Am Samstagmorgen hieß es um kurz nach 5:45 Uhr aufstehen und fix fertigmachen, denn um 7:12 Uhr wollten wir im Zug nach Leipzig sitzen. Es sollte ein Mädelstag werden – nur Florentine und ich machten uns auf den Weg. Es klappt alles Reibungslos, wir hatten sowohl auf dem Weg von Dresden nach Leipzig als auch nach dem Umsteigen auf die S-Bahn in Richtung Messe einen Sitzplatz.

Kurz nach 9:30 Uhr waren wir im Pressezentrum und trafen wieder direkt auf unsere Heike. Das gestern vergessene Foto wurde gleich nachgeholt, Kaffee getrunken und geplauscht. Mit einen fröhlichen „Guten Morgen Katja“ gesellte sich dann Nicole Czerwinka dazu, worüber ich mich persönlich riesig gefreut habe. Sie ist einfach ein ganz toller und lieber Mensch und ich freue mich so unglaublich auf unser Interview und vielleicht tatsächlich mal auf ein gemütliches Treffen im Cafe oder in einem Biergarten hier in Dresden. Tatsächlich verquatschte ich mich mit Heike und Nicole und wurde mehrfach von meinem Töchterchen „ermahnt“.

Dann ging es los und Florentine übernahm das Kommando. Erstes Ziel: der Verlag Biber & Butzemann, wo wir uns jeweils ein Rezi-Exemplar aussuchen durften. Ich konnte mich sehr schnell entscheiden – Florentine kämpfte lang, hatte dann aber auch einen Favoriten. Toll fand ich hier auch das Wiedersehen mit Britta von World for Kids – es war schön mit Dir zu reden.

Dann wurde ich weitergescheucht – die Signierstunde von Arno Strobel sollte in 20 Minuten beginnen. Und da meine „große Tochter“ und ganz besonders liebe Freundin Maria krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte, wollte ich sie mit einem signierten Buch von ihrem Lieblingsautor überraschen. Als ich am Stand vom Fischer-Verlag ankam sah ich ihn auch direkt, die kurze Schlange an seinem Signier“fenster“ und freute mich riesig, das ich nicht lange warten muss. Was für ein Irrtum. Denn als ich mich anstellen wollte, wurde ich liebevoll ans Ende der Schlange geschickt. Um den Gang nicht zu verstopfen, war die Schlange geteilt und das wahre Ende war etwa 100 Meter (oder wie ich dann merkte etwa 30 Minuten Wartezeit) entfernt. Aber: Kompliment an den Verlag und die Mitarbeiter dort – es ging alles reibungslos, freundlich und friedlich über die Bühne. Als sich eine im Rollstuhl sitzende Leserin in die Schlange einreihen wollte, wurde diese gleich „rausgepickt“ und nach einer kurzen Rückversicherung bei den anderen Wartenden, direkt an den Anfang der Schlange gelotst 🙂 . Während ich warten musste, gesellte sich Kathleen von Schnuffelchens Bücher zu mir. Wir kennen uns auch schon viele Jahre, erleben solche Events oft gemeinsam und versuchen immer, ein Treffen hinzubekommen. Ihr Blog ist leider nicht mehr aktiv, aber ich hoffe sie fängt irgendwann wieder an.

Dank ihr verging die Wartezeit in der Schlange wie im Fluge und als ich mit Signieren dran war, entstand sogar noch ein gemeinsames Foto mit Arno Strobel, der mich sogar erst fragte „Darf ich dich umarmen?“, ehe er für das Foto dann tatsächlich den Arm um mich legte. Seine Freundlichkeit und die begeisterten Äußerungen der Fans in der Schlange und auch von Maria, haben es jedenfalls geschafft, dass ich nun wohl doch mal ein Buch von dem Thriller-Autor lesen will.
Während ich bei ihm in der Schlange stehe, ist Florentine allein unterwegs und bastelt an Stand vom Jugendcampus UVERSE, der Kreativwerkstatt gleich gegenüber vom Fitzek-Stand. Gestern war sie bereits einmal dort gewesen und konnte Pokemon-Karten selbst entwerfen, was ihr auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Zu Beginn des Messetages hatte ich mit Nicole und Heike ausgewertet, wo es interessante Fotospots gab und da kam einiges zusammen. Einen davon, die rosa Badewanne am Stand von „Bookish Love Universe“ steuerten wir jetzt gemeinsam an und es entstand ein witziges Foto von mir alleine und eines zusammen mit meiner bezaubernden Tochter.

Einen anderen besonderen Fotopoint hatten wir bereits vorher entdeckt – die Möglichkeit eine SNS Card am Stand von Carlsen Manga Hayabusa Verlag. Ich gebe zu, ich musste dann später erst einmal Google bemühen umherauszufinden was SNS-Card eigentlich sind – jetzt bin ich schlauer. Wisst ihr es? SNS Cards (Social Network Service Cards) sind limitierte, oft transparente Sammelkarten, die in Deutschland vor allem vom Hayabusa Verlag Manga-Erstauflagen beiliegen. Die Motive zeigen Charaktere aus der Serie und sind bei Fans sehr beliebt. Wir haben eine solche Karte gemacht, mit dem Motiv von „Beyond the Clouds“, einer Serie, die später noch eine Rolle spielen sollte.

Danach gab es eine kurze Pause in der „Buchbar“, wo Kathleen uns mit Cola und Kaffee versorgte, wir Zeit zum Plaudern hatten und noch auf die Autorin Sally Lisa Starken trafen, die direkt bei uns platziert wurde, nachdem die dortige Mitarbeiterin sah, welches Buch Kathleen vor sich liegen hatte. Denn das war direkt ihr neues Buch „Wenn der rechte Rand reagiert“. Sally Lisa machte einen sehr sympathischen Eindruck und unterhielt sich gleich direkt mit uns. Leider war ich ein wenig abgelenkt, da Florentine leicht drängelte. Jetzt stand nämlich der Programmpunkt auf dem Programm, auf den sie sich wahrscheinlich am meisten Freude: die Lesung und anschließende Signierstunde ihrer derzeitigen Lieblingsautorin Katja Brandis.

Also ging es los – direkt in Halle 5 zur großen Bühne. Dort sollte um 12:30 Uhr ihre Lesung beginnen. Die ganze Zuschauerarena war jetzt schon proppenvoll, denn da lief gerade eine andere Veranstaltung. Wir suchten und fanden einen sehr guten Platz fast ganz vorne, setzten uns hin und erlebten die vielleicht 10 letzten Minuten des „Live Drawing von Nicke“. Und wir ärgerten uns, das wir nicht eher da gewesen waren. Denn das war total spannend. Nicke ist Mangaka und hat die verträumte Manga „Beyond the Clouds“ gezeichnet. Hier zeichnete sie live, alles wurde auf große Bildschirme übertragen und beantwortete, zusammen mit einer Redakteurin, die Fragen des Moderators. Die vielen Manga-Fans verfolgten stauend, mit welcher Ruhe und Gelassenheit sie zeichnete bzw. in dem Fall sogar colorierte, während um sie herum Unruhe herrschte. Mit einem sehr großen Applaus wurde Sie verabschiedet und das Buch wanderte gedanklich auf unserer „Osterwunschliste“.
Und dann war es endlich so weit: unter tosendem Applaus vieler Kinder betrat die Autorin Katja Brandis die Bühne und legte direkt los. Begleitet von Fotos auf der Leinwand las sie eine kleine Szene aus ihrem neuen Buch „Windwalkers 2: Helden der Lüfte“, erzählte uns etwas über das Buch, die Dreharbeiten zum 2. Film und las noch eine weitere kleine Szene vor. Viel zu schnell waren die nicht ganz 30 Minuten, die sie für die Lesung hatte, beendet und dann —- dann strömten hunderte Kinder mit ihren Eltern in die Halle 4 zum Signierbereich, wo Katja Brandis je Kind ein Buch signieren würde (was mehrfach angesagt wurde). Die Schlange vor ihrem Tisch war lang, sehr lang – aber alle Kinder und auch deren Eltern hatten viel Geduld und warteten darauf, endlich bei Katja Brandis am Tisch zu stehen und ihr Buch oder ihre Coverkarten signiert zu bekommen.
Und das war sie dann für uns eigentlich auch schon, unsere Zeit auf der LBM. Wir gönnten uns noch einmal leckere Messepommes und ein (nicht so leckeren) Crêpes, trafen auf dem Weg zum Essen noch die Verlegerin Katja Völkel vom Ultraviolett-Verlag, die uns bat noch mal an den Stand zukommen für ein gemeinsames Foto, was wir dann auch getan haben. Danach waren wir müde und machten uns, auch weil wir abends noch zum Geburtstag mussten, erst auf den Weg zurück zum Pressezentrum und schließlich auch auf den Weg zurück nach Dresden.

Zwei Tage Messe, Tage voller Erlebnisse und Eindrücke. Tage voller Einblicke, die man nicht immer sehen will – ich denke da an etliche Cosplay-Costüme, wo die Statur des Tragenden nicht zum Kostüm passte. Tage voller überraschender Momente, voller toller Begegnungen.
Danke an Markus und Florentine für eure tolle Begleitung. Es war mir wie immer ein Vergnügen und ohne Euch wäre das alles nur halb so schön.
Danke an Ralf, Josie (mit Anhang) und Nicole, an Heike und Kathleen, Steffi, Kati, Katja …. ich vergesse ganz bestimmt jemanden – für Eure Zeit. Es war mir ein Vergnügen.




