Interview mit Alexandra Schwarting

In den vergangenen Jahren war es immer so, dass ich im Vorfeld der LLC unzählige Autoren interviewt habe. Immer aus reiner Neugier auf neue Autoren und ihre Bücher. Immer darauf bedacht, neue Autoren für mich zu entdecken. Dieses Mal habe ich die Interview-Reihe nicht gemacht, nicht weil ich nicht neugierig bin. Grund dafür war eher, das ich die Zeit dafür nicht hatte. Aber eines habe ich für Euch. Neugierig auf die Autorin hat mich der Klappentext ihres aktuellen Buches und die Karte mit dem Spruch „Kopf aus, Seele an“. Also bat ich die Autorin um ein Gespräch und … kann Euch heute das Ergebnis präsentieren:

Katja: Liebe Alexandra, vielen Dank dass Du mir für ein kleines Interview zur Verfügung stehst. Ich freue mich darauf, Dich mit meinen Fragen zu löchern. Fangen wir am besten ganz einfach an:

Erzähl uns etwas über Dich, was noch keiner von Dir weiß. Was bringt Dich zur Weißglut und was macht Dir  besonders viel Freude?

 Alexandra: Liebe Katja, schön, dass ich hier sein darf 😉

Bitte nicht lachen, aber es bringt mich zur Weißglut, wenn ich in einem Restaurant an einem Tisch sitze und das Besteck liegt nicht korrekt, oder die Kerze ist abgebrannt. Ich muss mich dann immer sehr beruhigen. Das verbuche ich unter Berufskrankheit. Glücklich machen mich meine Kinder, wenn sie gemeinsam, nicht gegeneinander in ihrer kleinen Bäckerei unter dem Kletterturm im Garten spielen und mir eine Köstlichkeit nach der anderen präsentiert wird. Ich hatte schon mal einen echten Regenwurm in meinem Sandkaffee.

Katja: Wie schaut Dein perfekter Tag aus?

Alexandra: Wenn ich die Augen bereits beim Kaffeekochen geöffnet habe und nicht erst danach. Wenn die Kinder und der Mann gut gelaunt sind, dann bin ich es meistens auch. Ansonsten gibt es glaube ich gar nicht DEN perfekten Tag, da diese bei uns immer anders aussehen.

Katja: Wer oder was inspiriert dich zum Schreiben? Wer gibt dir den Rückhalt, Deinen Traum zu verwirklichen?

Alexandra: Das Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen inspiriert mich dazu. Die unsichtbaren Dinge, die unser Leben schön machen. Mein Mann, meine Familie und meine engsten Freunde geben mir einen starken Rückhalt und unterstützen mich auch sehr. Und natürlich meine LeserInnen 🙂

Katja: Was verrät uns ein Blick in Dein Bücher-Regal? Welche Schätze lauern darin und an welchem Buch hängst Du ganz besonders?

Alexandra: Man findet vieles, aber keine Thriller und wenn überhaupt nur ein oder zwei Krimis^^. Von Jane Austen über Kerstin Gier zu Anna Todd und vielen anderen Autorinnen. Ja, ich glaube es sind überwiegend Autorinnen 🙂 Und seit einiger Zeit sehr viele Deutsche und darunter auch viele Selfpublisher. Seit ich mich selbst mit dem Thema Selfpublishing beschäftige habe ich sehr viele nette Menschen und noch viel mehr großartige Geschichten kennengelernt 🙂 Am meisten hänge ich jedoch an meiner mittlerweile zerfledderten Taschenbuchausgabe von Stolz und Vorurteil. Ich lese es zweimal im Jahr. Ab und an gibt es Momente im Leben, da können nur noch Lizzy und Mr. Darcy helfen 😉

Katja: Auf Deiner Homepage schreibst Du „…Meine Leidenschaft für die Gastronomie und für die Landwirtschaft und allgemein das Leben auf dem Land wird auch in den weiteren Teilen eine wichtige Rolle spielen.“ Wie muss ich mir das vorstellen, wenn ich bisher noch kein Buch von Dir kenne? Wird in Deinen Büchern gekocht und werde da auch Rezepte vorgestellt?

Alexandra: Rezepte habe ich bisher außen vor gelassen, kann mir aber gut vorstellen welche in einem Buch mit einzuarbeiten. Es geht eher um das Leben in der Gastronomie. Freundschaften, Loyalität, Leidenschaft und die vielen Facetten. Landwirtschaft und das Landleben sind für mich aber mindestens genauso wichtig, da sie ein Teil meines Lebens sind.

Katja: Ich entspanne mich nach einem hektischen und stressigen Tag gern mal in der Küche beim Kochen. Wie kannst Du am besten entspannen?

Mit einem Buch xD oder ich schreibe. Und wenn beides nicht klappt, dann setzte ich mich vor die Haustür auf unsere zwei kleinen Treppenstufen und schau den Katzen dabei zu, wie sie über den Hof tigern. Und wenn mein innerer Schweinehund gerade brav ist, gehe ich auch gerne an den Deich, der nicht weit von uns entfernt ist.

Katja: Ich schreibe mir beim Lesen hin und wieder schöne Zitate aus einem Buch heraus, die mir besonders gut gefallen, die mich bewegen oder zum Schmunzeln bringen. Hast Du auch in Büchern solche Stellen, die Du vielleicht auch immer wieder lesen könntest?

Oh ja, die habe ich 🙂 Ich schreibe sie mir dann gerne auf Postkarten, idealerweise die vom jeweiligen Buchautor.

Katja: Es wird Sommer, die Urlaubszeit steht bevor. Gibt es Reisepläne? Bist Du ein Typ, der im Urlaub lieber auf Balkonien bleibt oder bist Du unterwegs? Gibt es ein bevorzugtes Reiseland? Eines, in dem Du vielleicht schon oft warst? Oder eines, das Du gern einmal bereisen würdest?

Der Sommer bedeutet für uns Erntezeit. Es gibt immer nur kurze Phasen zwischen den einzelnen Ernteabschnitten, in denen wir sagen können, dass wir jetzt mal flott verschwinden. Und selbst dann meist nur für ein paar Tage. Ich arbeite gerade an meinen Überzeugungskünsten, dass wir diesen Sommer wieder nach Klanxbüll nach Nordfriesland fahren. Dort wo meine Romane ja zum Teil auch spielen. Ich bin sehr gerne dort, habe mittlerweile auch ganz liebe Menschen kennengelernt und von dort aus reisen wir auch gerne mal nach Dänemark hinüber. Wenn wir wegfahren, dann sind wir gerne flexibel und erleben gerne eine Menge im Urlaub. Oft sind es Tagesausflüge, die wir unternehmen, manchmal können wir aber auch ganz brav am Strand liegen 😉 Und wenn wir nicht wegfahren, machen wir es uns zuhause gemütlich. Platz haben wir ausreichend.

Katja: Welches Buch, welche Bücher, würdest Du Deinen Lesern empfehlen? Was sollten sie diesen Sommer unbedingt lesen?

Ich empfehle ja grundsätzlich die Greenwater Hill Lovestory Reihe von Sarah Saxx 🙂 Es ist für mich eine unglaublich authentische Reihe mit Charakteren, die sehr authentisch sind. Es passiert jedes Mal etwas Neues und trotzdem fühlt es sich bei jeder Geschichte an, als komme man nach Hause. Und für diesen Sommer kommen glaube ich noch jede Menge Neuerscheinungen, auf die man sich freuen darf. Mein SuB wächst und wächst 🙂

Katja: Wie sieht der „Schreiballtag“ bei Dir aus? Schreibst Du in einem bestimmten Rhythmus oder zu einer bestimmten Tageszeit?

Der Begriff „Alltag“ und ich stehen generell auf Kriegsfuß^^. Mein Debüt habe ich überwiegend nachts geschrieben, wenn ich nach meiner Arbeit nicht schlafen konnte. Mittlerweile versuche ich vormittags zu schreiben, wenn die Kinder außer Haus sind, klappt aber auch nicht immer. Zur Zeit schreibe ich sehr stoßweise. Sprich, manche Tage kann ich voll ausnutzen, und dann kommen mal wieder zwei Wochen, an denen ich quasi nichts zu Papier bringe.

Katja: Setzt Du Dich an den Schreibtisch, neben Dir literweise Kaffee und schottest Dich ab? Oder brauchst Du eher Trubel um Dich rum, setzt Dich in ein Cafe und schreibst dort?

Alexandra: Mal so, mal so. Am liebsten aber immer mit Musik in den Ohren. Und Kaffee oder Wasser in meiner Nähe. Ach ja! Und Taschentücher xD

Katja: Nervennahrung beim Schreiben – eher unwichtig oder doch besser immer in Reichweite? Und was ist Deine ultimative Nervennahrung beim Schreiben?

Alexandra: Beim Überarbeiten nasche ich gerne mal, ansonsten nur Getränke.

Katja: Wir führen das Interview ja im Vorfeld zur Loveletter-Convention 2018, wo wir uns dann wahrscheinlich auch live begegnen werden. Wie groß ist bei Dir die Vorfreude und vielleicht auch die Aufgeregtheit bei dir?

Alexandra: Ich hoffe sehr dass wir beide uns dann begegnen werden 🙂

Die Vorfreude ist riesig, die Aufregung ist nicht mehr messbar. Es ist meine erste LLC und bin sehr gespannt auf die Atmosphäre, die LeserInnen und die anderen AutorInnen. Das Programm ist ja mittlerweile online und ich bekomme schon ein bisschen Lampenfieber 😉

Katja: Worauf freust Du Dich am meisten?

Alexandra: Auf den direkten Kontakt mit Menschen, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich: Bücher.

Natürlich gibt es auch die großen Messen, aber die LLC verspricht einfach wesentlich mehr Ruhe für Autor und Leser.

Katja: Stell Dir vor, Du darfst Dir eine Autorin aussuchen, die du interviewen kannst. Welche wäre das? Und was würdest Du sie fragen wollen?

Alexandra: Oh, ich würde sagen, dass passiert sogar. Am Sonntag auf der LLC darf ich ein Panel moderieren und es geht um „neue Männer“. Klasse Thema, oder? Poppy J. Andersson ist mit dabei und da bin ich schon sehr gespannt. Meine Fragen bleiben noch geheim 🙂

Katja: Wie sieht derzeit Deine Vorbereitung für die Loveletter-Convention aus? Was macht Dir mehr Kopfschmerzen? Was Du anziehen sollst? Wie es sein wird? Wie bereitet man sich grundsätzlich auf so ein Event vor?

Alexandra: So viele Fragen auf einmal ^^ Meine Vorbereitungen laufen glaube ich ganz gut. Eine Unterkunft ist vorhanden, mein Transportmittel ist gebucht, die Kinder wissen, dass sie an de m Wochenende zur Oma in den Urlaub fahren. Der Koffer ist chronisch leer, genau wie der Kleiderschrank. Ja, das ist wahrscheinlich ein typisches Frauenproblem, um das ich mich noch kümmern muss. Ich lasse es auf mich zukommen, lese Romane der Autorinnen, die dort sein werden, denn so lernt man sie ja auch schon kennen. Eine to do Liste habe ich mir noch nicht angelegt, das geschieht jetzt die Tage. Irgendwann muss ich ja mal Panik bekommen xD

Katja: Dein neuester Roman „Auf drei Beinen bis ins Glück” ist seit kurzem im Handel. Magst Du uns kurz erzählen, worum es darin geht?

Alexandra: Hach, was soll ich sagen? Worum es eigentlich geht, fasst meine Widmung – meine Botschaft für meine Leser ganz gut zusammen:

„Liebe immer ein bisschen mehr, als dich die Angst beherrscht.“

Jeder Mensch hat etwas in seinem Leben erfahren müssen, das einen verändert. Worte, Geschehnisse, Verluste, Erfolge … sie alle prägen uns und manchmal denkt man, dass man auf gänzlich unterschiedlichen Seiten im Leben steht, dabei sind die Grenzen eigentlich zu dicht bei einander.

Katja: Wie bist du gerade auf diese beiden Protagonisten – auf Claralina mit ihrer ihrer Disziplin und  Genauigkeit und auf Ole Jennsen, einer der dickköpfigsten Nordfriesen und mit einem Handicap?

Alexandra: Ich frage mich eher, wie die beiden mich gefunden haben^^

Zu Ole muss ich sagen, dass ich ihn nie als jemanden mit Handicap angesehen habe. Er ist stark, er ist stur, er ist so viel mehr, als das Bild, das er von sich selbst hat. Und er ist definitiv keine Figur, besser keine Person, die bemitleidet werden will. Daher habe ich das Wort Handicap selbst nie in den Mund genommen. Er hat einen Verlust in seinem Leben zu verbuchen gehabt. Und dieser traf sein Bein. Aber sein Leben ging weiter, egal wie zynisch er ihm gegenüber tritt.

Und Claralina? Nun, sie ist ein typischer Mensch, der dir in der Gastro gegenübertreten kann. Wenn du den Willen und die Disziplin zeigst, bist du ganz schnell ganz weit oben. Das ist möglich und auch nicht selten. Was sie jedoch erlebt hat, hat sie in eine Ecke gedrängt, aus der sie alleine nicht mehr herauskam.

Katja: Woran arbeitest Du derzeit? Schreibst Du schon an einem neuen Buch? Wie geht es bei Dir weiter?

Alexandra: Jetzt gerade schreibe ich an einem Roman zu einer meiner Nebenfiguren aus meiner „Im Mantel von Rosmarin und Lavendel“ Trilogie. Es macht Spaß und ich habe auch schon einiges geschafft, jedoch kann ich noch keinen genauen Veröffentlichungszeitpunkt benennen, außer dass er noch diesen Sommer erscheinen wird. Und dann geht es im Anschluss direkt an ein Projekt, auf das ich mich ganz besonders freue und am liebsten schon jetzt anfangen würde, ich meiner Nebenfigur allerdings nicht die Show stehlen will 😉

Nur so viel sei gesagt: Ab Herbst beginnt eine Reihe, die aus abgeschlossenen Romanen besteht, die rund um das Landleben und die Landwirtschaft gehen und jede Menge Liebe 🙂

Katja: Und zum Schluss die letzte Frage: Mein Blog heißt sich ja „Katjas Bücher und Rezepte“ und so bleibt natürlich die Frage nach Deinen Lieblingsrezept nicht aus. Was kochst oder bäckst Du am liebsten? Magst Du uns das Rezept verraten?

Alexandra: Königsberger Klopse! Ich liebe sie xD Aber ich kann dir zur LLC ein ganz leckeres Suppenrezept mitbringen. Die habe ich mit meiner Oma immer gerne im Sommer gekocht. Gurkencremesuppe mit Räucherlachs <3

Nun bin ich richtig gespannt darauf, die Autorin live kennezulernen und freue mich sehr auf das sRezept 🙂 Und wenn ich das Rezept habe, teile ich das natürlich mit Euch.

 

 

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