Strandrosensommer von Tanja Janz

Ich bin in den letzten Wochen und Monaten immer mal wieder über den Namen Tanja Janz und ihre Romane gestoßen. Beim großen Versandhändler für Bücher wurden mir ihre Titel immer wieder als Empfehlung angezeigt. Bei „Strandrosensommer“ griff ich dann zu, versprach die Mischung aus Titel, Klappentext und Cover doch eine locker-leichte Sommerlektüre.

Locker-leicht und flüssig zu Lesen war die Geschichte auch, was hauptsächlich an dem angenehmen Schreibstil der Autorin liegt. Die detailreiche Beschreibung von St. Peter-Ording, der Blütenpracht und des Pferdehofes haben mir sehr gut gefallen und mich ein wenig in Urlaubsstimmung versetzen können.

Was mich enttäuscht hat war der sehr triviale Plot und die Charaktere, die jedes Klischee erfüllen und nicht wirklich sympathisch wirken.

Fangen wir bei den Charaktere an. Genervt hat mich Tante Ditte, die alles andere als souverän wirkte. Eher weltfremd und naiv – da hätte ich eher an eine junge Frau gedacht und nicht an eine Frau im reiferen Alter. Dazu ihr skurriles Hobby – eine Beschreibung einer solchen Geisterbeschwörung hätte gereicht und das Buch vielleicht ein wenig aufgepeppt. So wurde das Thema in Laufe des Buches „ausgelutscht“ und war statt witzig nur noch nervig.

Tante Dittes Pferdehof ist am Ende … und dann kommt Ihre Nichte Inga. Inga hat sich ewig nicht blicken lassen, dann kommt sie und natürlich wird alles gut. Denn Inga ist natürlich sehr fleißig, äußerst patent und bringt den herabgewirtschafteten Friesenhof mit ihren Idee zu neuem Glanz und aus den roten Zahlen heraus.

Damit sind wir bei der Geschichte. Natürlich kann nicht jeder Autor mit jedem Buch das Rad neu erfinden. Und natürlich kommt ein Plot immer wieder so oder so ähnlich vor. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn die Handlung ein paar Höhepunkte und/oder überraschende Wendungen hätten, die die Story interessant machen. Doch das Buch hielt für mich keine Überraschungen bereit, die Geschichte plätscherte träge vor sich hin und so wie ich sie gelesen hatte, war sie auch wieder vergessen.

Ein kleiner Pluspunkt ist das Rezept im Anhang. Hier erfahren wir, wie man Tante Dittes leckeren Milchreis kocht.

Ansonsten fällt mir eine Wertung sehr schwer. Das Buch ist sehr leichte Kost für einen Tag im Strandkorb, wo man vielleicht träumen kann. Es ist eine Geschichte für den Urlaub, wenn man abschalten und beim Lesen nicht groß nachdenken will.

Denn zum Nachdenken und Hängenbleiben gibt es hier nicht viel. Ich hab die Geschichte sehr schnell wieder vergessen und musste beim Schreiben der Rezension noch einmal den Klappentext zu Hilfe nehmen.

Es war mein erstes Buch der Autorin und aktuell weiß ich nicht, ob ich noch ein weiteres Buch von ihr Lesen werde. Denn fesseln oder gar begeistern konnte mich das Buch nicht.

Ich vergebe, auf Grund des Rezeptes am Ende des Buches, ganze 3 von 5 möglichen Punkten.

Daten:
Autor: Tanja Janz
Titel: Strandrosensommer
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch (Mai 2018)
ISBN: 978-3956498305

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