Querbeet mit Christine Sylvester

Ein neues Buch herauszubringen, das „Baby“ in die freie Wildbahn zu entlassen, ist für jeden Autor, für jede Autorin etwas Besonderes. Das neue Baby dann das erste Mal in der Öffentlichkeit auf einer Lesung zu präsentieren ist aufregend.

Am 14. April war es soweit … Christine Sylvester sollte zum ersten Mal ihren neuen Regionalkrimi „Adel verzichtet“ präsentieren. Und so machten wir zwei uns von Dresden auf den Weg ins 150 km entfernte Netzschkau. Ziel: die Kräutergärtnerei Sagan. Hier sollte, im Rahmen der Krimi-Literatur-Tage Vogtland, eine Lesung unter dem Motto „Querbeet mit Christine Sylvester“ stattfinden.

Die Eintrittskarten waren im Vorfeld für 12 Euro zu bekommen und beinhalteten, neben der Lesung, ein Begrüßungsgetränk und ein Kräuterbüffet. Zugegeben, gerade auf letzteres war ich extrem neugierig.

Wir starteten recht pünktlich und hatten dann, auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens, doch Schwierigkeiten pünktlich anzukommen. Die 1 Stunde und 40 Minuten Fahrtzeit vergingen hinzu recht schnell, hatten wir doch genug zu schnattern. Kaum eingetroffen trafen wir die letzten Vorbereitungen und dann ging es auch schon los.

Petra Steps – Organisatorin der Krimitage, Journalistin und Autorin übernahm die Vorstellung und Anmoderation der Lesung und dann ging es auch schon los. Etwa 20 Zuhörer saßen gespannt in dem gemütlichen Kaffee, warteten auf das was kam und nippten an ihren Begrüßungsgetränken. Hier gab es wahlweise Sekt oder Saft.

Christine stellte erst sich und dann ihr neues Buch „Adel verzichtet“ vor. Aus diesem Buch las sie auch als erstes einige Kapitel vor und brachte die Leser gerade mit den Beschreibungen der Gräfin immer wieder zum Schmunzeln.

Collage (1)

Der Lesungstisch war stimmungs- und liebevoll dekoriert. Besonders die alte Schreibmaschine gefiel mir; die Schreckschusspistole rundete den Krimieindruck ab und sorgte noch für schöne Fotomotive.

Nach der Lesung aus dem zweiten Teil von Kökkenmöddinger signierte Christine das erste Mal Bücher und die Gäste strömten zum Büffet. Es war liebevoll angerichtet, der Kartoffelsalat und die Schnittchen waren sehr lecker – aber irgendwie hatte ich mir in einer Kräutergärtnerei, in einem Kräutercafe, etwas anderes vorgestellt. Vielleicht eine leckere Kräutersuppe? Oder einen Salat aus Kräutern? Dennoch – es sah ansprechend aus und schmeckte lecker und so gestärkt verging die Pause wie im Flug.

Collage (3)

Den zweiten Teil der Lesung bestritt Christine aus verschiedenen Anthologien. Petra Steps hat, als Herausgeberin und Mitautorin, einige diese Anthologien bereits herausgebracht und weitere werden folgen. In drei dieser Bücher ist Christine Sylvester jeweils mit einem Krimi vertreten und aus zweien las sie nun jeweils ihre Krimi. Das war einmal „Vogtländisches Blut(bad)“ mit dem Kurzkrimi „Koselmucks Katharsis“ und als zweites dann „Sport ist Mord“ mit dem Kurzkrimi „Enrico kann nur Motor“

Collage (2)

Beide Krimis kamen beim Publikum zwar gut an – besonders beim zweiten wurde öfters gelacht und mehr mitgefiebert, doch gekauft wurde dann keines der beiden Bücher. Die Käufer griffen eher zu „Psychopathen-Polka“ und den beiden Kökkenmöddinger’s.

Kurz nach 21 Uhr war dann alles vorbei und wir packten zusammen. Ich unterhielt mich noch kurz mit Rüdiger Sagan, dem Inhaber der Kräutergärtnerei Sagan, der mit etwas über die Gärtnerei und zukünftige Pläne erzählte. Und noch kürzer mit Petra Streps. Ich hätte gern etwas mehr über das neue, im Juli erscheinende Buch „Wer mordet schon im Erzgebirge“ erfahren, welches mich persönlich sehr interessiert.

Gegen 21.15 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg nach Dresden und ich schloss dann 2 Stunden später die Türe zu meiner Wohnung auf.

Es war ein schöner, wenngleich auch anstrengender Abend und wenn ich den zweiten Teil von Kökkenmöddinger nicht schon zu Hause gehabt hätte, hätte ich dieses Buch mit Sicherheit sofort gekauft.

 

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