Leipziger Bücherfrühling 2019

Meine Leipziger Buchmesse 2019 begann am Donnerstagmorgen, als ich nach einer problemlosen Fahrt von Dresden aus kurz nach 9 Uhr im Pressezentrum ankam.

Als erstes hörte ich einen begeisterten Schrei, dann fühlte ich mich in einer dicken Umarmung gefangen: meine Brina war schon da. Die Freude, dass wir uns wenigstens für ein paar Stunden wieder hatten, war riesengroß und ich freute mich auch sehr darüber, Kathleen und Heike wiederzusehen. Gemeinsam genossen wir noch einen Kaffee im Pressezentrum, quatschten und auch Markus, der wenig später dort auftauchte, wurde freudig begrüßt.

Dazu schreibt Markus:

Es war wieder soweit – die Leipziger Buchmesse startet am Donnerstag und im Vergleich zum vergangenen Jahr war eines deutlich anders: Das Wetter! Statt Schnee- und damit Verkehrschaos – klarer Himmel und strahlender Sonnenschein. Dass es früh trotzdem nur knapp über Null Grad hatte – geschenkt.

Kurz nach 9 Uhr trafen wir im Pressezentrum ein, machten die notwendigen organisatorischen Schritte für Akkreditierung und Parkkarte, gingen anschließende in das Pressecafé.

Freudig begrüßten wir unsere Bekannten aus den letzten Jahren, aßen unser Frühstück und tranken den mittlerweile zweiten Kaffee des Tages. Die Ruhe vor dem Sturm.

Als wir dort so saßen, kam mir eine Antwort, noch ehe ich die Frage überhaupt gestellt hatte: Was ist der Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten? Die Blogger lachen, sind voller Vorfreude – sie sind im wahrsten Sinne Amateure, denn sie machen es offensichtlich alle gern. Die Herrschaften von der „richtigen“ Presse saßen meist allein, schauten verbiestert auf ihre Laptops und machten den Eindruck, als wären sie am liebsten woanders.

 Dann ging es los und über den Tag drängte sich eine weitere Beobachtung auf, die ich auch am Freitag und im Gespräch mit anderen bestätigen konnte: Wie in den Jahren zuvor ist die LBM eine Messe, bei der folgendes auffällt: Besucher wie Aussteller sind zu 65 bis 70% Mädchen und Frauen. Die meisten haben sich schick gemacht, aber ganz anders als beim „Hostessen Stil“ anderer Messen. Es ist eine Wohlfühlmesse, ganz ohne den „Wellness“ Begriff. Lesen macht glücklich und das sah man den Damen an.
Schön zu sehen war auch, dass viele Kinder und Jugendliche da waren und die meisten sichtbar interessiert. Es ist ein gutes Zeichen für die Buchbranche, Nachwuchs ist da.

Das liegt sicher auch daran, dass mit Hörbüchern, E-Books und multimedialen Plattformen das Lesen sinnvoll ergänzt und auf dem Stand der Zeit gehalten wird.

Kurz vor 10 Uhr schlenderten wir dann los, durchquerten die Sicherheitskontrollen am Presseeingang und schlenderten an der Halle 1, vor der sich schon wieder viele Manga-Freunde versammelt hatten, bis zur Halle 3.

Dort führte mein erster Weg, wie auch schon im letzten Jahr, an den Stand von Iny Lorentz. Wir quatschten kurz, ich bekam einen süßen Taschenanhänger geschenkt und erfuhr, dass es im Herbst eine Art Biographie von Iny und Elmar mit dem Titel „Die Wanderschriftstellerin“ geben wird. Das klang sehr interessant und so landete das Buch gleich auf meiner gedanklichen Wunschliste.

Weiter ging es für uns zwei zur Halle 5. Dort wollten wir zum einen Maria treffen, unsere Freundin aus Nordhausen. Aber auch Sylvia aus Stollberg wollte zur dortigen Bloggerlounge kommen. Vorher ging ich aber am Stand der LLC vorbei und begrüßte Carola. Sie werde ich in diesem Jahr leider nicht mehr sehen, da ich nicht zur LoveLetter-Convention fahren werde. Daher habe ich den Moment sehr genossen. Beim weiteren Gang durch die Halle trafen wir noch Charlotte Zeiler am Stand vom Autorinnenclub.

In der Bloggerlounge ließen wir die ersten Eindrücke sacken, genossen einen Moment der Ruhe und dann die Begegnungen mit anderen Bloggern. Es war so schön  Und dabei entstand auch ein Foto von Markus mit Maria, Sylvia und mir – dem Bloggerteam von Katjas Bücher und Rezepte. Ich glaube, es war das erste Mal, dass wir alle an einem Fleck waren. Das musste einfach genutzt und dokumentiert werden.

Dann bummelten wir in und durch die Halle 3, wo ich im Bereich der Reiseführer den Kinderbuchverlag Biber und Butzemann fand. Wer meinem Blog folgt und die Rezensionen liest weiß, dass das aktuelle mein Lieblings-Verlag im Bereich der Kinderbücher ist und ich sehr gerne und sehr viel zu den Titel greife. Ich freute mich sehr, dass ich Steffi und Kathi traf. Steffi Bieber-Geske ist die Verlagschefin und schreibt selbst viele der Titel, die im Verlag erscheinen. Kathi ist ihre Schwester und arbeitet viel im Verlag mit. Wir quatschten kurz und dann war die Freude groß: denn Steffi verriet mir, dass am zweiten Stand des Verlages in Halle 2 Claudia Meinicke gerade Standdienst hat. Die sehr sympathische Illustratorin ist für die Zeichnungen in einigen der Titel des Verlages verantwortlich und hat auch mein Weihnachtsgeschenk an die Kinder illustriert. Also musste ich jetzt auf der Stelle in Halle 2 wechseln um sie endlich auch persönlich kennenzulernen.

Die Freude war auf beiden Seiten sehr groß. Wir umarmten uns ganz fest, quatschten sofort sehr vertraut und strahlten auf dem Foto wie die Honigkuchenpferde um die Wette. Mit dem Versprechen, morgen wieder vorbeizukommen, eilten wir dann aber weiter.

Denn der erste offizielle Termin wartete auf uns: zwei Interviews. Beide am Stand des dtv-Verlages, beides mit Krimiautoren. Und beide Interviews mussten Markus führen, da bei mir die Stimme durch eine wochenlang andauernde Erkältung arg in Mitleidenschaft gezogen war. Daher hießen die beiden Interviews bei uns auch scherzhaft

Männergespräche

Das erste Interview am Stand des dtv-Verlages führte Markus mit Krischan Koch. Von ihm hatte Markus bis zu dem Zeitpunkt ein Buch gehört („Rote Grütze mit Schuss“) und eines gelesen („Dreimal tote Tante“). Ich selbst durfte kurz vor der Messe sein neuestes Buch mit dem Titel „Mörder mögen keinen Matjes“ lesen. Krischan Koch kam kurz nach uns am Stand an und schnell suchten wir uns einen Platz an einem der wenigen Tische, die am Stand zu finden waren.

Dafür, dass es sein erstes Interview war, meisterte Markus es souverän. Und auch wenn Krischan Koch ein typisches Nordlicht ist – nur das nötigste sagen – wurde er doch recht schnell gesprächig und beantwortete sehr freundlich und ausführlich die Fragen von Markus.

Direkt im Anschluss entstanden noch ein paar Fotos von uns beiden mit dem Autor, ehe wir eine kurze Pause hatten.

Als zweites stand dann nämlich – am gleichen Stand – ein Interview mit Frank Goldammer auf dem Programm. Dazu muss bzw. darf ich sagen, dass Frank Goldammer für uns kein unbekannter ist. Im Gegenteil. Wir kennen den Dresdner Autoren natürlich schon, haben ihn schön öfters getroffen und freuten uns daher schon auf die Begegnung.

Bei dem nun folgenden Interview hielt sich Markus nur bedingt an die Fragen, die ich ihm im Vorfeld für Frank mitgegeben hatte. Die beiden steckten regelrecht die Köpfe zusammen und sprangen gefühlt von einem Thema zum anderen. Zum Anschluss kam es – endlich – mal wieder zu einem gemeinsamen Foto von Frank und mir. Das erste und einzige stammte aus dem Jahr 2013 als ich ihn zum ersten Mal interviewt hatte.

Nach den Interviews wurde es langsam aber sicher Zeit für eine sehr späte Mittagspause, die wir mit unserer Freundin Brina verbrachten. Die XXL-Pommes zu Essen hat schon mittlerweile Tradition auf der Messe, auch wenn diese natürlich alles andere als günstig sind.

Der letzte Termin auf der Messe am heutigen Tag war die Lesung von Julia Kröhn, zu der ich jetzt ging, während Markus Brina auf der Suche nach einem leckeren Cappuccino folgte. Ich hatte das Glück, dass ich auf der Suche nach einem Buch am Stand von Droemer Knaur auf einmal Sebastian Fitzek signierbereit an einem kleinen Tisch sitzen sah. Vor mir gerade mal 3 andere Fans. Also stellte ich mich an, hielt mein Blankobuch bereit und als ich neben ihm saß signierte er es mir, ohne dass ich etwas sagen musste, direkt „Für Katja“. Dass ich da sprachlos war, muss ich bestimmt nicht sagen. Unser gemeinsames Interview war doch auch schon wieder 2 Jahre her. Und dennoch … Zum Glück war gerade eine andere junge Frau dabei, die schnell mit meinem Handy ein paar Bilder schoss.

Lesung aus „Das Modehaus“

Dann wurde es auch schon wieder Zeit für die einzige Lesung, die ich an dem Tag besuchen wollte. Julia Kröhn wartete schon auf ihren Einsatz am Rande des Forum Literatur „buch aktuell“ in Halle 3, wo ihre Lesung stattfinden sollte. So konnten wir uns schnell herzlich begrüßen und ich versprach ihr, dass Markus während der Lesung Fotos machen würde.

Gut gefüllt war der Stand, als Julia sich setzte und begann. Zuerst stellte sie uns ihr neues Werk und die Protagonisten vor, dann las sie eine Szene vom Beginn des Buches. Wie sie uns danach erzählte, findet sie eine reine Lesung sowohl für den Autor als auch für die Zuhörer ermüdend und splittet daher immer die Zeit, die sie zur Verfügung gestellt wird, auf. Dabei legt sie Wert auf eine Mischung aus dem Lesen an sich, aber auch darauf, dass sie etwas zum Buch und deren Hintergründe erzählt.

Und so erfuhren wir viel über die Mode und den Wandel der Mode in den vergangenen Jahrzehnten. Dabei zeigte Julia Kröhn Bilder eines Fotoshootings, in dem sie verschiedene Modestile aus drei Jahrzehnten trug. Sehr wandelbar ist Julia ja, das muss ich zugeben. Die Fotos sahen echt toll aus.

Nach der Lesung eilten Markus und ich zum Pressezentrum zurück, wo sich unsere Wege für heute trennten. Er fuhr zu unseren beiden Kindern – Keks und Krümel – nach Hause während ich mich in die Straßenbahn setzte.

Meet & Greet mit Meike Werkmeister

Mein Weg führte mich direkt in die Innenstadt. Dort hatte der Goldmann-Verlag ein paar Blogger zum Meet & Greet mit der Autorin Meike Werkmeister eingeladen und dank meiner Leipziger Bloggerfreundin Antje durfte ich dabei sein. Dort wollte die Autorin bei leckeren Cocktails ihr Buch „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ präsentieren.

Das Meet & Greet fand im „Imperii“ statt, einer Bar in der Nähe vom Brühl. Als ich es endlich geschafft hatte, war es kurz vor 18 Uhr und ich war zum Glück nicht die letzte, die dort hinkam.

Es war ein wunderbarer Abend mit den Mädels vom Goldmann-Verlag, allen voran Katrin Cinque und der Autorin Meike Werkmeister. Sie stellte ihr Buch von, redete mit uns darüber und signierte fleißig. Es gab leckere Cocktails – die waren echt der Hammer – und etwas zu Essen. Der größte Teil der Gäste, die anderen Bloggerinnen, waren total lieb und nett. Die beiden, die mir auf Grund ihrem Gepose (muss wahrscheinlich so sein wenn man ständig alles auf Instragam posten muss und nichts mehr genießen kann) auf die Nerven gingen, verschwanden zum Glück so schnell wie sie gekommen waren.

Zum Abschied gab es für jeden noch eine Goodie-Tüte, die liebevoll gefüllt war. Ich durfte zwei der Tüten mitnehmen, so dass ich eine verlosen kann.

Ich hab den Abend mit lieben „alten“ und liebgewonnenen neuen Bekannten genossen und kann nur DANKE für die Einladung und den wunderbaren Abend sagen.

Gegen 20.30 Uhr fuhr ich dann mit Antje und Claudia zu unserer lieben Gastgeberin Antje nach Hause. Ich durfte, anstatt noch heim zu gondeln, bei ihr Schlafen. Mein Koffer hatte tagsüber dank den beiden schon den Weg gefunden und wartete nun im Gästezimmer auf mich. Gemeinsam mit einer anderen Überraschung … auf dem Bett lag ein ganz lieber Willkommensgruß.

Lang ging der Abend nicht mehr. Ich glaube, wir lagen eine Stunde später müde, geschafft, aber glücklich in den Betten.

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2 Responses to Leipziger Bücherfrühling 2019

  1. Brina sagt:

    Selbst beim Lesen und der Aussage von Markus kommt mir wieder ein lächeln ins Gesicht. Es kommen wieder sehr tolle Erinnerungen an diesen Tag hoch. An Markus: Danke nochmal für die leckere Pommes. Es ist immer wieder ein Highlight. Und natürlich vermisse ich euch und finde es sehr schade, dass ihr bei der LLC diesmal nicht dabei sein werdet. Aber der Urlaub wird bestimmt noch schöner werden.

    Bis August dann,

    Eure Brina

  2. Bücherheike sagt:

    Markus, mit den Bloggern und den Journalisten muss ich dir zustimmen. Die Journalistin machten für mich nicht den Eindruck, als wollten sie dort sein.

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