5 Fragen zur Corona-Krise an … Stefanie Ross und Kristina Günak

Heute startet meine kleine Interview-Reihe zum allgegenwärtigen Thema „Corona-Krise“. Ich habe Autoren gefragt, wie sie die Veränderungen in der Zeit erleben, wie sich beschäftigen. Da doch viele Autoren daran teilgenommen haben, habe ich nun „Pärchen“ gebildet und so könnt ihr immer die Antworten zweier Autoren zu meinen Fragen gemeinsam entdecken.  

Den Anfang machen heute zwei meiner Lieblingsautorinnen … Kristina Günak (Valentin) und Stefanie Ross.

Katja: Die Zeit, in der wir derzeit uns alle befinden, verlangt von uns Kontaktsperre zu lieben Menschen und bringt uns eine Ausgehbeschränkung. Wie gehst du mit der Situation um? Was ist für dich die einschneidendste Veränderung, die das Ganze mit sich bringt?

Stefanie: Eigentlich waren von Mitte März bis Mitte Juni unsere Wochenenden als Familie komplett ausgebucht. Einer von uns (oder alle) wollten eigentlich immer unterwegs sein oder es hatte sich lieber Besuch angekündigt. Plötzlich ist das alles weggefallen. Das Gefühl ist ganz merkwürdig, egal, ob es sich um den geplanten Besuch bei der Familie, einen Termin mit Freunden im Steakhaus oder im Escape-Room, die DELIA-Tage oder ein Karate-Lehrgang handelt. Dazu kommt noch, dass unser geplanter Urlaub ausgefallen ist und noch nicht absehbar ist, was wir wann an Geld wiederbekommen – auch sehr ärgerlich, denn wir hatten uns wie so viele andere sehr darauf gefreut und entsprechend gespart.

Kristina: Ich mache ganz normal weiter. Mein Leben spielt sich ja eh im Homeoffice ab, da vergesse ich die Situation manchmal sogar. Bis ich Nachrichten schaue (nur noch einmal am Tag), mit Freunden telefoniere, die in der Pflege tätig sind oder meine Familie oder Freunde nicht besuche kann. Dann überrollt es mich kurz. Ich skype und telefoniere zur Zeit viel mit meinen Leuten, das ist irgendwie auch schön, dazu sind wir vorher nicht oft gekommen. Ansonsten halte ich den kleinen Laden hier am Laufen, koche, kümmere mich und hoffe auf bessere Zeiten. Die kommen werden, aber damit sie kommen, müssen wir alle zu Hause bleiben.

Katja: Wie beschäftigst du dich? Welches Hobby begleitet dich durch die Zeit und hast du vielleicht auch ein neues Hobby für dich entdeckt?

Kristina: Ich bin sehr mit der Arbeit beschäftigt und zwischendurch im Garten unterwegs. Der macht ja gänzlich ungerührt von all dem Frühling. Total unaufgeregt, das tut mir gut. Tatsächlich habe ich angefangen, kleine Dinge zu zeichnen. Nicht perfekt, aber irgendwie macht mir das total Spaß.

Stefanie: Ein neues Hobby hat sich nicht ergeben, aber wir spielen mehr und sehen auch mehr Filme und/oder Serien gemeinsam. Man sieht mich nun auch wieder mehr am PC zocken als sonst 😉

Katja: Welche Bücher hast du in den letzten Wochen gelesen? Welche liegen noch auf deinem Stapel?

Stefanie: Da es mit dem Schreiben etwas hakte, habe ich mir meinen SUB angesehen und mich für eine Trilogie von Nora Roberts entschieden. Eigentlich wollte ich die letztes Jahr im Urlaub auf Korfu lesen, hatte mich dann aber doch für Thriller entschieden. Umso überraschter war ich, dass Teil 1 auf Korfu spielt und es sogar einen Wolfswandler gibt. Damit hätte ich nun nicht gerechnet. Wenn ich mit der Trilogie durch bin, freue ich mich auf einen Thriller, bei dem Band 1 mir sehr gefallen hatte: Christine Brand – Die Patientin. Ihr ungewöhnliches Ermittlerduo aus Journalistin und einem Blinden hat mir sehr gefallen.

Kristina: Ich lese grad Die Chroniken des eisernen Druiden von Kevin Hearne. Fantasy. Wunderbar. Sonst komme ich gar nicht dazu, meine wunderbaren Stapel der ungelesenen Bücher anzufassen. Da liegt noch einiges und wartet auf mich. Islandsommer von Jeanine Krock und Das verschlossenen Zimmer von Mascha Vassena zum Beispiel.

Katja: Wie ist dein Eindruck? Rücken die Autoren mehr zusammen? Wie findest du die ganzen Aktionen, die es jetzt gibt?

Kristina: Finde ich toll. Ich hatte aber immer schon ein sehr angenehmes kollegiales Verhältnis zu meinen KollegInnen und wir haben uns immer gegenseitig unterstützt. Besonders bei den Delias, der Vereinigung der deutschsprachigen Liebesroman-AutorInnen. Eigentlich sollte im Mai das große, jährliche Treffen stattfinden, was jetzt natürlich auch abgesagt wurde. Das ist sehr traurig, zumal viele Delias schon so viel Arbeit und Mühen in die Organisation gesteckt haben.

Ich mache zur Zeit noch bei wenigen Aktionen mit, weil ich bisher keinen Kopf dafür hatte. Vielleicht ändert sich das noch, wenigstens ein paar Online-Lesungen habe ich geplant und gestern schon bei Facebook gebeten, mir Lesungsvorschläge zu geben. Da ist schon einiges zusammengekommen. 😉

Stefanie: Ich habe den Eindruck, dass diejenigen, die eh befreundet sind, enger zusammenrücken. Auch ich bin froh, dass es liebe Kolleginnen gibt, mit denen ich mich über eigene Ängste oder aber auch das schwierige Umfeld austauschen kann. Zu den aktuellen Aktionen möchte ich lieber nichts sagen, weil ich da niemanden mit meiner Meinung verletzen möchte.

Katja: Und hier noch ein wenig Werbung für Dich … zu welchen Deiner Bücher sollten meine Leser jetzt unbedingt greifen?

Stefanie: Wer für ein paar Stunden die Nachrichten vergessen möchte, sollte nach Heart Bay reisen. Der kleine Ort liegt in Oregon direkt am Pazifik. Die Leute dort sind etwas skurill, haben aber das Herz am richtigen Fleck. Es gibt drei Bände, die in sich abgeschlossen sind, in jedem spielen ein interessanter Mann und eine mutige Frau die Hauptrolle, die ein spannendes Abenteuer erleben und den Partner fürs Leben finden. Ich habe die Serie gerade neu veröffentlicht, nachdem sie zuvor bei Lyx erschienen war. Beim Überarbeiten habe ich mich dort wieder so richtig wohlgefühlt, denn neben der Spannung und der Liebe hat auch der Ort etwas ganz Besonderes.

Kristina: Mein neues Buch Herzblitze ist auf den September verschoben. Darüber bin ich sehr froh. Die Geschichte ist sehr wertvoll für mich, es wäre schade, wenn sie einfach so untergegangen wäre. Aber ich habe schon viele Bücher geschrieben, die überall erhältlich sind. Die Hexenbücher zum Beispiel. In Eine Hexe zum Verlieben muss Eli, Erdhexe und Maklerin, immer wieder die Welt retten. Es geht um Magie, die Liebe und das Leben. Wer die Natur liebt, ist mit „Garten der Wünsche“ (Diana Verlag/ Kristina Valentin, das bin auch ich) gut bedient und wer es sonnig mag (mit Hunden!) sollte mit Juli zusammen in „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ (Kristina Günak/Lübbe) nach La Palma aufbrechen. Und wer noch ein wenig Geduld hat, der kann die Neuauflage von „Die Drachenbraut“ in wenigen Tagen bekommen. Die Geschichte ist von 2012 und erhält grad ein zweites Lektorat und Cover. Aber dann startet der Drache Valentin erneut.

Bleibt gesund! Haltet den Kopf oben!

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