Die Autorin Whitley Cox kenne ich bereits von ihrer „Single Dad“-Reihe, in die ich vor einigen Jahren mal buchstäblich hineingestolpert bin. Obwohl das Cover, der Klappentext und der Inhalt damals ein wenig – ich sag mal „irreführend“ waren, hatte ich großen Spaß beim Lesen.
Nun stieß ich eher durch Zufall wieder auf ihren Namen sowie ein neues Buch und habe direkt zugegriffen. Ausgehend von der mir bekannten Reihe dachte ich genau zu wissen, was auf mich zukommt. Der Begriff „steamy Opposites-Attract-Romance“ und das Cover mit dem gutaussehenden Mann ließen eigentlich keinen Zweifel offen – meine Meinung und meine Erwartungshaltung standen fest.
Mehr als nur eine heiße Liebesgeschichte
Und dann das: Ja, es ist eine hochemotionale und heiße Liebesgeschichte, aber sie bietet noch so viel mehr! Es kommen unerwartet ernste Themen mit ins Spiel – allen voran tiefgründige soziale Komponenten wie die Introvertiertheit, die Angst vor zu viel Nähe oder das Gefühl, sich in einem Raum voller Menschen zu befinden und trotzdem völlig allein zu sein. Doch auch Themen wie Nachhaltigkeit, schwindende Umweltreserven und was es eigentlich ausmacht, Pescetarier zu sein, werden ganz natürlich zur Sprache gebracht.
„Die Menschen waren heutzutage einfach zu gierig. Nahmen mehr, als sie brauchten. Verbrauchten mehr, als nötig war. Kauften zu viel. Wollten zu viel. Verausgabten sich.“
Zwei gezeichnete Charaktere auf einer Gefühlsachterbahn
Die beiden Hauptfiguren, Barnes und Brier, haben es in ihrem Leben wahrlich nicht leicht. Barnes hat als ehemaliger Navy SEAL bei einem Einsatz sein Bein verloren, seine Ehe in den Sand gesetzt und ist in eine Abhängigkeit gerutscht. Nachdem er sich mühsam zurück ins Leben gekämpft hat, versucht er weiterhin Gutes zu tun – und achtet dabei oft mehr auf andere als auf sich selbst.
Brier ist eine wunderbare, in sich gekehrte und ein wenig nerdige Frau. Ihr introvertiertes Verhalten, ihre Angst vor Nähe, die Panikattacken und ihre Angewohnheit, absolut alles zu zerdenken, werden von der Autorin wunderbar sanft und vollkommen nachvollziehbar beschrieben.
„Sie befahl ihrem Hirn, die Klappe zu halten. Es hatte die Tendenz, sich in Dinge hineinzusteigern und Realität und Fiktion durcheinanderzuwirbeln, wenn sie nervös war.“
Whitley Cox schickt beide Protagonisten auf eine echte Achterbahn der Gefühle. Durch die Gegensätzlichkeit der beiden – auch wenn sie sich letztendlich viel ähnlicher sind, als sie anfangs vermuten – entstehen unglaublich witzige und humorvolle Diskussionen, die im nächsten Moment von sehr einfühlsamen Augenblicken abgelöst werden.
Die perfekte Balance
Und ja, oh ja, es kommen natürlich auch heiße Szenen vor! Allerdings muss ich sagen, dass sich der Spice perfekt die Waage mit dem Rest der emotionalen Geschichte hält und nicht die gesamte Handlung einnimmt. Genau das hat mir das Leseerlebnis so richtig versüßt.
Auch die Nebencharaktere haben mir unglaublich gut gefallen. Sie wurden mit einer sehr warmherzigen, gefühlvollen Hand gezeichnet. Sie alle besitzen Ecken und Kanten, was die gesamte Story rund, authentisch und greifbar macht.
Mein Fazit
Ich war extrem überrascht und schlichtweg begeistert von dieser tiefgründigen Geschichte. Für mich steht fest: Ich werde die Storyline nun wohl von hinten aufrollen und mir die Bände 1 bis 4 definitiv noch hinterher schieben!
📚 Infobox: Buchdaten
Autor: Whitley Cox
Titel: Quick and Snowy
Reihe: Quick Billionaires
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Erscheinungsdatum: 10/2026
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Contemporary Romance / Liebesroman
ISBN: 978-3-96797-303-7
📖 Die „Quick Billionaires“-Reihe in der Übersicht
Wenn du die Serie wie ich von vorne beginnen möchtest, findest du hier die anderen vier Bände in der richtigen Reihenfolge:
- Quick and Dirty (Band 1)
- Quick and Easy (Band 2 – Novella)
- Quick and Reckless (Band 3)
- Quick and Dangerous (Band 4)