Training mit dem Lokomaten – Teil 3

Die ersten Wochen mit der Therapie ist nun zu Ende und es ist unheimlich viel passiert. Aber ich fange erst mal an zu erklären, wie so eine Therapieeinheit aussieht: Es fängt ruhig an: Sporthosen an, Orthesen und Schuhe an, Gurt anlegen, alles inzwischen Routine. Dann ab aufs Laufband, aufhängen (das klingt jetzt irgendwie komisch), die Beine in die Orthesen  bringen. Das gestaltet sich je nach Tagesform manchmal etwas kompliziert, da es wichtig ist das die Beine gerade festgemacht werden, sonst stimmt die Rotation nicht, was sich auch am Gangbild zeigt.

Danach wird nochmal geschaut ob alles stimmt und das Laufband wird langsam angeschaltet, hier wird noch einmal geschaut ob alle Einstellungen stimmen, ob die Füße  auf das Laufband ordentlich aufkommen, ob die Kniestreckung passt usw. Man merkt es kann unheimlich kompliziert sein. Nach einer Kalibrierung durch den Computer wird mein Gangbild ausgemessen und so die Einstellungen für die Übungen/Spiele festgelegt. Dann kann der Therapeut  verschiedene Spiele anmachen. 2 davon(das Kurvenspiel-wo ich irgendwie immer gegen die Wand gelaufen bin und das Münzen einsammeln gegen einen Roboter) habe ich ja schon im Bericht des Probetrainings erklärt. Ein weiteres Spiel ist der Gabarello, ein Raummännchen, was auf dem Mond Mondblumen einsammeln muss, und dabei auch über Steine und Berge wandern muss, die Schwierigkeit hierbei ist erkenntlich, oder nicht?

Der letzte Monat lief eigentlich sehr gut. Ich bin meist so 45-50 min gelaufen, meistens mit einer Gewichtsentlastung zwischen 26 und 40 Kilo, je nach Tagesform. Gelaufen bin ich dabei mindestens 800 m. Darauf kam es aber nicht an, sondern es geht ja auch um die Aktivität der Beine, so zeigte es sich innerhalb des Monats das die Ansteuerung der Beine etwas schneller wurde und das auch das linke Bein Aktivitäten zeigt ;), was ja so nie zu merken war. Natürlich gab es auch gemischte Tage, also wo nicht alles super lief, egal ob die Streckung der Knie nicht so funktionierte , wie ich das wollte oder die Stabilität des Oberkörpers nicht so passend war, solche Tage gab es einfach mal, und irgendwie folgten diese immer auf Therapieeinheiten, die einfach genial waren.

Insgesamt merke ich das sich die Sensibilität in beiden Beinen verändert, sie wird klarer,greifbarer, so merke ich im rechten Bein inzwischen noch stark abgeschwächt wenn ein Druck(also der Gurt um meine Bein oder eine Tasche) auf den Beinen ist. Links, wo ich nichts merkte, merke ich inzwischen die Spastik, Lok ob das so toll ist darüber kann man streiten. Nebenbei merke ich das die Oberkörperstabilität besser wird und sich mein Kreislauf stabilisiert. Und ganz toll : das Blasenvolumen, mein größtes Problemthema, steigt bzw. stabilisiert sich – für mich ein tolles Gefühl.  Natürlich gibt es auch negative Punkte: So „schmerzt“ mich der Muskelkater manchmal sehr, vor allen da das Schmerzgefühl manchmal etwas wirr ist. Aber auch das die Beine manchmal klitsch nass geschwitzt sind hat 2 Seiten. Gut ist, das ich langsam wieder anfange zu schwitzen, etwas was Jahrelang nicht klappte, Aber andererseits ist es auch anstrengend und riskant, weil ich geschwitzt natürlich nicht auskühlen darf. Und es gibt angenehmeres als nasse Beine zu haben augenzwinkernd

Was leider merklich war, ist das die Belastung des Trainings für den linken Arm, wo ich seit einiger Zeit Probleme habe, sehr hoch ist, was durch Schmerzen und Einschränkungen zu merken ist.

Trotzdem bin ich nach jeden Training, egal wie es lief einfach nur Happy.

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