Winterpeople – Wer die Toten weckt von Jennifer McMahon

Dieser Thriller spielt in verschiedenen Zeiten, überwiegende im Jahre 1908 und in der Gegenwart. Einerseits die Handlungsstränge von Sara, Martin und Gertie und anderseits in der Gegenwart mit Alice, Ruthie und Fawn. Jennifer McMahon gelingt es gekonnt, die Handlungsstränge miteinander zu verbinden, auch in dem sie die Abschnitte kurz wählt und immer wieder die Perspektiven wechselt und somit aus verschiedenen Ebenen erzählt. Sie lässt praktischen jeden zu „Wort kommen“, so dass man auch die Gedankenwelt von Martin kennenlernt.

Mit der Zeit wird dem Leser klar, dass auch das Elternhaus von Sara Harrison Shea Entscheidendes zum Verlauf beiträgt, denn auch Alice, Ruthie und Fawn leben in diesem Haus. Im Handlungsstrang der Gegenwart bekommt man immer mehr Bezugspunkte zum Leben/Tagebuch von Sara.

Die Gefühle von Sara werden durch die Tagebucheinträge spürbar und auch der unbedingte Wunsch, ihre Gertie nochmal zu sehen und von ihr Abschied zu nehmen. Ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen, denn daran hat Sara nicht gedacht, da sie in ihrer Trauer schon gebrochen war.

Jennifer McMahon ist mit Winterpeople ein genialer Thriller gelungen, der mich an einigen Stellen richtig erschrecken konnte und ich mich wirklich umgeschaut habe, ob da nicht jemand hinter mir ist. Beim Lesen vergisst man Raum und Zeit und man bekommt Gänsehaut und ist froh, dass man keine verwinkelten Zimmer mit geheimen Verstecken hat.

Mein Dank gilt dem Ullstein-Verlag und dem Team von kriminetz.de für das Rezi-Exemplar.

Daten
Autor: Jennifer McMahon
Titel: Winterpeople
Broschiert
400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (März 2014)
ISBN: 978-3548286099
Originaltitel: The Winter People

Eine Rezension meiner Gastrezensentin Sylvia – vielen Dank dafür

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