Whisky und Genuss 2017 – die Whiskymesse in Dresden

Es gab 2017 eine neue Messe im Programm 🙂 Erstmals vom 29.09. bis 01.10. öffnete die „Whisky Genuss Messe“ Dresden ihre Pforten. Für uns als Whisky-Trinker ein Muss, doch wie würde sie sein die erste Auflage? Im Erlwein Capitol, direkt an der Messe Dresden, haben die Jungs von Whisky und Genuss einiges auf die Beine gestellt.

Am Freitag begann die Messe 19 Uhr mit dem aus dem Laden bekannten „Betreuten Trinken“. Die eigentlichen Messetage waren Sonnabend und Sonntag, an denen es von Mittag bis in die Abendstunden viel zu sehen, zu schmecken und genießen gab.

Eine ganze Reihe von Tastings zu verschiedenen Themen und von diversen Anbietern boten Einsteigern wie Profis Geschmackserlebnisse und eine Menge wissenswertes rund um dieses Hobby.

Der in Dresden inzwischen bekannte und beliebte „Whisky-Bus“ bot insgesamt sechs 45-minütige Sondertouren an und am Sonntag sollte eine Autorin ihre Bücherreihe rund um Whiskys vorstellen und daraus lesen.

Dieses neue Messehighlight wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und waren diesmal sogar zu viert unterwegs. Unsere Begleiter waren liebe Freunde aus Berlin – Susanna und ihr Papa Bernd.

Der Einlass war gut getrennt zwischen Vorverkauf – wo wir durchgehen konnten – und der normalen Tageskasse. Jeder Besucher bekam zu seinem Ticket ein Tasting-Glas als Erinnerung für zu Hause und einen Gutschein für 1cl Tomatin Legacy. Am Stand von Whisky und Genuss, der natürlich unser erster Anlaufpunkt war, kauften wir nach einer persönlichen Begrüßung durch Rico – die uns sehr überrascht und gefreut hat – noch ein Schlüsselband, das sich gut zum Tragen von Gläsern eignete 🙂

Nachdem wir eine Runde durch die Messe gelaufen waren und Katja – entgegen ihres Plans – genau wie ich bereits einen ersten Whisky verkostet hatten, wartete ein Highlight auf uns.

Mit dem Oldtimerbus wollten wir eine der angebotenen Sondertouren mitmachen. Zwei Tickets hatten wir bereits gekauft – für Bernd und mich. Aber zu gern wollte Katja mit und auch Susanna sollte nicht alleine auf der Messe zurück bleiben.

Also fragte Katja einen der Organisatoren – Rico – ob der Bus behindertengerecht sei. Die Reaktion überraschte und machte für einen Moment sprachlos. Denn Rico versprach, sich zu kümmern und hätte wirklich alles möglich gemacht, damit Susanna mitfahren kann. Leider musste er uns dann mitteilen, dass der Bus auf Grund der schmalen Stufen und des engen Durchgangs leider nicht für Rolli-Fahrer geeignet an. Er bot an, dass Jens und er Susanna reinheben und in den Bus setzen würden. Dies traute sich Susanna dann aber verständlicherweise nicht – sie schickte Katja aber dennoch mit und blieb derweilen lesend am See sitzen.

So waren wir Minuten später zu dritt durch die Dresdner Altstadt und über 4 Dresdner Elbbrücken in dem 1975er Fleischer S4 unterwegs. Als Wegzehrung gab es pro Fahrt eine Flasche Ardmore 12 Jahre mit Portwood Finish. Für die 15 € erhielten die knapp 40 Gäste pro Fahrt allerdings nicht nur den Whisky. Als Gastgeber erzählte Jens Schumann über den Dresdner Stadtarchitekten Erlwein, die Waldschlösschenbrücke und natürlich auch über den Ardmore.

Zum Abschied gab es für jeden Teilnehmer noch ein Bowmore Minaturset, das allein ein Wert von 25 € hat.

Die Fahrt war eines der Highlights des Tages – ein Oldtimer Bus, eine tolle Stadt, ein wunderbarer Gastgeber und dazu ein sehr guter Tropfen – da bleiben kaum Wünsche offen.

Wieder an der Messe nahmen wir uns das Außengelände vor. Am künstlichen See konnten wir uns bei schönstem Sonnenschein in der Teelounge Richard mit Tee, Scones und Sandwiches stärken.

Zurück in der Messehalle, die sich mehr und mehr füllte, genossen wir die breiten Gänge zwischen Ständen. Neben den internationalen, vor allem Schottischen und Irischen Whiskys, waren auch einige deutsche Hersteller vertreten.

Zwischen den Spirituosen waren aber auch einige andere, sehr zu den Themen Whisky und Genuss passende Stände zu sehen. So zeigten ein Fass- und Bottichbauer sein Handwerk, ein Möbelbauer was man aus alten Fässern bauen, eine Zigarrenmanufaktur was man dazu rauchen kann und eine Schokoladenmanufaktur welch Leckereien sie herstellen.

Alles in allem war die Auswahl der Aussteller sehr stimmig und nichts wirkte deplatziert.

Es gab ausreichend Platz und Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und Unterhalten. Die musikalische Untermalung war passend gewählt und so fällt mir kein wirklicher Kritikpunkt ein.

Wenn wir auf hohem Niveau meckern wollen, dann fehlten auf Seiten der Location eine behindertengerechte Toilette und ein Wickeltisch. Kleinigkeiten, auch wenn die Messe mehrere Rollstuhlfahrer und Kleinkinder (in Begleitung ihrer Eltern) als Gäste zählte.

Rico und Roy haben in beeindruckender Art und Weise eine Messe auf die Beine gestellt und schon bei ihrer ersten Auflage können wir der Whisky und Genuss Messe einen tollen Erfolg bescheinigen.

Welche Whiskys haben wir gekostet? Bei den Whiskys lag ich gegenüber Katja mit 6:3 vorne – sie kostete mit Susanna noch zwei Liköre, von denen sie einer sehr begeistern konnte.

Markus

  1. Penderyn (Wales) Legend 41%, Madeira Finish
  2. Ardmore 12yo Portwood Finish
  3. Moonshine Secret Hideout 40%
  4. Tomatin 12yo
  5. Glenmorangie Tayne
  6. Inchgower 8yo Dresdener Acolon Finish – Messe-Whisky von Whisky & Genuss

Katja

  1. Baltach Wismarian Single Malt Whisky
  2. Ardmore 12yo Portwood Finish
  3. Tomatin Legacy
  4. Moonshine Apple Pie 30%
  5. Moonshine Red Fire Orange 30%

Zwei Whiskys haben wir zum Verkosten mit nach Hause genommen, da wir dann merkten es könnte sonst zu viel Geschmackserlebnis werden – und zwar den Glina Whisky „Smoked Edition“ für mich und den Glina „Rye Whisky Ex-Knupperkirschfass“ für Katja – beide aus Werder an der Havel. Wir werden also auch in den nächsten Tagen noch etwas davon haben.

Für dieses Messehighlight mit all den netten Gesprächen, den leckeren Tastings und der tollen Fahrt mit dem Oldtimer-Bus vergeben wir … natürlich 5 von 5 Sternen. Anders geht es gar nicht. Eine wertvolle Bereicherung der Dresdner Whisky Landschaft.

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