Whisky-Verkostung „Lagavulin“

In dem Buch „Black Dagger Legacy: Kuss der Dämmerung“ von J.R. Ward trinkt einer der Hauptprotagonisten – Butch – mehrfach eine Whisky und zwar eine Lagavulin.

Da dieser auch noch einer der Lieblingswhiskys von Markus ist, stand einer Verkostung natürlich rein gar nichts im Wege.

Wie immer gibt es, bevor es an unsere Eindrücke zum Whisky geht, ein paar allgemeine Worte zum Lagavulin.

Lagavulin ist eine Whiskybrennerei im gleichnamigen Ort auf der schottischen Hebrideninsel Islay. Die Brennerei gehört zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers). Der Whisky wird als Teil der Classic-Malts-Serie des Konzerns vermarktet.

Seit 1742 wird bereits am Standort der heutigen Brennerei Whisky hergestellt, jedoch erst mehr als 60 Jahre später – nämlich 1816 – wurde dort die erste legale Brennerei gegründet. Im darauffolgenden Jahr kam eine weitere Brennerei dazu: Ardmore. Diese hat aber nichts mit der Brennerei Ardmore in Kennethmont zu tun.

Obwohl die Brennerei nur eine eingeschränkte Produktpalette hat, ist ihr Erfolg enorm. Lange Zeit gab es nur die 16-jährige Abfüllung, erst vor einigen Jahren kam eine weitere regelmäßige Abfüllung hinzu. Der Name Lagavulin darf nur von dieser Brennerei genutzt werden. Aus diesem Grund muss, wenn ein Fass einen anderen Abfüller erreicht, für diese unabhängige Abfüllung ein anderer Name gewählt werden.

Folgende Abfüllungen gibt es

16 Years Old
Der 16-jährige Lagavulin ist der älteste und meistverkaufte Whisky der Classic-Malts-Serie und findet ferner als Basis-Malt Verwendung in dem Blend White Horse sowie dessen rarer deluxe-Version Logan. Ein typischer „Islaywhisky“, sehr stark, torfig und rauchig, mit einem sehr langen Abgang.

Pedro Ximénez Finished
Dies ist eine Distillers Edition des Lagavulin. Durch den Einfluss der Pedro-Ximénez– Fässer und durch eine längere Reifezeit wird dem Whisky ein Teil seiner Stärke genommen. Dadurch wird er zugleich noch komplexer und vielseitiger.

12 Years Old, Cask Strength
Eingeführt 2002 als die Vorräte für den 16-jähringen knapp wurden.  Durch die kürzere Lagerzeit und den hohen Alkoholgehalt von ca. 58 % ist diese Abfüllung noch intensiver als die normale Abfüllung.

Es gibt noch weitere Abfüllungen, die richtig „alt“ sind und nur in geringen Auflagen existieren:

21 Years Old, Cask Strength
Originalabfüllung destilliert 1985 abgefüllt 2007 mit 56,5 % in einer Auflage von 6642 Flaschen.

25 Years Old, Cask Strength
Lange Zeit die älteste und teuerste Originalabfüllung mit 57,2 % in einer Auflage von 9000 Flaschen.

30 Years Old, Cask Strength
Originalabfüllung von 2006 mit 52,6 % in einer Auflage von 2340 Flaschen.

Verkostet haben wir den 16jährigen Lagavulin und hier gingen unsere Meinungen doch sehr auseinander.

Markus betitelt den mächtigen und rauchigen Whisky mit dem intensiven und lange Abgang als „einen der besten Whiskys überhaupt“ – nicht umsonst zählt dieser zu seinen Favoriten.

Lagavulin_1
Für mich hingegen ist der Whisky ein Stück weit zu kräftig, allerdings kann auch ich ihn durchaus genießen, auch wenn ich lieber zu meinen bevorzugten Sorten greife.

Lagavulin_2

 

 

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2 Responses to Whisky-Verkostung „Lagavulin“

  1. Steffi R sagt:

    Ich schließe mich Markus an: Einer meiner absoluten Lieblingswhiskys, sehr kräftig, aber insgesamt passt es einfach.

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