Die Leipziger Buchmesse aus der Sicht von Sylvia

Mit diesem Artikel, der aus der Feder von Sylvia stammt, endet unsere Berichterstattung der Leipziger Buchmesse für dieses Jahr. Ich habe mich sehr gefreut, sie dieses Jahr vor Ort zu sehen und noch mehr darüber, das ein Foto von uns 4en, die mehr oder weniger regelmäßig für den Blog schreiben, entstanden ist. Aber lest selbst, wie ihr Tag auf der Messe gelaufen ist.

2018 habe ich mich bewusst gegen die Leipziger  Buchmesse entschieden und weiß noch heute, wie sehnsüchtig ich all die Tage nach Leipzig geschaut habe. Da war es klar, dass 2019 ein Besuch stattfinden muss. Geplant war der Besuch mit 4 Personen und 2 Tagen, doch das Leben ist oft nicht planbar. Aus 4 Personen wurden 2  und aus 2 Tagen ein Tag, aber besser als nichts.

Im Vorfeld habe ich die Lesungen und Teilnahmebestätigungen der Autoren gewälzt und dann eine Liste gemacht. Autoren wie Sabine Ebert musste ich leider von meiner Liste streichen, da sie erst am 22.03.2019 in Leipzig war.

Vor der Messe bin ich zu meiner Freundin und Arbeitskollegin Jana gefahren und gestärkt durch ein leckeres Frühstück haben wir uns zur Buchmesse aufgemacht, für sie das erste Mal.

Nach 5-10 Minuten Warterei an der Taschenkontrolle konnten wir endlich ins Messegelände und haben leider schon unsere erste Leseung bei MDR Kultur verpasst. Harald Jähner hat aus seinem Sachbuch „Wolfszeit – Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“ gelesen und dafür sogar den Leipziger Buchpreis – Sachbuch gewonnen. Umso gespannter waren wir auf die nächste Lesung von Christian Fuchs zu seinem neuen Buch „Das Netzwerk der neuen Rechten“. Sehr beeindruckend hat dieser junge unerschrockene Journalist von seinen Recherchen und aktuellen Anfeindungen gesprochen. Das Buch steht auf meiner Wunschliste und bald lese ich dieses Sachbuch und ich verfasse eine passende Rezension und nicht wie etliche 1 Sterne Rezensionen auf Amazon, wo klar ersichtlich ist, wer diese vergibt.

Danach mussten wir erstmal alles sacken lassen und sind durch die Glashalle geschlendert. Mit einem leckeren Kaffee sind wir zum Interview mit Elke Pluhar gestoßen und haben uns gut unterhalten gefühlt.

Dann haben wir uns durch die Hallen gekämpft um die liebe Katja zu finden und es hat geklappt. Kurz nach 11:30 Uhr konnten wir uns kurz unterhalten und es war auch Zeit für ein Foto für den Blog und logisch, ich habe beim Foto wieder die Augen zu, wie immer.

Nicht immer hat Sylvia die Augen zu – hier der Beweis 🙂 Die „Mädels“ Sylvia, ich und Maria hinten und Markus als „Hahn im Korb“ vorne

Auf die LVZ-Arena Lesung habe ich mich sehr gefreut, da ich über den Naturforscher „Wallace“ erst vor kurzem eine Reportage gesehen hatte und somit das Buch schon auf meiner Wunschliste stand. 11.30 Uhr ging es los und dann stand der sehr sympathische Autor Anselm Oelze auf der Bühne und hat sich viele gute Fragen über sein Buch gefallen lassen und in seiner lockeren Art sehr humorvoll geantwortet. Ein toller Autor und ein beachtlicher Naturforscher, der leider in Deutschland aus den Lehrbüchern und Köpfen verschwunden ist. Doch meine Freundin hat das Buch gekauft und ich werde es nach ihr lesen und hier die Rezension veröffentlichen.

13:30 Uhr war dann die Veranstaltung von PEN unser nächstes Ziel – geplant war eine Lesung zu Writers in Prison – hier haben wir uns vorgestellt, dass Texte von inhaftierten Journalisten/Autoren erfolgen, jedoch sprach hier die nicaragische Autorin und Freiheitskämpferin Giaconda Belli. Es ging um die Machtkämpfe und Unterdrückung der Menschen in Mittel- und Südamerika, sicher auch interessant, aber nicht das was wir uns vorgestellt haben. Die nächste Veranstaltung war jedoch sehr gelungen – Poetry-Slam vom feinsten. Die Namen Marie Radkiewicz und Aron Broks muss man sich merken, die haben was auf dem Kasten und können es noch fabelhalft formulieren.

Danach merkten wir, dass wir nicht die nächste Lesung schaffen, da wir von einer Halle in die nächste mussten und das war von mir nicht so clever geplant. Aber man lernt ja aus Fehlern.

So waren wir aber 15 Minuten eher bei der taz-Lesung von Sarah Wiener („Bienenleben: Vom Glück, Teil der Natur zu sein“), nur hatten diese Idee viele andere auch, so dass wir keinen Sitzplatz ergattern konnten und somit am Infostand und der Live-Cam alles mitverfolgt haben. Interessante Frau und tolles Hobby.

Zum Abschluss ging es noch zur Lesung von Julia Kröhn „Das Modehaus“. Ich war von der Buchpräsentation mit Fotos zu den verschiedenen Epochen so begeistert, dass ich mir das Buch gekauft und natürlich mit Signum der Autorin versehen lassen habe. Katja konnte ich auch noch mal kurz sehen und sprechen, doch dann musste sie weiter.

Zum Abschluss sind wir noch über die Messe geschlendert, haben noch was gegessen und sind dann 18 Uhr zum Auto zurück und haben die Heimreise angetreten.

Leipzig 2020 – wir kommen wieder – die Tage sind schon fett im Kalender angestrichen. Und hoffentlich zu viert und auch die 2 Tage.

 

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