Türchen 5: Weihnachtliches Interview mit Hanni Münzer

Im Oktober durfte ich ein Interview mit Hanni Münzer führen und habe ihr in dem Rahmen natürlich auch meine weihnachtlichen Fragen gestellt. Die Antworten dazu findet ihr jetzt hier, im Türchen Nummer 5.

Katja: Mit großen Schritten kommt nun die Weihnachtszeit auf uns zu, in den Regalen findet man schon lange die süßen Verführungen. Wie verbringst Du die Adventszeit? Was ist dabei für Dich ein absolutes Muss und was muss in Deinen Augen gar nicht sein? Gibt es Rituale bei Dir?

Hanni: Also, die Regale ignoriere ich… und die Werbung. Die nervt, genauso wie die ganzen zusätzlichen Prospekte, die als Zeitungsbeilage die Briefkästen fluten. Die wandern gleich in die Papiertonne. Schade um das Papier. Was ich sonst an Weihnachten liebe? Alles: das Plätzchen backen, den Baum schmücken, den Duft der Bratäpfel, den kleinen Weihnachtsmarkt in meinem Heimatdorf – all das verknüpfe ich mit den Erinnerungen an eine schöne Kindheit. Wir feiern traditionell zuhause bei uns und pflegen für die Kinder und Enkel die ganz großen Weihnachtsrituale. Jedes Jahr werden wir mehr, meine Familie ist sehr fruchtbar. Und so erleben wir jedes Jahr Weihnachten erneut durch staunende Kinderaugen.

Katja: Schmückst Du Dein Haus, Deine Wohnung weihnachtlich? Gibt es da ein Dekostück, das Dir viel bedeutet? Das Du vielleicht schon seit Deiner Kindheit hast oder mit einem besonders lieben Menschen verbindest.

Hanni: Schmücken, freilich, mit geerbten Kugeln, die schon sehr alt sind. Ich stelle immer wieder fest, alte Dinge halten länger. Früher produzierte man Dinge, die ein Leben lang halten sollten… Einen Engel besitze ich, der ist auch schon über fünfzig Jahre alt – handgemacht von einer schon verstorbenen Freundin meiner Mutter. Der bekommt jedes Jahr einen Ehrenplatz.

Katja: Steht bei Dir ein Weihnachtsbaum? Wenn ja, in welchen Farben wird er bei Dir geschmückt? Und was muss ran an den Baum? Ist es ein echter oder ein künstlicher Baum?

Hanni: Der Baum ist echt, in einem Topf – wo es möglich ist, vermeide ich alles Künstliche oder „Plastike“. Lametta sucht man bei mir auch vergeblich. Sonst kann alles an den Baum. Alt und neu, bunt ist er immer, auch dank der Kontribute der Enkel. Letztes Jahr hingen zwei Schnuller dran.

Katja: Wie sehen bei Dir die Weihnachtsvorbereitungen aus? Bist Du eher der Typ, der den Geschenkeeinkauf schon Wochen und Monate im Voraus erledigt oder eher der „Upps … schon wieder Weihnachten?“-Typ , der kurz vor knapp alles besorgen muss?

Hanni: Bei mir ist das eher entspannt. Geschenke gibt es nicht sehr viele. Auch kaufe ich lieber das ganze Jahr ein. Ich entdecke etwas und denke, das ist perfekt für meine Tochter und greife zu. Manchmal schenke ich es auch gleich, weil ich es nicht abwarten kann, ihr Gesicht zu sehen…

Katja: Welche Bücher wirst oder würdest Du verschenken, wenn es nicht Deine eigenen sein dürften? Verschenkst Du überhaupt Bücher? Oder „Zubehör“ zu Büchern?

Hanni: Ich verschenke das ganze Jahr Bücher, altersangepasst. Von Bilderbüchern bis Gesundheitsbücher („Bonusjahre“). Mit Büchern ist es wie bei Schuhen: Ich muss sie alle habenJ Und was ist denn um Gottes Willen „Zubehör“ zu Büchern? Cappuccinotassen?

Katja: Ich schau ja sehr gern in die Kochtöpfe anderer, um mir auch selber neue Ideen und Inspirationen zu holen. Was kommt bei Dir Heiligabend auf den Tisch? Gibt es da traditionell Kartoffelsalat und Würstchen? Oder etwas ganz anderes.

Hanni: Bei uns gibt es seit ungefähr 25 Jahren immer das Gleiche. Und da ein Teil der Familie vegetarisch ist, gibt es Weihnachten einen Kompromiss: erst Kürbiscremesuppe, dann Zürcher Geschnetzeltes mit Rahmchampignons und Bandnudeln, danach Tiramisu. Der fleischlos lebende Teil der Familie lässt es einfach weg und begnügt sich mit Suppe und Bandnudeln. Und NACHTISCH. Und Plätzchen…

 Katja: Möchtest Du mir Dein Lieblingsrezept in der Weihnachtszeit verraten?

Hanni: Sehr gerne.

Tiramisu á la Hanni:

Für 8 Personen:

8 Dessertgläser, 500 gr Mascarpone (Galbani), 5 frische Eier, 125 g Puderzucker, 50 ml Amaretto, 400 g Löffelbiskuits, 250 ml Espresso, Kakaopulver, Pfefferminzblätter als Deko (Vorschlag)

Eigelb von Eiweiß trennen – beides wird noch gebraucht.
Eigelb mit 125 gr Puderzucker schaumig schlagen
Mascarpone unterheben
Eiweiß in hohem Gefäß schnittfest schlagen
In Mascarponemasse unterheben
2 – 3 Stamperl Amaretto ebenfalls unterheben
Erste Lage: Mascarponemasse in die Gläser füllen
Darüber: eine Lage Löffelbiskuits, mit Kaffee tränken
Mascarponemasse gut deckend darüber
Noch eine Lage Löffelbiskuits, wieder mit Kaffee tränken
Nochmals Mascarponemasse gut deckend darüber
Letzte Lage, mit Kaffee getränkte Löffelbiskuits.
Diese reichlich mit Kakao bestäuben. Mit einigen Pfefferminzblättern garnieren
2 Stunden minimum in den Kühlschrank und … fertig.

Kleiner Tipp: Weniger Kaffee, dafür mehr Amaretto, so schmeckt man den Kaffee null. Yammi.

Katja: Was wünschst Du Deinen Lesern zu Weihnachten?

Hanni: Glück und Liebe.

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