So, das war mit Band 6 (Team 52: Ihre Freiheit) der bisher letzte, auf Deutsch verfügbare Band der Reihe rund um das Team 52 aus der Feder von Anna Hackett.
Mein Fazit bis hier her: Die Geschichten um die Mitglieder des Team 52 ist grundsätzlich eine spannende und streckenweise auch packende Geschichte, die, wenn man sich darauf einlassen kann und will, einen in seinen Bann ziehen kann.

Dafür muss aber bereit sein, über die streckenweise doch sehr schlechte Übersetzung hinwegzusehen. Die ständigen Wiederholungen in Kauf nehmen und damit leben, dass die Autorin hinter den Möglichkeiten, die diese Geschichten bieten, zurückbleibt.
Was hat mich gestört? Wie auch schon bei Band 1 und 2 erwähnt auf jeden Fall die Übersetzung, die über Längen hinweg tatsächlich entweder einfach nur schlecht oder phantasielos ist. Es gibt genug Synonyme für Wörter, so dass ständige Wiederholungen nicht notwendig sind.
Das Tempo der Geschichte ist mir zu hoch. Nicht in Sachen Spannung und Action, sondern eher bis „es“ passiert. Und dann die Häufigkeit dessen – und auch die Gelegenheiten. In den streckenweise tatsächlich unpassendsten Momenten muss das mit „reingebastelt“ werden. Dazu die teilweise ins vulgäre abdriftende Sprache. Ich habe nichts gegen „spicy“, aber, wenn ich zu einem spannenden Buch greife, erwarte ich mehr Spannung und weniger „spicy“, ansonsten würde ich zu einem anderen Genre greifen.
Meiner Meinung nach sollte die Autorin sich mehr Zeit lassen beim Schreiben, mehr die Geschichten ausarbeiten. So erschienen die 6 Bücher innerhalb weniger Monate und hatten (bis auf den 1. Band als Ausnahme) weniger als 300 Seiten. Leichte und schnelle Lektüre als Zwischendurch-Häppchen, mehr aber leider nicht.
Auch Band 6 schließt mit einem Cliffhanger ab und ich denke, dass es noch mindestens 2, eventuell 3 Bücher geben wird, dann dürften alle im Team unter die Haube gebracht wurden sein. Ob ich zu ihnen greifen werde? Das wird die Zeit zeigen, aktuell bin ich mir da nicht wirklich sicher.