Ich muss sagen, als ich den Titel und danach den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich mir sofort sicher: Das könnte etwas für mich sein! Als wir 2020/2021 selbst auf der Suche nach einer neuen Wohnung waren, ist mir dieser Gedanke ehrlicherweise auch hin und wieder mal gekommen. Makler sind eben einfach ein Völkchen für sich.
Ein holpriger Start mit dem Hauptcharakter
Voller Vorfreude und Spannung schlug ich also das Buch auf, las die ersten Seiten – und war schnell ernüchtert. Denn bereits von der ersten Seite an kam ich mit dem Hauptprotagonisten Richard Wagner überhaupt nicht klar. Er war so beschrieben und charakterisiert, dass es mir einfach nicht möglich war, eine Beziehung zu ihm aufzubauen und ihm gerne in die Geschichte zu folgen.
Gute Wendungen, aber der Funke fehlt
Die Story selbst war zwar durchaus spannend und hatte einige recht gute Wendungen, aber ich habe leider ein grundsätzliches Problem damit, wenn ich mit dem Hauptcharakter nicht warmwerde. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob eine Figur „gut“, „böse“ oder irgendwas dazwischen ist – sie muss mich in ihrer Rolle einfach überzeugen können. Und das hat hier für mich leider nicht funktioniert.
Wunderschönes Marburg als Highlight
Das einzige tatsächlich positive Highlight war für mich der Lokalkolorit: das Ansiedeln der Geschichte in Marburg. Diese Stadt wurde so packend und bildreich beschrieben, dass ich richtig Lust bekommen habe, selbst einmal dorthin zu reisen und gemütlich durch die Gassen zu schlendern.
Mein Fazit
Ansonsten muss ich hier leider sagen, konnten mich am Ende weder die Charaktere noch die Geschichte so richtig packen. Das Buch wird mir daher wohl leider nicht länger im Gedächtnis bleiben.
📋 Infos zum Buch
Titel: Den Makler bring ich um
Autor: Frauke Bassin und Martin Moog
Verlag: Gmeiner Verlag
Erscheinungsdatum: 08/2026
Seiten: 480
Genre: Kriminalroman / Regiokrimi
ISBN: 978-3-8392-8127-7