Mein Traum: das eigene Kinderbuch

Im Dezember 2012 bin ich mit meinem heutigen Mann Markus zusammengekommen. Und wie es in einer wunderbaren Beziehung so ist: durch seine Hilfe und Unterstützung und damit durch ihn, sind einige meiner großen und kleinen Träume und Wünsche in Erfüllung gegangen. Ich habe zwei wundervolle Kinder, bin verheiratet. Ich hatte Reitunterricht, hab mein eigenes kleines Kochbuch und einen kleinen pelzigen Mitbewohner namens Mila. Ich durfte einen Tag mit Falken, Eulen & Co. arbeiten und habe schöne Reisen gemacht. Immer war Markus an meiner Seite und dafür bin ich so unendlich dankbar.

Irgendwann Anfang des Jahres saß ich auf der Couch, las in einem Kinder-Reiseführer und lächelte immer wieder vor mich hin. Die Art und Weise der Autorin, zwei Kinder quer durch Deutschland auf Reisen zu schicken und deren Abenteuer mit einem kleinen Reiseführer zu koppeln gefiel mir ausgesprochen gut.

Ich dachte, erst einmal nur für mich, über den Wunsch nach, der der in mir reifte. Würde ich mich das wirklich trauen? War ich dazu in der Lage? Und würde ich dranbleiben können?

Tage später, in einer ruhigen Minute, erzählte ich Markus davon. Er hörte zu und dann … bestätigte er mich. Er bestätigte mich in meiner Idee, meinem Vorhaben. Er war der Testleser für die erste, die Fan-Geschichte zu den Büchern von Lilly und Nikolas und er war es dann auch, der meinte, ich soll es versuchen.

Von Anfang an war mir klar, dass es „nur“ ein Buch für meine Kinder werde sollte. Das in diesem Buch ihre Erlebnisse in unseren gemeinsamen Urlaub darin enthalten sein sollten.

Von Anfang an war mir klar, dass dieses Buch mein Weihnachtsgeschenk an die Kinder werden soll. Für sie, für ihren kleinen Freunde in unserem Freundeskreis und für die Familie.

Und so versuchte ich es. Ich fasste unsere Urlaube in der Lüneburger Heide, auf Rügen und im Westerzgebirge in Worte, erzählte unserer Erlebnisse, was unsere Kinder mit uns erlebten.

Zuerst waren es noch Lilly und Nikolas, die die Geschichten erlebten, aber dann beschloss ich mitten im Schreiben, dass die Kinder so heißen sollten wie unsere Mäuse: Florentine und Maximilian.

Ich wollte diese Idee, mein Tun für mich behalten. Ich wollte nicht, dass jemand davon erfährt und dann gelacht wird, wenn ich abbreche. Doch das konnte ich dann nicht.

Ich schickte den Text, nach dem ich von meinem Vorhaben erzählt hatte, an zwei Autorinnen, die ich sehr gut kenne und sehr schätze. Beide Autoren haben mich, unabhängig voneinander, in meinem Tun bestätigt. Haben begeisterte Mails und Nachrichten geschrieben und mich so daran gehindert, mittendrin aufzugeben. Denn natürlich hatte ich zwischendurch auch das Gefühl, das es eh nix wird und das ich besser aufhöre.

Meine Idee, die Geschichten zu illustrieren, musste noch umgesetzt werden. Aber wen sollte ich damit beauftragen? Wer würde das für mich tun? Ich startete einen Aufruf auf meiner Seite bei Facebook und wurde von Steffi Bieber-Geske, der „Mutter“ von Lilly und Nikolas, an eine wunderbare Zeichnerin verwiesen. Claudia Meinicke hat bereits viele Bücher von Lilly und Nikolas illustriert und nahm sich meinen Geschichten an. Es entstanden wunderschöne Zeichnungen, die mein Herz höher schlagen ließen.

Model „Ella“ / Foto: Susanne Knebel

Ein Buch braucht eine Lektorin und auch wenn es „nur“ für meine Kinder, die Familie und ein paar Kinder aus dem Freundeskreis ein Buch werden sollte: ich hatte den Anspruch, das es nun auch gut werden soll.

Hier fragte ich eine dritte Autorin um Rat und auch hier kam Hilfe: diesmal in Form von Rebecca Feist, die so lieb war und in ihrer knappen Freizeit neben Job, Nebenjob und Kindern sich meinen Geschichten annahm und korrigierte.

Und nun, Weihnachten ist vorbei und alle Beschenkten haben mittlerweile ihr Exemplar in der Hand, kann ich es Euch erzählen.

Erzählen, dass dank meines wunderbaren Mannes und einem ebenso wunderbaren Team, wieder ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Und ich kann Euch das Buch, das übrigens den Titel „Zwei kleine Abenteurer entdecken Deutschland“ trägt, als Bild zeigen.

Und nun: ein ganz dickes DANKESCHÖN

Foto: © by Kathi Lipfert

Zuerst an Markus,
mein Herz und Verstand, mein Halt und meine große Liebe

an die Autorinnen Angelika Schwarzhuber und Stefanie Ross,
die die Texte zuerst gelesen haben und mir mit ihren Kommentaren den Mut gegeben haben, weiterzumachen

an Steffi Bieber-Geske
für die Vermittlung einer tollen Zeichnerin

an Claudia Meinicke
die meine Gedanken und meine Geschichte in tollen Bildern zum Leben erweckt hat

an Claudia Winter
für die Vermittlung „meiner“ Lektorin

an Rebecca Feist von Flinke Feder
für die Suche nach Fehlern und für das „Zurechtrücken“ des Textes

an Christine Sylvester von WorTTakt
für die Gestaltung des Covers

Ohne Euch wäre dieses kleine Buch nie entstanden.

Eines ist mir in den letzten Monaten, in denen ich seit dem Sommer an dem kleinen, gerade mal 100 Seiten starken Büchlein gearbeitet habe, klar geworden. Ich habe Respekt. Ich habe verdammt viel Respekt vor all den Autoren, die uns Leser immer wieder mit tollen Büchern versorgen.

Ich habe gemerkt, wie schwer es ist, sich neben Beruf, Familie und Freunden – also dem ganz normalen Alltagswahnsinn – noch die Zeit zu nehmen um zu schreiben. Bei mir ist es nur ein Hobby, war es ein Spaß. Aber die Autoren da draußen verdienen damit noch ihr Geld. Haben Abgabetermine. Haben Verleger, Lektoren und Fans, die auf neuen „Stoff“ warten. Ich ziehe meinen Hut und kann nur sagen „Ich finde es toll, wie ihr das macht!“

 

 

 

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3 Responses to Mein Traum: das eigene Kinderbuch

  1. Silvia sagt:

    Liebe Katja,
    ich freue mich mit dir, weil du dein Ziel erreicht hast. Herzlichen Glückwunsch! ❤
    Viele liebe Grüße, Silvia

  2. Antje Liebel sagt:

    Liebe Katja,

    hach ich freu mich riesig für dich und das sich dieser Wunsch von dir erfüllt hat. Großartig und meinen tiefen Respekt dafür!

    Liebe Grüße Antje

  3. Claudia sagt:

    Liebe Katja, ich bewundere, wieviel Liebe und Hingabe Du in Dein Projekt gesteckt hast. Für Deine kleine Familie ist es damit zu etwas ganz Besonderem geworden. Und danke, dass ich ein Teil des Projekts sein durfte. Es ist Dir wirklich gut gelungen und ich ziehe meinen Hut, vor dem, was Du so “ ganz nebenbei“ geleistet hast.
    Herzliche Grüße Claudia

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