Interview mit dem Honigmädchen Claudia Winter

Morgen ist es soweit: das neue Buch von Claudia Winter erscheint kurz vor der Buchmesse 🙂 und das war für mich ein guter Grund, die sympathische Autorin (und Freundin) zum Interview zu bitten.

Katja: Liebe Claudia, vielen Dank das Du Dir die Zeit für ein kleines Interview nimmst.

Heute erscheint offiziell dein neues Buch „Das Honigmädchen“. Was bedeutet eine Neuveröffentlichung für Dich? Wie aufgeregt bist Du im Vorfeld und an dem Tag selbst?

Claudia: Eine Neuveröffentlichung ist immer wahnsinnig aufregend. Meist bin ich ja schon Wochen vorher mit der Vorbereitung der Marketingmaßnahmen für das neue Buchkind beschäftigt, und natürlich hat man immer auch ein wenig Sorge. Funktioniert die Geschichte bei deinen lieben Leserinnen und Lesern? Werden sie sie genauso lieben wie du es tust? Werden sie das, was hinter den Zeilen steht, erkennen? Ist es dir gelungen, deine Leserin und den Leser an die Hand zu nehmen, bringst du sie gut durch die Geschichte? Dann geht plötzlich alles rasend schnell, die Vorableserfeedbacks kommen, der Tag X kommt – und meist ist alles viel zu schnell vorbei 🙂 Ein Jahr Arbeit, Recherche, Schreiben, oft nächtelang… und dann ist es da. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn eine Idee zu etwas wird, das man anfassen und riechen kann. Ein Buch. Nicht zu fassen.

Katja: In deinem neuen Roman geht es zum einen um die derzeit etwas schwierige Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Camilla und Marie und zum anderen um die Imkerei, die Bienen. Wie kommst du auf die Idee, gerade diese beiden Themen miteinander zu verknüpfen?

Claudia: Das Thema Mutter-Tochter beschäftigt mich schon länger, da ich aus beruflichen Gründen sozusagen tagtäglich damit konfrontiert bin. Als Pädagogin begleite ich Grundschulkinder vier Jahre lang, danach kommen sie oft zu Besuch, als Teenager, als junge Erwachsene. Da ich selbst keine Kinder habe, hat es mich gereizt, herauszufinden, ob ich imstande bin, mich in die unfassbar tiefe Gefühlswelt einer Mutter hineinzudenken – nun, wir werden sehen, ob es mir gelungen ist. Die Bienen sind für mich magische Tiere, die eine große Bedeutung hinsichtlich gemeinschaftlicher Verbundenheit haben: Das Ganze zählt mehr als das Einzelne, die einzelne Biene ist bereit, alles für ihre Artgenossen zu geben. Das fand ich schön, und habe versucht, es auf eine menschliche Ebene zu bringen.

Katja: Das Thema Bienen ist gefühlt momentan in aller Munde, man hört und liest sehr viel darüber. Ist es dann besonders schwer ein solches Thema anzupacken und sich darüber zu informieren oder macht es das gerade sehr einfach?

Claudia: Ich war bereits in den Vorbereitungen für das Honigmädchen, als die ersten Bienenbücher den Markt sozusagen geflutet haben. Aber ich finde, das Thema kann gar nicht oft genug aufgegriffen werden, zumal die Bienen ja keine vordergründige Rolle im Roman spielen. Recherchematerial habe ich eine Menge gefunden, das stimmt – und ich habe sehr viel dabei gelernt. Das liebe ich beim Recherchieren: Du wirst innerlich größer, weitsichtiger, wissender.

Katja: Wie hast Du dich selbst über das Thema Imkerei informiert? Hast Du mit Imkern gesprochen, ihnen bei der Arbeit zugeschaut oder hast du vielleicht sogar selbst mit Hand angelegt?

Claudia: Ich durfte die Bienen von meiner lieben Autorenkollegin Marie Adams kennenlernen. Eine kurze, aber für mich sehr intensive Begegnung, da ich eigentlich Angst vor stechenden Insekten habe. Aber es war gar nicht schlimm, im Gegenteil.

Katja: Ich muss ja gestehen, dass ich Bienen zwar mag – zumindest von Weiten – aber es mir nie vorstellen könnte, so wie Marie mit den Tieren zu arbeiten. Magst du Bienen und könntest du dir vorstellen, die Imkerei als Hobby oder gar als Beruf zu betreiben?

Claudia: Ähm..nein. Ich habe schlichtweg zu viel Respekt vor ihnen. Aber ich habe viele im Garten und wir haben bewusst große Blütenflächen in Beeten angelegt, damit die kleinen geflügelten Teddybären gern bei uns sind.

Katja: Im Rahmen der Lesung auf der Leipziger Buchmesse soll eine Honigverkostung ein Highlight sein. Wie ist es bei Dir? Kommt Honig auf den Frühstückstisch? Welchen Honig, welche Sorte magst Du besonders gerne?

Claudia: Ich liebe Honig und benutze ihn eigentlich immer als Zuckerersatz: Aufs Müsli, in den Tee, für Salatdressings oder zum Kochen, Marinieren …. auch ein ganz einfaches Butterbrötchen mit Honig ist köstlich – und die Kombination gebratener Speck plus Honig und frisches Obst zu Frenchtoast.

Katja: Beim Lesen Deines Buches bin ich neugierig geworden auf Honig. Wir haben zwar immer Honig gekauft, aber wirklich bewusst gekocht oder gebacken habe ich bisher noch nicht mit Honig. Hast Du ein Rezept mit Honig, welches Du uns empfehlen kannst? Kommt bei Dir in der Küche Honig beim Kochen zur Verwendung?

Claudia: Ich habe ein ganz spezielles Salatdressing, das alle lieben:

Honig-Balsamico-Dressing:

6 EL Olivenöl, 3-4 EL weißer Balsamico, 1 EL Honig, Salz und Pfeffer.

Katja: Liebe Claudia, vielen Dank für Deine Zeit und ich freue mich sehr darauf, Dich in Leipzig auf der Buchmesse und natürlich im Rahmen Deiner Lesung zu treffen. Für dein neues Buchbaby wünsche ich dir ganz viel Erfolg und auf der Messe ganz viel Spaß.

Claudia: Ich freue mich vor allem darauf, dich zu sehen, liebe Katja <3

 

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