Rob – Tödliche Wildnis von Stefanie Ross

Der Anwalt und die Rangerin …. ich glaube es kann keiner erahnen wie sehr ich mich auf den 3. Teil der DeGrasse-Serie von Stefanie Ross gefreut habe. Ich habe, da ich Luc und Jasmin sowie Jay und Beth in mein Herz geschlossen habe, dem Erscheinungstermin regelrecht entgegengefiebert. In der Hoffnung, dass ich beim Lesen des Buches „nach Hause komme“, das ich eine kurzweilige, spannende und leidenschaftliche Story bekomme. Und was soll ich sagen? Volltreffer!

In „Rob – Tödliche Wildnis“ habe ich all das gefunden, was ich erwartet habe. Und ich bekam noch ein bisschen mehr. Das Buch vereinte all das in sich, was ich von einem richtig guten Romantic-Thriller erwarte. Zum einen natürlich Romantic – ein Pärchen das sich findet, verliebt und wo es ein Happy End gibt. Und – logischerweise – Spannungselemente. Denn, es ist ja auch ein Thriller.

Die Autorin Stefanie Ross versteht es, auf Grund ihres Schreibstils und ihrer Sprachgewaltigkeit, den Leser vom ersten bis zum letzten Satz in den Bann der Geschichte zu ziehen und nicht wieder loszulassen.

Das beginnt mit den Charakteren des Buches. Diesmal spielt Rob, der dritte im Bunde der DeGrasse-Brüder, die Hauptrolle. Ein smarter Anwalt, der von seiner Familie einen Ausflug in den Yosemite-Nationalpark geschenkt bekommt. Dort trifft er auf Cat, die Rangerin, die vorher ein Marine war. Natürlich macht es „zoom“ und natürlich geraten die beiden in einen richtig großen Schlamassel.

Lieb gewonnene Figuren aus den ersten beiden Bänden machen das Lesen des Buches zu einem Treffen mit Freunden. Neue Figuren, von denen man hofft noch mal etwas zu lesen, werden eingeführt.

Wieder einmal zeigt Stefanie Ross, dass nicht jeder Schurke vom Grundsatz her ein Schurke ist. So auch hier wieder. Der Böse hier im Buch war nicht immer böse. Die Autorin zeigt auf, warum er so geworden ist. Das sein Leben erst normal war und dann erst, durch eine fatale Begebenheit, so aus dem Ruder gelaufen ist. Das ändert nichts daran, dass man ihn nehmen und windelweich prügeln will – und schlimmeres. Aber es erleichtert des Verstehen bei der Frage „Wieso“.

Sie zeigt auch auf, das nicht jeder, der als Taliban bezeichnet wird, wirklich einer der bösen ist. Das es auch hier, statt nur schwarz oder weiß, auch verschiedene Abstufungen gibt.

Meine Lieblingsfigur aus Luc tauchte hier wieder auf – und darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich hoffe, noch viel mehr von ihm zu lesen. Ein eigenes Buch für ihn wäre ein Wunsch von mir. In dem Band nahm er eine größere Rolle ein als ich je für möglich gehalten habe. Dafür sage ich Danke.

Ein riesiger Pluspunkt – in dem Buch wie auch in den Vorgängerbänden – sind hier die Dialoge und Wortgefechte. Ich musste mir mehr als nur einmal das Lachen verkneifen.

Durch die sehr detallierten Beschreibungen und die Charakterstudien werden sowohl die Umgebung als auch die Personen real. So, als ob mal live dabei ist. Gerade die Naturbeschreibungen aus dem Yosemite-Nationalpark waren so „kontrastreich“, das mein Kopfkino ansprang und ich quasi alles vor mir gesehen habe. Die Lichtspiele, die Farben, die Wälder und die Wasserfälle. Aber auch die Berglöwen – alles real und nah.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Figuren. Männer wie die DeGrasse-Brüder, die auf Grund ihrer Berufe und Fähigkeiten durchaus als Machos durchgehen würden, die aber auch ihre weichen Seiten haben und alles für ihre Frauen und die Menschen die sie lieben tun würden. Wenn ich mich entscheiden müsste, welcher der drei Brüder mein Liebling wäre, würde mir die Wahl zwar vom Grundsatz her sehr schwer fallen und es wäre sehr knapp. Aber dennoch eindeutig – LUC. Auch wenn Rob, der smarte Anwalt der über sich hinaus wächst und Jay, der kleine freche Bruder sehr nah rangekommen sind und sich auch einen Platz im meinem Leserherzen erobert haben.

Die „Mädels“ Beth, Jasmin und Cat – sympathische und starke Frauen, die ihren „Mann“ stehen, viel leisten und über sich hinaus wachsen. Die sich aber auch nicht scheuen, mal ganz Frau zu sein und sich bei den Männern die sie lieben, fallen zu lassen. Hier mag ich sie alle drei – jede einzelne und ich wäre stolz, wenn ich sie zu meinem Freundeskreis zählen könnte.

Eines merkt man „Rob“ an: Es ist das dritte Buch einer Serie und wenn man „Luc“ und „Jay“ der Reihenfolge nach gelesen hat, merkt man, das die Autorin sich mit jedem Buch weiterentwickelt. Das ihre Bücher immer flüssiger und besser werden, das sie es schafft sich immer weiter zu steigern.

Alles in allem war „Rob“ wieder ein wunderbares Buch, ein pures Lesevergnügen für mich. Ich habe jede einzelne Seite genossen und war traurig, als ich das Buch während des Lesens immer wieder zu Seite legen musste und noch trauriger, als es zu Ende war.

Liebe Stefanie, danke für den Lesegenuss, danke das ich Band 3 vor mir hatte und lesen durfte. Mir stellt sich nur eine Frage: Wann geht es endlich weiter? Wann darf ich wieder nach Hause kommen und mit dem 4. Band ein neues Abenteuer erleben?

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