Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Wo Geschichten uns verbinden … Part 3

Es ist Sonntagvormittag, die Sonne scheint in meine kleine Büroecke in der oberen Etage unserer Wohnung und ich lasse gedanklich die vergangenen beiden Tage auf der Leipziger Buchmesse noch einmal Revue passieren. Was von meinen Erlebnissen und Gedanken findet, jetzt gleich, in dem Blogartikel seinen Platz und was davon bleibt nur in meinem Kopf?

Aber am besten fang ich einfach mal an zu schreiben und sehe, was dann letztendlich auf dem weißen Blatt Papier stehen wird.

Am Freitag ging es für mich, für uns, kurz von 8 Uhr hier in Dresden los. Die Fahrt über die Autobahn war wie immer problemlos, nur kurz vor der Messe bildete sich Stau, den wir aber noch umfahren konnten. Die wahre Herausforderung wartete dann direkt auf der Messe mit der Anfahrt zum Presseparkplatz. Dieses Jahr war diese weitaus komplizierter als die vergangenen Jahre, da die sehr gut gelegene Zufahrt mit mehreren Spuren aus welchen Gründen auch immer gesperrt und alle Autos durch ein Nadelöhr gelotst wurden. Nachdem wir auch das geschafft hatte, zog es uns direkt ins Pressezentrum. Wir, das sind in dem Fall Markus, der Mann an meiner Seite und Florentine, die sehr aufgeregt war. Im Pressezentrum trafen wir dann auch direkt auf unsere persönliche „Kinderbuchfee“, auf Bücherheike. Erst zwei Tage vorher kam von ihr ein dickes und schweres Paket voller Kinder- und Jugendbücher für unsere beide bei uns zu Hause an.

Moppi ist da – der „Held“ meiner Kindheit

Nach einem gemütlichen, kurzen Plausch (natürlich vergessen wir das gemeinsame Foto einmal mehr) und einer Tasse Kaffee ging es für uns direkt los. Die Halle 1 (die Manga-Halle) ließen wir erstmal links liegen – und zog es direkt erst einmal in die Halle 3 und dort an den Stand von „Bücherzauber“ – einem Gemeinschaftsstand der Buch Berlin. Dort trafen wir mit Steffi Bieber-Geske die Verlegerin von Biber & Butzemann, meinem ganz persönlichen Lieblings-Kinderbuchverlag. Es gab nette Gespräche mit ihr und ihrer Schwester Kati – wir haben leider ein gemeinsames Foto mal wieder vergessen – und es gab natürlich neue Bücher zu entdecken. Das liebe Angebot „such dir gern ein Rezi-Exemplar aus“ habe ich in dem Augenblick nicht annehmen können, weil ich vor lauter neuen interessanten Titeln im ersten Moment gar nicht entscheiden konnte. Aber ich weiß ja aus Erfahrung, dass ich in den Messetagen immer wieder an den Stand zurückkehren kann und auch würde.

Als wir uns an dem Stand unterhielten, fiel uns auf, dass die Hallen gerade noch auffallend leer wirkten, im Laufe des Tages stellten wir dann aber auch fest, dass sie sich immer weiter füllten.

Autorin Petra Schier

Ich hatte, wie immer eigentlich, ein Programm zusammengestellt was ich bzw. wir uns alles anschauen wollten. Den Anfang wollte Markus machen, der sich die Veranstaltung „Lehrerschmidt live – lesen, lernen, loslegen“ ausgesucht hatte, wohin er sich jetzt auch auf dem Weg machte.

Wir – Florentine und ich, sollten im Auftrag von Susanna, die nicht mit auf Messe gehen konnte, am Stand vom Primär-Verlag dem Autor Mario Worm zum Erscheinen seines neuen Buches beglückwünschen. Gesagt, getan. Er freute sich sichtlich und lud uns auch zur Buchpräsentation durch den Schauspieler Jo Gerner am nächsten Tag ein. (Kleiner Spoiler: Wir haben es leider nicht geschafft). Am Stand war auch die Autorin Annette Oelrich, deren neues Buch sie mir kurz zeigte und das mich interessiert hätte. Nur leider habe ich mir den Titel nicht gemerkt und es in dem Moment auch nicht mitgenommen.

Mit den Autoren Nicole Czerwinka, Josefine Gottwald und Ralf Günther

Auf dem Weg zum Stand trafen wir auf den Autor Ralf Günther und Familie, mit denen wir ja auch zum Mittagessen verabredet waren. Und die Pause brauchten wir dann alle tatsächlich dringend. Bei Pommes und Currywurst tauschten wir uns aus, plauderten gemütlich und im Anschluss daran entstanden auch noch ein paar sehr schöne, und teilweise private Fotos. Zu uns gesellte sich dann auch die Autorin Nicole Czerwinka, ein Mentoring-Schützling von Ralf und Josefine, zu deren Buchpräsentation ich eingeladen war. Wir planten unser gemeinsames Interview und schossen schon das passende Foto dazu, ehe es für uns alle in verschiedene Richtungen weiterging.

Dann schlägt endlich Florentines große Stunde: meine Tochter trifft sich am Stand von Penguin Jugendbücher mit der Autorin Frauke Angel zum Interview. Es war ein schöner Moment für meine Tochter, der von einer warmen und herzlichen Umarmung der Autorin eingeleitet wurde. Die beiden plauderten entspannt, Frauke erzählte viel und ich hatte als Beobachterin das Gefühl, das sich beide in dem Moment wohl gefühlt haben. Mit einem eigenen Rezi-Exemplar ihres ganz neuen Buches und einem gemeinsamen Foto endete der Termin für Florentine.

Mein einziger fester Termin war ein kurzes Treffen mit Laura Oberndorff, einer Verlagsmitarbeiterin vom Gmeiner-Verlag. Mit diesem Verlag arbeite ich als Bloggerin unter anderem zusammen und war gespannt auf meine Ansprechpartnerin. Leider war sie nicht vor Ort, aber Frau Oberndorff präsentierte mir in ihrem Auftrag eine Auswahl der Bücher, die in den nächsten Monaten erscheinen würden und da waren doch einige dabei, die mich interessieren könnten.

Danach war es soweit und am Stand von Beltz wurde das erste Buch des Tages gekauft – ein Graphic Novell-Band der Warrior Cats für Florentine. Da ein neues Buch der WarriorCats erschienen ist, gab es passend dazu ein Gewinnspiel, bei dem man die am Stand zu findenden Buchstaben zusammenfügen musste. Dank Markus war das Lösungswort schnell gefunden und wir zwei Mädels sind mit einer Tasche und einem Armband glücklich und zufrieden abgezogen.

Unser Gewinn

Schnell noch bei Egmonts zwei Mangas für den zu Hause gebliebenen Max besorgt und dann — waren wir müde und geschafft. Florentine wollte noch unbedingt in die Messehalle 1 – Mangaluft schnuppern und da diese Halle direkt auf dem Weg zum Pressezentrum liegt, erfüllten wir ihr den Wunsch. Aber: Die Halle war laut, bunt, wuselig und voll und ganz schnell war Florentine überfordert. Mir ist beim Durchstreifen der Halle aufgefallen, dass es unglaublich viele und gefühlt auch jedes Jahr mehr Stände mit „Konsum“-Artikeln gibt, die annähernd die gleichen (Plüsch)Figuren und anderen Merch verkaufen und immer weniger Stände von Künstlern, die live zeichnen. Ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern, wo man einfach in ein Heft sich für wenig Geld Bilder zeichnen lassen konnte – ich habe einige davon auch zu Hause. Dennoch kann man die ein oder andere schöne Zeichnung durchaus entdecken – nur diesmal nicht. Uns fehlten die Geduld und auch die Lust darauf.

Das einzige Cosplay-Foto, das ich in den zwei Tagen gemacht habe.

Gegen 17:30 Uhr verließen wir die Messe und waren etwa zwei Stunden später zu Hause.

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