Pandora: Gewagte Befreiung von Stefanie Ross

Diesmal lasse ich es sein – diesmal spare ich mir die immer wiederkehrenden Gedanken, die ich beim Lesen eines Buches von Stefanie Ross habe. Diesmal sage ich es gleich: Sie hat es mit „Pandora“ wieder geschafft.

Innerhalb von 2 Wochen ist es mein zweites Buch der Autorin, das ich verschlungen habe, sie war im November sehr fleißig und hat gleich zwei neue Bücher an den Start gebracht. Zuerst Kaleidoskop und nun Pandora. Und obwohl sie innerhalb kürzester Zeit erschienen und von mir verschlungen wurden, habe ich keinerlei Ermüdungserscheinungen bemerkt. Weder bei der Autorin in Bezug auf Schreibstil, Rhythmus oder bei der Geschichte noch bei mir als Leser.

Im Gegenteil: Rasant und spannend, gewürzt mit einer großen Prise Humor nimmt das Buch den Leser von der erste Seite an gefangen und lässt ihn nicht mehr los.

Der Sog der Bücher ist mir bekannt, aber ich bin immer wieder überrascht, wie stark er doch ist und wie groß jedes Mal mein Bedürfnis ist, schnell weiterzulesen, tiefer in die Geschichte einzutauchen. Jede Unterbrechung ist einfach nur störend und nervig und wer es wagt mich zu stören, bekommt (mindestens) einen bitterbösen Blick zugeworfen.

Da ich zwei kleine Kinder zu Hause habe, lese ich derzeit meist nur Abends und dann kann es passieren, dass ich alles um mich herum vergesse. Auch, dem kleinen Mann die Flasche zu geben bzw. den Weg ins Bett zu finden.

Diesmal ist Jake die Hauptfigur und ich habe mich sehr gefreut, dass er nun mal an der Reihe ist.

Auch wenn die Autorin ihn – und auch seine Freunde – unvorstellbaren Qualen und gemeinen Verletzungen aussetzt – endlich lernen wir ihn näher kennen. Und ich habe jede Minute genossen. Man versteht auf Grund der Geschichte, die erzählt wird, warum er sich so entwickelt hat, warum er den Spitznamen „Ice“ erhalten hat.

Was mir an den Romanen von Stefanie Ross immer besonders gut gefällt, ist der Fokus auf die Freundschaft der doch so unterschiedlichen Männer. Eine Freundschaft, die nicht viel hinterfragt. Eine Freundschaft, die so stark ist, das sie tatsächlich nicht so leicht erschüttert werden kann. Auch wenn Jake es in diesem Buch erst so richtig begreifen lernt – nur gemeinsam ist man stark könnte das Motto des Buches und eigentlich auch der Reihe sein.

Der Fokus des Buches „Pandora“ liegt diesmal mehr auf Spannung und Action, es geht richtig rund, wird brandgefährlich und nicht alle überstehen dieses Buch unbeschadet.

Der bekannte Ross-Humor blitzt auch hier immer wieder auf, aber diesmal habe ich das Gefühl, das das ernstere Thema weitaus überwiegt.

Ich hatte auch das Gefühl, das das Buch diesmal wesentlich härter ist als die anderen Bücher. Ich habe so manches Mal hart schlucken müssen. Die Folter, die Verletzungen, die vielen offenen Fragen. Die Autorin schickt die Figuren und auch die Leser durch eine Hölle aus Spannung und Ungewissheit. Vorallem letzteres war manchmal durchaus sehr hart.

Meine Lieblingsfiguren neben Jake in dem Buch waren seine Frau Lisa und seine Tochter Shelley. Die bedingungslose Liebe, dieses tiefe Vertrauen und vorallem die Art in der die beiden beschrieben werden. Vorallem Shelley – sie ist einfach zu goldig. Relativ am Ende gibt es eine Szene von Shelley und ihrem „persönlichen Leibwächter“ Malte – so zuckersüß, das ich ein Grinsen im Gesicht hatte.

Das sind die ruhigen Momente, die auch das spannendste und härteste Buch ein wenig die Härte wegnehmen. Und solche Momente braucht das Buch auch.

Noch ein Wort zur Action: Die Bücher von Stefanie Ross sind alle recht action- und spannungsgeladen. Aber es ist nicht die plumpe „Hau-drauf-Action“. Ich weiß nicht wie ich es direkt beschreiben soll, aber die Actionszenen werden so detailreich und doch „behutsam“ geschrieben, das ich sie richtig gerne lese. Ich sehe es vor meinem inneren Auge, aber ich ekel oder grusele mich nicht. Es hat Stil, wie Stefanie solche Szenen beschreibt. Ihr ganz eigener Stil. Und ich bin sicher, den würde ich mittlerweile auch so erkennen.

Alles in allem kann ich wieder nur sagen: Bravo liebe Stefanie Ross und bitte mach weiter so. Damit wir noch viele Bücher von Dir lesen können und damit wir noch viel tolle Lesestunden mit „unseren“ Jungs haben.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 möglichen Sternen.

Daten:
Autor: Stefanie Ross
Titel: Pandora – gewagte Befreiung
Taschenbuch: 538 Seiten
Verlag: Montlake Romance (November 2016)
ISBN-13: 978-1503941014

Did you like this? Share it:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*