Reisebericht: Brandenburg – das Ruppiner Land

Heute möchte ich Euch von einem Ausflug ins brandenburgische erzählen. Genauer gesagt von einem Familien-Kurzurlaub in Rheinsberg.

Wir starteten, da mich meine Familie von einer Convention abholte, in Berlin und hatten so mit knapp 100 km keine weite Strecke mehr vor uns.

Aber ehe wir in unser Hotel fahren würden – die Anreise durfte erst ab 15 Uhr erfolgen – machten wir natürlich einen Zwischenstopp. Schließlich wollten wir mehr als nur  unseren Urlaubsort erkunden.

Und so stoppten wir auf der Fahrt in unser Hotel in Neuruppin.

Neuruppin ist eine Kreisstadt im Norden des Landes Brandenburg und trägt den Beinamen „Fontanestadt“. Warum? Weil der Dichter Theodor Fontane hier 1819 das Licht der Welt erblickte.

Neuruppin gehörte im Mittelalter zu den größeren nordostdeutschen Städten. Erhalten sind aus dieser Zeit unter anderem Teile der Stadtmauer, Teile der Klosterkirche St. Trinitatis (1246), die St. Georgs-Kapelle (1362), das Siechenhospital (1490) mit der 1491 geweihten St.-Lazarus-Kapelle sowie Reste des Seeviertels.

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Uns blieb leider nicht viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Aber sie landete auf unserer Liste der sehenswerten Städte, für die wir uns gern noch einmal mehr Zeit nehmen würden und die wir auch gern mal für mehrere Tage besuchen würden. Denn bei unserem kurzen Bummel durch die Stadt haben wir viele schöne Ecken entdeckt, die tiefergehende Erkundungen auf jeden Fall wert sind.

Eines haben wir entdeckt und gleich ausprobiert: ein wunderbares Cafe und zwar „Gerda‘s Cupcake Cafe“ direkt an der Seepromenade gelegen. Ein wunderbares, kinderfreundliches Kaffee in dem man zum Schlemmen und verweilen eingeladen wird. Die Bedienung war superfreundlich, zuvorkommend und Kindern gegenüber richtig lieb und die kleinen Törtchen, die dort in der Theke präsentiert wurden, machten die Auswahl zu einer „Qual der Wahl“. Gigantisch, kann ich dazu nur sagen. Dazu ein leckerer Kaffee und der Blick vom inneren des Cafe’s nach draußen auf den Ruppiner See – das waren Momente der Entspannung für Markus und mich, während unsere Tochter spielen konnte.

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Von Neuruppin aus ging es dann nach Kleinzerlang. Dort, in einem Ortsteil von Rheinsberg, liegt das „Precise Resort Marina Wolfsbruch“. Das „kinderfreundliche“ Resort, das für die nächsten 2 Nächte unser zu Hause sein sollte. Einen Bericht über das Resort spare ich mir an dieser Stelle, ich könnte keine Empfehlung dafür abgeben.

Hier verbrachten wir den Rest des Tages und den Abend.

Am nächsten Tag stand zum einen Rheinsberg auf dem Programm. Unser Ziel war das Schloss Rheinsberg, besser gesagt der Schlosspark. Den wollten wir gemütlich und entspannt erkunden und obwohl der Wettergott uns neben Sonnenschein auch dunkle Wolken und einen heftigen aber kurzen Regenguss mit Graupel schickte, genossen wir die Zeit.

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Da, wo heute das wunderschön anzusehende Schloss steht, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Später wurde – durch die Familie von Bredow – ein Wasserschloss daraus.

Das Gemäuer hat eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich – mit vielen Familien die darin lebten, es veränderten.

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So lebte König Friedrich II. mit seiner Frau, der Kronprinzessin Elisabeth Christine, in dem südlichen Flügel des Schlosses. In den Jahren bis 1740 ließ Friedrich das Schloss umfangreich von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, ausbauen und erweitern.

Friedrich selbst bezeichnete seine Jahre auf Schloss Rheinsberg immer als die „glücklichsten seines Lebens“. Vier Jahre nach seiner Thronbesteigung 1740 schenkte er seinem jüngenen Bruder Heinrich das Schloss, der sich daran machte, Schloss und Park zu erweitern und zu verschönern.

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Das Schloss Rheinsberg ist auch literarisch sehr bekannt: Wer kennt sich nicht, die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von Theodor Fontane und die Erzählung „Rheinsberg: ein Bilderbuch für Verliebte“ von Kurt Tucholsky? Ich … das muss ich an dieser Stelle gestehen … kenne beides nicht, bin aber gerade dabei, das zu ändern.

Bis zur Enteignung in den Kriegswirren 1945 gehörte das Schloss dem Haus Hohenzollern, in den DDR-Zeiten war es eine Diabetiker-Klinik.

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Heute ist das Schloss – nach aufwendigen Restaurierungen – zu besichtigen und beherbergt unter anderem das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum.

Der Schlosspark kann von Besuchern, die entspannen und viel laufen wollen, besichtigt werden und gerade das hat uns viel Spaß gemacht und tolle Fotomotive beschert, wie die Bilder im Text zeigen.

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Mein zweiter Ausflugtipp ist der Tierpark Kunsterspring bei Neuruppin. Gelegen im Tal der Kunster, 13 km nördlich von Neuruppin, kann man den 16 ha großen Tierpark mit etwa 500 Tieren aus 90 Arten entdecken.

Uns hat besonders die Einbettung in das Waldgebiet gefallen, dazu die begehbare Eulenanlagen – ein Traum.

Ein Highlight war für uns, das wir die Fütterung sowohl der Luchs-Familie als auch der beiden Wildkatzen miterleben durften. Da wir die einzigen Besucher waren, die Interesse daran gezeigt haben, war es natürlich dann auch so, dass wir Fragen stellen durften und viel erklärt bekamen – vielleicht mehr als üblich.

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Und das war nicht nur ein besonderes Erlebnis für uns zwei Großen – auch unsere kleine Tochter war begeistert und hat gern die Tiere beobachtet und gestaunt. Wir auch – stellten wir doch fest, dass sie vor den Ziegen im Streichelgehege ein wenig Angst hatte, aber den Luchs am liebsten sofort gestreichelt hätte.

Damit will ich meinen Bericht über das Ruppiner Land beenden und hoffe, Euch hat der kleine Ausflug dahin gefallen.

Herzliche Grüße
Eure Katja

 

 

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2 Responses to Reisebericht: Brandenburg – das Ruppiner Land

  1. Samira sagt:

    Hallo Katja
    Ein wirklich toller Bericht mit schönen Fotos 🙂
    Da hat es den ein oder anderen Ort dabei, den ich auch gerne besuchen möchte wie zB das Café, dass wirklich sehr süss gelegen ist 🙂
    Liebe Grüsse und einen schönen Tag
    Samira von WLD

    • Katja Ezold sagt:

      Das Cafe ist echt toll. Wenn wir dort wohnen würden, wäre das auf jeden Fall unser Stamm-Cafe. Da stimmt einfach alles.
      Danke, das Du vorbei geschaut hast und ich freue mich, wenn Dir der Bericht gefällt.

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