Mia Leoni … Interview-Reihe Autorensofa

Der Steckbrief

Name: Mia Leoni
Sternzeichen: Löwe
Homepage: www.mia-leoni.de

Mein Lieblingsbuch … gibt es nicht. In den letzten Jahren habe ich keine Bücher gelesen, die mich wirklich vom Hocker gehauen haben. Sicher waren viele richtig gute dabei, aber nur früher als Teenie habe ich Bücher auch zwei- oder dreimal gelesen, weil ich sie toll fande.

Mein Lieblingsfilm …Freunde mit gewissen Vorzügen. Warum? Frech, ehrlich, unendlich humorvoll. Ich liebe es, wie ungezwungen die Hauptfiguren miteinander sprechen, auch über Sex. Und die Lovestory ist einfach nur süß.

Mein Lieblingsessen …Puh … hat man das nicht nur als Kind? Da waren es Hefeklöße mit Heidelbeeren.

Mein Lieblingstier … Früher mochte ich natürlich Pferde. Für die Wohnung allerdings zu groß. Hunde liebe ich auch, aber ich hätte keine Zeit für einen eigenen.

Meine Lieblingsstadt … Erfurt, meine Heimatstadt. Ich liebe sie. Deshalb bin ich nach sechsjähriger Abstinenz auch wieder zurückgekehrt.

Mein Lieblingsland … Südafrika! Mit all seinen Facetten. Ob Wüste, Strand, Großstadt, Berge oder Busch: Ich habe alles gesehen und habe mich verliebt. Ein faszinierendes Land, das man gesehen haben muss.

Mein Lieblingsgetränk … Sekt – ganz eindeutig J

Ergänze bitte den folgenden Satz:

Ich schreibe Bücher … weil ich hier meine eigene Welt erschaffen kann. Ich bin ein Träumer.

Ich lese am liebsten … abends im Bett oder im Auto auf langen Fahrten.

Bücher sind … aneinandergereihte Worte, die meist eine wunderschöne Geschichte ergeben, manchmal aber auch nicht.

Was fällt dir spontan und ohne groß nachzudenken, zu folgenden Begriffen ein?

Unglaublich, dass ich immer noch kein Haus habe 🙂

Traum: ein Haus, wenn’s sein muss, auch direkt am Strand in einem warmen Land.

Zufriedenheit … ist etwas, das ich selten verspüre. Ich bin fast nie zufrieden mit mir selbst. Eine richtig schlechte Eigenschaft!

10 Fragen an Mia Leoni

Katja: Erzähl uns erst einmal etwas über Dich. Wer steckt hinter dem Menschen Mia Leoni ? Was bewegt Dich? Was macht Dich glücklich und was macht Dich traurig?

Mia: Oh, darüber könnte ich sicher einen ganzen Aufsatz schreiben. Mit nur wenigen Worten würde ich sagen, ich bin fleißig, zielstrebig, ehrgeizig und kann nicht sehr gut Nein sagen. In vielen Dingen bin ich Perfektionist. Aber ich bin kompromisslos, was nicht immer positiv ist, und manchmal ein ganz kleines bisschen egoistisch.

Was mich glücklich macht, ist meine Familie, mein Job, mein Hobby – alles worauf ich stolz sein kann. Was mich traurig macht, ist, wenn nicht geschätzt wird, was ich tue.

Katja: Du bist ja für mich quasi eine „Neuentdeckung“ als Autorin und ich kenne weder Dich noch Deine Bücher. Kannst Du mich neugierig machen? Warum sollte man unbedingt ein Buch von Dir lesen.

Mia: Gleich vorweg: Mein Debüt ist nicht perfekt, das ist mir bewusst. Aber ich schreibe gern und habe sehr viel Zeit und Geld investiert, um es für mich perfekt zu machen. Der Roman spielt in Florida, wo ich selbst vor fünf Jahren war. Daher fiel es mir leicht, die Emotionen zu beschreiben, die man beim Anblick der Natur dort hat. Es ist herrlich, und auf diese Reise würde ich die Leserin gern mitnehmen.

Natürlich ist nicht das Hauptthema Florida, sondern die Liebesgeschichte, die dort spielt. Die Gefühlswelt meiner Protagonistin fährt Achterbahn, als sie einen Mann kennenlernt. Problem ist: sie ist glücklich verheiratet – so denkt sie zumindest. Wie würde ich mich fühlen, was würde ich denken, hätte ich ein schlechtes Gewissen? Diese Dinge habe ich versucht, so authentisch wie möglich zu beschreiben. Dabei nehme ich kein Blatt vor den Mund. Ich muss zugeben, dass ich oft Kraftausdrücke gebrauche – so auch meine Protagonistin. Die Dialoge habe ich so gestaltet, wie ich es aus meinem Freundeskreis kenne.

Katja: „In Versuchung“ ist Dein Erstlingswerk und Du arbeitest bereits an der Fortsetzung des Romans. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Hast Du Dir mit dem Schreiben einen Traum verwirklichen können?

Mia: Inzwischen ist die Fortsetzung fertig und ich freue mich unheimlich, dass mein erstes Projekt abgeschlossen ist.

Schreiben tue ich eigentlich schon lang – wie das bei den meisten Autoren der Fall ist. Früher, als kleines Mädchen, habe ich Pferdegeschichten geliebt. Daran habe ich mich versucht. Damals kam ich aber nicht weit. Über die Jahre habe ich immer wieder Projekte angefangen und wieder verworfen, weil mir das Thema plötzlich nicht mehr gefallen hat. Mein Traum war es aber immer tatsächlich, irgendwann mal ein Buch zu veröffentlichen. Das große Problem war nur, ich hatte keine Ahnung, wie man einen Verlag für sich gewinnt. Das schien mir unmöglich. In meiner Schwangerschaft habe ich eine Autorin kennengelernt, die ihre Bücher selbst verlegt. Das kannte ich bis dato nicht. Sie hat es mir erklärt, und meine Motivation war zurück. Das Thema für meinen Erstling hatte ich schon lang vorher im Kopf, und 2014 habe ich dann angefangen, ihn zu Papier zu bringen … nein, in ein Word-Dokument.

Katja: Kann Deine Familie, können Deine Freunde Dich beim Schreiben unterstützen? Lesen Sie auch das, was Du schreibst?

Mia: Unterstützung von meinem Mann erhalte ich dadurch, dass er mich abends, wenn unsere Kleine ins Bett geht, schreiben lässt. Allerdings würde ich ihn ungern meine Texte lesen lassen. Erstens ist er nicht die Zielgruppe, und zweitens habe ich Angst, dass er mir das Manuskript zerpflückt. Das, was ich schreibe, hat nichts mit mir zu tun – nicht direkt jedenfalls. Es heißt nicht, dass ich so reagieren oder handeln würde. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das viele denken.

Andere meiner Freunde oder ein paar aus meiner Familie haben den Roman gelesen.

Katja: Du hast dich mit Autorenkollegen zusammengeschlossen, um eine Romanreihe herauszubringen. Was muss ich mir darunter vorstellen? Kannst Du uns mehr verraten?

Mia: Emma Wagner kam im, ich glaube, Februar 2015 auf mich zu und fragte, ob ich Interesse an einer gemeinsamen Facebook-Seite habe. Die Unterstützung unter den unabhängigen Autoren ist ungemein wichtig, und ich habe unheimlich gefreut, diesen Zusammenschluss nutzen zu können und neue Leserinnen aufmerksam zu machen. Bisher kannten mich ja nicht viele. Schnell verriet uns Emma ihre Idee, eine gemeinsame Romanreihe zu schreiben, wobei ich anfangs etwas skeptisch war. Es ist unheimlich schwer, fünf verschiedene Schreibstile aufeinander abzustimmen. Noch schwieriger ist es, eine gemeinsame Geschichte zu erfinden, die über fünf Romane nicht langweilig wird und in sich stimmig ist.

Unsere Himmelreich-Reihe besteht also aus fünf Teilen, und jeder wird von einer anderen Autorin geschrieben. In jedem Band geht es vorrangig um eine andere Protagonistin, die aber mit den anderen vier eng befreundet ist. Deshalb tauchen in jedem Teil auch die gleichen Personen wieder auf. Das war eine Herausforderung, der wir uns letztendlich aber alle gern gestellt haben.

Emma macht mit ihrem Band „Himmelreich mit kleinen Fehlern“ den Anfang. Er ist ab 1. Oktober erhältlich. Ich schließe mit Band fünf im Sommer nächsten Jahres die Reihe ab.

Katja: Man hört ja doch immer mal wieder, dass Autorinnen in der Elternzeit anfangen, zu schreiben. Was meinst Du, warum nutzt man gerade die Zeit dafür, sich vielleicht einen Traum zu verwirklichen?

Mia: Weil für Viele das Muttersein nicht reicht. Es ist unbeschreiblich schön, eine Mama zu sein. Aber viele Frauen wollen sich dabei nicht selbst verlieren, wollen einen Beitrag leisten, um doch jemand zu sein. Diejenigen, die vorher schon gern geschrieben haben, nutzen die Zeit, die sie in der Elternzeit haben. Ich habe mir meinen Roman z.B. vorher komplett im Kopf zurechtgelegt, als ich immer die Mittagsspaziergänge mit meiner Tochter gemacht habe. Sie hat geschlafen, und ich habe geträumt.

Katja: Bist Du regelmäßig im Internet unterwegs? Gibt es da Seiten, Blogs, die Du regelmäßig verfolgst? Wo sollte man unbedingt mal vorbei schauen?

Mia: Ich bin regelmäßig online, aber im Moment nur bei Facebook. Zu mehr fehlt mir gerade die Zeit.

Katja: Welcher Autor / welche Autorin hat Dich in Deiner Kindheit/Jugend begleitet und zu welchen Büchern greifst Du heute noch gern?

Mia: Früher waren es eher unbekannte Autoren, ich könnte gerade nicht sagen, wer mein Lieblingsbuch damals geschrieben hat. In meiner Jugend habe ich gern Stephen King gelesen, Die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson fand ich klasse oder auch die Bücher von Tom Rob Smith „Kind 44“, „Kolyma“ und „Agent 6“.

Heute lese ich unheimlich gern Liebesromane, im Moment bevorzugt von meinen Kolleginnen …

Katja: Ist es in Deinen Augen wichtig, Kindern die Begeisterung und das Interesse an Büchern zu vermitteln? Es ihnen quasi vorzuleben?

Mia: Auf jeden Fall! Lesen bildet, trainiert das Gehirn und die Phantasie. Ich bin echt froh, dass meine Kleine Bücher gern hat. Im Moment sind es nur Bilderbücher, aber das ist ein guter Anfang.

Katja: Und zu guter Letzt: Mein Blog befasst sich neben Büchern auch mit meiner zweiten großen Leidenschaft, dem Kochen. Hast Du vielleicht ein Lieblingsrezept, das Du mir und damit auch den Lesern des Blogs verraten würdest?

Mia: Öhm … ehrlich gesagt, stehe ich nicht oft in der Küche. Wenn ich es tue, dann jedoch gern. Ich liebe Ragout Fin. Klingt unspektakulär, aber ich zelebriere die Zubereitung und das Futtern im Anschluss. Bis ins kleinste Detail das Rezept aufzuschreiben, würde jetzt sicher den Rahmen sprengen. Ich verrate nur die wichtigste Zutat: Worcester Sauce – und zwar die Dresdner Art von Exzellent!

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