Türchen 10 – Rezension

Und wieder ist Karin an der Reihe und hat einen weiteren weihnachtlichen Buchtipp für uns. Diesmal wieder eine weihnachtliche Kriminalgeschichte und wieder ein Kurzkrim.

Der Stern von Bethlehem von Ulli Eike

„Der Stern von Bethlehem“ ist eine kleine weihnachtliche Kriminalgeschichte, in der die Hauptprotagonisten Caro und Nessie (bekannt wohl bereits aus anderen Büchern des Autors) nicht nur einen wertvollen Messkelch wieder finden müssen, sondern auch die jährliche Choraufführung der Christmette retten müssen, weil eine Sängerin sich leider verdächtig macht.

Dieser Kurzkrimi ist wieder einmal eine echte Entdeckung für mich. Der flüssige, manchmal eher etwas spröde und sehr direkte Stil des Autors hat mir gleich zugesagt.
Die Protagonisten, allen voran Caro und ihre Lebensgefährtin Nesrin schließt man sofort ins Herz. Bei beiden kommt der Humor nicht zu kurz, so dass man sich gut amüsiert.
Etwas zu häufig wird für meinen Geschmack Nesrins türkische Herkunft erwähnt, aber das kann man verschmerzen.

Schön, das zwar Vorurteile zur Beziehung der beiden thematisiert werden, aber nicht die Handlung dominieren. Die bleibt klassisch mit dem Suchen nach Hinweisen und Verhören von Verdächtigen. Eine typische Detektivgeschichte also, die ohne Gewalt und Action auskommt.
Es kam sogar zu meinem großen Vergnügen eine große Lupe zum Einsatz. Mehrmals.

Am Ende fügt sich alles rund ineinander, auch wenn ich die Lösung dann ein ganz klein wenig an den Haaren herbei gezogen fand. Weihnachten ist allerdings nur ein Vorwand für die eigentliche Geschichte, so dass man in dieser Hinsicht nicht zu viel erwarten darf. Die Christmette am Ende verbreitet dann doch viel Stimmung, die man vermutlich noch mehr zu würdigen weiß, wenn man auch die anderen Bücher gelesen hat, da hier einige Personen genannt werden, die in der eigentlichen Erzählung um den Kelch nicht vorkommen.
Sehr schön, dass der Autor auch an Fans denkt. Mal sehen, ob ich selber eine werde. Abgeneigt bin ich nach diesem kleinen „Whodunit“-Schmankerl jedenfalls nicht.

Fazit: Gelungener Appetithappen!

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