Türchen 13: Weihnachtliches Interview mit Tanja Hagen

Tanja Hagen ist definitiv meine Neuentdeckung des Jahres und ich habe innerhalb einer kurzen Zeit alle ihre Bücher verschlungen. Vor und im Interview bezeichnete sich Tanja als Weihnachts-Grinch und ich muss gestehen, das hat mich immer wieder zum Lächeln gebracht. Hier kommt also mein Interview mit dem Weihnachts-Grinch Tanja.

Katja: Wie verbringst Du die Adventszeit? Was ist dabei für Dich ein absolutes Muss und was muss in Deinen Augen gar nicht sein? Gibt es Rituale bei Dir?

Tanja: Die Adventszeit ist, um ehrlich zu sein, für mich eine Zeit wie jede andere auch. Einzig die Adventssonntage sind ruhiger. Da nehme ich mir gerne auch viel Zeit um runterzukommen. Dann schaue ich mit den Kindern Weihnachtsfilme. Am liebsten alte von Disney, den Muppets und all das, was mir aus der Kindheit in Erinnerung geblieben ist. Hin und wieder natürlich auch Neuere. Ein Ritual ist die Muppet Weihnachtsgeschichte bis Weihnachten gesehen zu haben und ich bin Beutelmaus (Beutolomäus und der Weihnachtsmann) Fan und verpasse keine Folge. Ab und an findet man mich dann in der Küche beim Kekse backen, die gehören nämlich zu Adventszeit auch dazu.

Katja: Schmückst Du Dein Haus, Deine Wohnung weihnachtlich? Gibt es da ein Dekostück, das Dir viel bedeutet? Das Du vielleicht schon seit Deiner Kindheit hast oder mit einem besonders lieben Menschen verbindest.

Tanja: Ich schmücke sehr wenig. Es gibt einen Adventskranz, ein paar Kerzen bzw. Kerzenständer und Gläser und das war´s. Ich weiß total unweihnachtlich. Dekostücke gibt es ein paar für den Tannenbaum, die mir viel bedeuten. Strohsterne und Figuren, die meine Mutter mir vermacht hat und die jedes Jahr an den Baum kommen und ein Stern aus Perlen, den meine Oma gemacht hat.

Katja: Steht bei Dir ein Weihnachtsbaum? Wenn ja, in welchen Farben wird er bei Dir geschmückt? Und was muss ran an den Baum? Ist es ein echter oder ein künstlicher Baum?

Tanja: Es gibt eine echte Nordmanntanne die jedes Jahr etwas anders geschmückt wird. Mal in Rot und Gold, oder auch mal in Blau und Silber. Dran müssen auf alle Fälle die Strohfiguren und der Stern von Oma.

Katja: Wie sehen bei Dir die Weihnachtsvorbereitungen aus? Bist Du eher der Typ, der den Geschenkeeinkauf schon Wochen und Monate im Voraus erledigt oder eher der „Upps … schon wieder Weihnachten?“-Typ , der kurz vor knapp alles besorgen muss?

Tanja: Ich versuche alles rechtzeitig zu besorgen, bin aber so ein Chaot, dass ich ab und an etwas vergessen und dann feststelle „Verflixt morgen ist Weihnachten.“

Katja: Welche Bücher wirst oder würdest Du verschenken, wenn es nicht Deine eigenen sein dürften? Verschenkst Du überhaupt Bücher? Oder „Zubehör“ zu Büchern?

Tanja: Das ist total schwer zu beantworten, da in meiner Familie fast gar nicht gelesen wird. Mein Sohn hat im letzten Jahr die Tintenherz Reihe bekommen und meine Tochter entdeckt gerade neben Ostwind, Lotta Leben für sich. Meine Mutter hat im Frühjahr begonnen zu lesen und ich denke, da ich ihr schon mal ein paar Bücher von Kristina Günak mitgebracht habe, dass es ein Buch von Kris wird.

Katja: Ich schau ja sehr gern in die Kochtöpfe anderer, um mir auch selber neue Ideen und Inspiratitionen zu holen. Was kommt bei Dir Heiligabend auf den Tisch? Gibt es da traditionell Kartoffelsalat und Würstchen? Oder etwas ganz anderes.

Tanja: Bei Kartoffeln und Würstchen muss ich schmunzeln. Die gab es in meiner Kindheit immer. Bei mir und meinen Kindern hat sich zu Weihnachten und Silvester Rachlette eingebürgert, da ich selbst nicht so die große Köchin bin. Da haben wir alle viel Spaß beim vorbereiten und essen.

Katja: Möchtest Du mir Dein Lieblingsrezept in der Weihnachtszeit verraten?

Tanja: Das mache ich doch gerne. Es ist ein Rezept aus meiner Kindheit, welches meine Mutter in ihrer Zeit auf einem Lehrhof in einem kleinen Heft von Dr. Oetker gefunden hat. Die gehören im übrigen bei mir zu Weihnachten fest dazu, auch wenn ich sie selbst noch nicht gebacken habe. Aber sie sind ein Stückchen Kindheitserinnerung.

Nuss-Marzipantaler

Zutaten Teig:

150 g Weizenmehl, ½ TL Backin, 75 g Zucker, 1 Vanillin, 2EL Wasser,125 g Margarine, 150 g gemahlene Haselnusskerne

Zutaten Marzipan:

250g  Schwartau-Marzipan-Rohmasse, 150g Puderzucker

Zutaten Guss:

75g Puderzucker, etwa 2 EL Rum oder Zitronensaft

Zutaten zum Belegen:

feingehackte Haselnusskerne, feingehackte Pistazien oder halbierte Kirschen

Zubereitung:

Ein Mürbeteig zubereiten und2mm dick ausrollen runde Plätzchen 4cm (Schnapsglas) ausstechen Bei 175°C-200°C 8-10 Minuten backen.

Die Marzipan Rohmasse gut mit dem gesiebten Puderzucker verkneten, dünn auf gesiebtem Puderzucker ausrollen und Plättchen in Größe der Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen nach dem erkalten nur in der Mitte sehr dünn mit Gelee bestreichen und mit den Marzipanplätchen bestücken.

Für den Guss: Den gesiebten Puderzucker mit so viel Rum oder Zitronensaft glattrühren, dass eine dünnflüssige Masse entsteht. Die Marzipandecke der Plätzchen dünn mit Guss bestreichen und mit Haselnusskernen oder Pistazien bestreuen oder Kirschen belegen.

Katja: Was wünschst Du Deinen Lesern zu Weihnachten?

Tanja: Meinen Leser wünsche ich eine stressfreie Zeit im Kreise der Liebsten. Zeit um sich auf das zu besinnen, was das ganze Jahr viel zu kurz kommt. Ich wünsche ihnen, dass sie sich nicht wegen der Geschenke abhetzen sondern es als Geschenk nehmen, die Familie und Freunde um sich haben zu können, denn das können wir mit Geld nicht bezahlen.

Und dir liebe Katja, danke ich für das Interview (mit einem Grinch nicht einfach) und wünsche auch dir eine besinnliche Weihnachtszeit im Kreise deiner Lieben. Genieße die Zeit mit den Kindern, deinem Mann und erfeue dich am leuchten der Kinderaugen zu Heiligabend. Diese Zeit geht viel zu schnell vorbei.

 

 

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