Manchmal von Marina Schuster

Marina Schuster gehört mit ihrer McDermott-Saga zur erfolgreichen Riege der Selbstpublizierer.

Irgendwann kam ich selber dann natürlich nicht mehr an ihr vorbei, vor allem da die Inhaltsangaben eine nette Liebesgeschichte im Stil von Linda Lael Miller versprachen. Romantik im nicht mehr ganz so wilden Westen also. Und genau das bekommt man auch!

Eine nette Liebesgeschichte und sympathische Protagonisten, etwas Witz, etwas Romantik und das alles in eine flüssige Sprache verpackt. Nichts, was das Genre neu erfinden würde, aber gefällige Standard-Unterhaltung für einen kalten Wintertag oder einen Nachmittag am Strand.

Wer einen Roman der Saga gelesen hat, sollte sich den Rest auch noch vornehmen, denn das Gesamtkonzept ist stimmig und hat mir besonders viel Freude gemacht.

In jedem Band findet ein Paar zueinander (sie sind also abgeschlossen und auch unabhängig voneinander lesbar), aber dennoch sind alle Bände natürlich miteinander verbunden.

Stärker als es sonst in ähnlichen Buchreihen oft der Fall ist.

Jeder Band (außer dem ersten natürlich) beginnt mit einer Hochzeit und die Geschichte des Vorpaares wird zunächst einmal weiter erzählt bis sich die Handlung dann auf das neue Paar konzentriert. Das gibt der Reihe eine besondere Note, ebenso wie die geschickte Umsetzung der jeweiligen Titel in der jeweiligen Geschichte. Nicht umsonst heißt dieser Band also „Manchmal“ oder der erste Band „Niemals“, auch wenn die Titel zumindest auf mich zunächst einen etwas seltsamen Eindruck machten.

Im zweiten Band wird also der eher steife, älteste McDermott-Bruder verkuppelt. Es ist schon recht amüsant zu sehen, wie die chaotische Melody sein Leben kräftig durcheinander wirbelt, was er allerdings nahezu ohne jede Gegenwehr zulässt.

Melody selber verstrickt sich hingegen dermaßen in ihren Lügen, das ich nur den Kopf schütteln kann. Etwas mehr Ehrlichkeit von ihrer Seite (vor allem, da sie ja für die gesamte Situation ja nichts konnte) wären hilfreich gewesen. So kamen mir die Probleme doch ein wenig künstlich geschaffen vor, aber da ich mich gut unterhalten habe und eine lange Busfahrt so angenehm verkürzt wurde, störte das nicht sonderlich.

Fazit: Netter Liebesroman für Zwischendurch, der zu einer stimmigen Buchreihe gehört.

McDermott-Reihe:
1. Niemals
2. Manchmal
3. Oft
4. Immer
5. Vielleicht

Eine Rezension aus der Feder meiner Gastrezensentin Karin

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