Mila erzählt: Mein Held

*mauz* war das ein Schreck heute Morgen. Ich bin noch ganz irritiert und zittrig. Muss mich gleich mal an mein Frauchen kuscheln und eine Runde schlafen.

Mein Frauchen hat vorhin wieder mit unserem Flo gespielt. Sie hat zwar auch mit mir geredet und als der Flo noch geschlafen hat, gekuschelt und gespielt mit mir. Aber trotzdem war ich irgendwie traurig und hab ganz viel Blödsinn gemacht. Frauchen meinte dann nur „ich hab nachher Zeit für Dich“ und hat weiter mit Flo gespielt. Das hat mich so gar nicht gefallen und so hab ich geturnt. Bin hoch auf den einen Bücherschrank wo ich öfters bin und dann … da ist noch ein Bücherschrank. Der ist höher als der andere, weil meine Katja ja so viele Bücher hat. Seit der Schrank gewachsen ist, war ich da nicht mehr. Aber jetzt. Jetzt will ich dahin. Ich bin über die offene Türe balanciert und dann gesprungen. Uii war das hoch. Jetzt erst mal ausruhen. Und ganz leise sein. Die Aussicht von hier oben ist spitze.

20150326_090119So langsam kommt aber der Hunger – ich würde jetzt so gern ein bisschen Trockenfutter schnurpsen, denn spielen und klettern macht hungrig. Aber wie komm ich denn hier wieder runter? *mauz* Ich weiß es nicht. Ob Frauchen mir hilft? Ich fange ganz jämmerlich an zu mauzen, immer wieder, erst leise und dann etwas lauter. Frauchen kommt, sucht mich aber findet mich nicht. Ich mauze noch einmal. Sie rennt durch den Flur, in das Kinderzimmer und schaut ins Bad. Schimpft vor sich hin und ruft mich. Ich mauze noch mal und endlich schaut sie hoch zu mir „Ach Mila …“ sagt sie und schüttelt den Kopf. „Was machst Du denn für Sachen?“ Sie holt Flo und das Handy und macht erst einmal ein Bild von mir. Ich will hier aber runter und mauze wieder. Die kleine Flo wird in ihr Ställchen gelegt, da lieg ich auch gern mal zum Schlafen drin, und ein Stuhl geholt. Sie klettert drauf, stellt sich auf die Zehenspitzen und will mich anfassen. Toll, Streicheleinheiten. Das freut mich und ich lasse es mir schnurrend gefallen. Nur dass sie mir dann unter den Bauch fassen will, gefällt mir nicht. Ich lasse mich nicht gern hochheben. Das weiß sie doch. Ich schubs sie mit der Pfote weg, und als sie es noch mal versucht beiße ich ganz vorsichtig zu. Eine kleine Warnung. „Mila ….“ Es klingt drohend und dann fügt sie hinzu „ich will Dir doch nur helfen.“

Aussichtslos … die Leckerlis die sie auf den anderen Schrank legt beäuge ich hungrig aber ich komm doch nicht hin.

Und dann ist er da … mein Retter mit den grauen Haaren. Mein Ersatz-Dosi, der Opa. Der schaut sich das Ganze an und während Oma und Frauchen den Flo für den Spaziergang anziehen hat er die rettende Idee. Er nimmt eine Kiste und hält sie über den Türrahmen. Dort springe ich drauf, er schiebt sie über den Türrahmen zum anderen Schrank – fast wie eine Fähre – und dann kann ich mich in Sicherheit bringen.

Schnell die Leckerlis verschlungen und dann bin ich auch schon wieder auf dem sicheren Fußboden und versteck mich erst mal.

Danke lieber Opa *schnurr* für die Rettung. Jetzt muss ich aber erst mal schlafen und mich trösten lassen. Das war mal wieder ein richtiges Katzenabenteuer für mich.

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