Operation Maulwurf von Mila Roth

„Operation Maulwurf“ ist der vierte Teil einer Serie um den Agenten Markus und der eher unfreiwilligen Agentin Janna. Wie ich auch schon bei den letzten 3 Bänden der Serie immer wieder gesagt habe, erinnert mich diese Reihe sehr an die Serie „Agentin mit Herz“ und so passiert es mir leider, dass im Kopfkino nur die Bilder der Serie „flimmern“ und keine eigenen Figuren entstehen. Aus dem Grund kann ich nicht so richtig los- und mich daher auch nicht so richtig auf das Buch einlassen.
Wenn ich ein Buch, egal ob ein Liebesroman, ein historischer Roman oder wie hier ein Krimi ist, liebe ich es, wenn dabei ein „Kopfkino“ entsteht. Ich mag es, wenn in meinem Kopf die Figuren lebendig werden und ich ganz genau nachvollziehen kann, was sie warum und wie tun.

Vom Grundsatz her und das sag ich sehr gerne, mag ich sowohl die Geschichte als auch die Protagonisten. Die Story um Janna und Markus nimmt immer mehr Fahrt auf, wurde in diesem Band sogar richtig spannend.

Es gibt einen Maulwurf der enttarnt wird; ein Mordversuch und jede Menge Action. Auch die Frage ob Janna und Markus ein Paar werden bewegt natürlich und ist immer wieder präsent. Es knistert zwischen den beiden gehörig, und die Andeutungen sind da – mal mehr und mal weniger deutlich. Nur: wie lange muss der Leser noch warten? Wie lange werden die Leser und auch die Protagonisten noch auf die Folter gespannt. Was muss passieren, bis aus den beiden ein Paar wird?

Was mir immer wieder gut gefällt sind die Einblicke in das Familienleben von Janna und auch die, wenn gleich wenig deutlicheren und nicht so herausgearbeiteten Einblicke in das „frühere“ Leben von Markus. Gerade bei Markus würde ich mir noch etwas mehr erhoffen. Warum ist er gerade den Weg gegangen? Warum hat er sich entschieden, Agent zu werden?

Der Schreibstil des Buches erinnert mich immer wieder an ein Drehbuch. Kurz, prägnant – sowohl vom sprachlichen her aus auch von der Geschichte.

Da bin ich von der Autorin anderes gewöhnt. Bücher, die mehr fesseln und mich tiefer in die Geschichte hinein ziehen. Dennoch ist diese Reihe gute Unterhaltung – eine „Vorabendserie“ in Buchform, die sich schnell, flüssig und leicht lesen lässt.

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