Lockwood & Co: Die raunende Maske von Jonathan Stroud

Lange musste Karin auf die Fortsetzung der Lockwood-Reihe warten und hat zwischendurch sogar keine Lust gehabt, etwas anderes anzufangen. Denn es konnte ja jeden Tag bei ihr zu Hause angekommen. Dann war es endlich da und nun lässt sie uns gleich an ihren Gedanken teilhaben. Endlich halte ich ich ihn in meiner Hand!
Dem dritten Lockwood & Co-Band fiebere ich schon entgegen seit ich „Der wispernde Schädel“ beendet habe.
Etwas Sorge hatte ich allerdings schon, ob meine hohen Erwartungen wieder erfüllt werden können.
Aber da konnte ich eigentlich ganz beruhigt sein. Schon nach der ersten Seite war ich wieder mitten drin in Ektoplasma, Salzbomben und Waberern.

Dieser Band fängt diesmal mit einem kleinen, in sich abgeschlossenen Abenteuer an. Das ist zwar erst einmal etwas frustrierend, denn man würde doch zu gerne wissen, was denn nun im geheimen Zimmer in Lockwoods Haus zu finden ist (Leser von Band 2 erinnern sich sicher!), aber da muss man sich noch einige Seiten gedulden. Der erste Fall ist allerdings bestens geeignet um wieder ganz in das geisterverseuchte London eintauchen zu können. So wird man perfekt auf die folgenden Geschehnisse eingestimmt.

Unsere drei Helden sind zunächst wie immer. Sympathisch und kampfbereit sorgen sie sie für jeden Menge Action. Langweilig wird es garantiert nicht!
Schön, dass Stroud es bei der Ich-Erzählerin Lucy belässt und noch schöner, dass der Schädel noch mehr Anteil bekommt. Gerade seine Kommentare sorgen für den richtigen Pfeffer in diesem Band!

Leider bleibt es nicht so harmonisch bei Lockwood und Co. Da mir die Dynamik zwischen den dreien immer besonders gut gefallen hat, musste ich diesmal leider einige Abstriche machen. Hier entfernt sich Lucy nämlich aus verschiedenen Gründen immer weiter von der Gruppe. Das führte dazu, dass ich mich diesmal nicht ganz so wohl gefühlt habe wie in den ersten beiden Bänden.
Die Entwicklung der einzelnen Charaktere wird jedoch einfühlsam und plausibel beschrieben, so dass man über die Qualität dieses Bands nicht meckern kann.

Wie immer ist die Geschichte aber nicht nur äußerst spannend, sondern auch extrem witzig. Man wird auf das Beste unterhalten! Besonders Strouds bildhafte Vergleichen regen immer wieder zum Schmunzeln an.

Allerdings dauert es diesmal etwas bis die Hauptgeschichte rund um die Geschehnisse in Chelsea in Gang kommt. Es gibt mehrere kleine Fälle, die viel Platz bekommen. Eigentlich geht es mehr um Lucys stärker werdende Gabe, die in mehreren Fällen zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Das endet dann in einem ganz bösen Cliffhanger, weil Stroud auf der letzten Seite eine ziemliche Bombe platzen lässt. Nun müssen wir uns um das Team echte Sorgen machen und uns bis zum nächsten Teil gedulden um zu wissen, wie es weiter gehen wird.

Aber nicht nur wegen der Geschehnisse auf der letzte Seite will man unbedingt weiter lesen. Auch in diesem Band geht es eher nur häppchenweise mit der übergreifenden Handlung voran, dafür bieten sich aber unzählige Gelegenheiten für die wildesten Spekulationen. Ich bin schon gespannt, wie am Ende tatsächlich alles zusammenhängen wird!

Fazit: Wieder beste Unterhaltung!

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