoni’s Schreibstil ist packend, flüssig und wunderbar zu lesen. Es macht Spaß in die Geschichte einzutauchen. Abkürzungen von irgendwelchen Spezialeinheiten werden im Text erklärt und so muss man nicht erst in ein Glossar schauen. Andererseits sind diese Abkürzungen so selten, dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird.

Was mir gefallen hat, ist das es kein typisches Happy-End ist. Es ist klar, dass sie zusammenkommen werden, aber es wird nur angedeutet. „Denn das hier war kein Kuss zum Abschied. Es war erst der Anfang.“

Jetzt freue ich mich auf den zweiten Band, den ich (ebenfalls signiert) schon hier liegen habe. Aber dann sorge ich dafür, dass mein Cappuccino im Thermobecher neben mir steht, dann wird der nicht so schnell kalt.

Danke für den Lesegenuss – von mir gibt es 5 von 5 Sternen für diese Geschichte.

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