Emma S. Rose … Interview-Reihe Autorensofa

Der Steckbrief

Name: Emma S. Rose
Sternzeichen: Widder
Homepage: www.emma-s-rose.de

Mein Lieblingsbuch …. Kann ich nur ganz schwer sagen, das sind zu viele
Mein Lieblingsfilm  …. Pretty Woman 🙂
Mein Lieblingsessen …. Spaghetti Bolognese
Mein Lieblingstier …. Hund – genauer gesagt französische Bulldogge
Meine Lieblingsstadt … Berlin
Mein Lieblingsland …. Irland
Mein Lieblingsgetränk … Kaffee

Ergänze bitte den folgenden Satz:
Ich ärgere mich über
… Unpünktlichkeit!
Ich freue mich über … jede Form von Überraschungen. Die bereite ich selber auch nur allzu gern!
Wenn etwas schief geht, dann …. meistens so richtig!

Was fällt dir spontan und ohne groß nachzudenken, zu folgenden Begriffen ein?
Regenbogen
– Homosexualität
Unglaublich – irgendwie fällt mir dazu nichts ein. Vielleicht, weil ich mittlerweile festgestellt habe, dass alles möglich ist, wenn man daran glaubt? 🙂
Fantasie – Bereicherung!

10 Fragen an Emma S. Rose

Katja: Erzähl uns erst einmal etwas über Dich. Wer steckt hinter dem Menschen Emma S. Rose? Was bewegt Dich? Was macht Dich glücklich und was macht Dich traurig?

Emma: Eine sehr offene Frage! Also, zunächst einmal etwas allgemeiner. Hinter der Emma steckt in Wirklichkeit eine Katharina. Ich habe mich damals für ein Pseudonym entschieden, da mir zu Beginn nicht klar war, dass das Schreiben mein einziger Beruf werden würde. Damals arbeitete ich noch Vollzeit im Sozialen Bereich, in einem sogenannten Brennpunkt, und ich wollte dieses private „Hobby“, so war es zunächst für mich, von der eigentlichen Arbeit abschirmen. Mittlerweile schreibe ich hauptberuflich, doch da hinter dem Pseudonym eine gewisse Bedeutung steckt und ich damit liebe Menschen verewigt habe, bleibt der Name!

Außerdem mag ich ihn einfach gern. 🙂

Ich bin 27 Jahre jung, lebe mit meinem Zukünftigen zusammen in Paderborn und studiere seit letztem Jahr „nebenher“ noch deutschsprachige Literaturen und Medienwissenschaften. In meinen Büchern geht es oft um dramatische Schicksale und das hat auch seinen Grund: durch meinen ersten Beruf habe ich viele Menschen und ihre Geschichten kennengelernt. So viele davon fallen durch das Raster der öffentlichen Aufmerksamkeit und es ist mir ein Bedürfnis, ihnen Gehör zu verschaffen. Die Liebe ist immer dabei, weil sie eben manche Dinge etwas abschwächt und so besser ertragbar macht.

Emotionen spielten schon immer eine große Rolle in meinem Leben – himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, das bin ich! Und ich hoffe, dies in meinen Geschichten transportieren zu können. In der Zukunft steht neben weiteren Veröffentlichungen und den Buchmessen zusammen mit dem Autorensofa meine Heirat an, was mich insgesamt doch sehr ausfüllt. Freizeit kenne ich nicht sonderlich, aber das ist mir egal, denn das, was ich tue, liebe ich.

Und was kann es schöneres geben?

Katja: Du bist ja für mich quasi eine „Neuentdeckung“ als Autorin und ich kenne weder Dich noch Deine Bücher. Kannst Du mich neugierig Emma S. Rose_3machen? Warum sollte man unbedingt ein Buch von Dir lesen und mit welchem Deiner Bücher sollte ich unbedingt anfangen?

Emma: Huch, etwas davon habe ich ja quasi zu Beginn schon geschrieben. Ich denke, was meine Bücher ausmacht, sind die Tabuthemen, die ich immer wieder anspreche. In Kombination mit der Liebe werden sie ertragbar, dennoch ist es wichtig, dass man sie anspricht. Das war mir schon wichtig, als ich mit 12 meine erste Geschichte geschrieben habe – damals ging es um Mobbing und um eine Sandkastenliebe. Mir wurde schon oft gesagt, dass ich es schaffe, Gefühle gut zu vermitteln und dass meine Protagonisten herrlich normal sind, man sich gut in sie hineinversetzen kann. Wenn ich dir ein Buch empfehlen soll, dann würde ich mich für „Lina – Hoffnung auf Leben“ entscheiden. Das ist mein Debütroman und auf ihn bin ich besonders stolz. Er behandelt sexuellen Missbrauch in der Familie und wurde sogar schon ausgezeichnet. Lina liegt mir besonders am Herzen, denn gerade betroffene Kinder und Jugendliche werden so selten wahrgenommen. Viele Betroffene haben sich schon bei mir gemeldet und sich für den Roman bedankt – was mir wiederum das Gefühl gibt, das Richtige getan zu haben. An Lina saß ich auch mit Abstand am längsten – die Geschichte hat viel Kraft erfordert.

Hättest du es lieber gerne ein bisschen leichter, würde ich dir „Warum Du?“ empfehlen, eine ziemlich normale, locker-leichte Liebeslektüre. Zur Abwechslung kann ich das nämlich auch 🙂

Katja: Wie sieht ein „Schreib-Arbeitstag“ bei Dir aus? Wo schreibst Du am liebsten und was muss dabei um Dich herum sein, damit Du konzentriert arbeiten kannst?

Emma: Das Allerbeste an meinem „Job“ ist, dass alles so flexibel ist. Ich kann im Grunde überall schreiben und das tue ich auch. Derzeit komme ich viel in Deutschland herum, verschiedene Messen, Akademien, Bloggertreffen und so weiter. Das macht unglaublich viel Spaß, aber fordert natürlich auch seine Zeit. Ich kann aber im Grunde überall schreiben – ob mit Zettel und Stift, Laptop oder Tablet, ob im Zug oder im Haus. Nur im Auto wird mir dabei schlecht :). Am liebsten schreibe ich aber daheim auf der Couch, mit Laptopkissen auf den Knien und meinem Mann neben mir. Dann kann ich stundenlang arbeiten, am liebsten bis spät in die Nacht – denn abends bin ich generell am aktivsten und kreativsten. Liebend gerne höre ich dabei auch Musik, meist habe ich zu bestimmten Geschichten bestimmte Lieblingslieder. Bei Stolperfalle Liebe war das zum Beispiel „Here with me“ von Dido.

Ich liebe es so sehr, dass ich überall schreiben kann, und bin jeden Tag aufs Neue dafür dankbar, so einen schönen Job ausüben zu können. 🙂

Katja: Was hat Dich dazu bewogen, selbst zu schreiben? Ging Dir der Lesestoff aus? Oder hattest Du schon immer den Traum, selbst zu schreiben?

Emma: Ich habe immer schon davon geträumt, selber zu schreiben – im Grunde, seitdem ich lesen kann. Die Vorstellung, eigene Welten zu erschaffen, war sowas von faszinierend für mich – das musste ich einfach auch tun. Und das habe ich getan. Schon früh, selbst mit einer elektronischen Schreibmaschine. Hach ja, das muss meine Eltern manchmal genervt haben. Erst 2013 habe ich dann realisiert, dass es niemals was wird mit einem eigenen Buch, wenn ich nicht endlich damit anfange. Und nun arbeite ich am siebten. 🙂

Katja: Was machst Du, wenn die Geschichte, an der Du arbeitest, gerade stockt oder Du den roten Faden verlierst?

Emma: Dann arbeite ich an der nächsten weiter 😀 ich arbeite in der Regel an mindestens zwei Projekten. Oder ich lese die Story von Anfang an noch einmal, damit ich wieder reinkomme. Meistens funktioniert das dann prima. Im Zweifel muss alles ein paar Tage ruhen. Eine richtige Krise hatte ich bisher zum Glück noch nie.

Katja: Wie wichtig sind Rezensionen für Dich als Autor? Oder der direkte Kontakt zu Deinen Lesern?

Emma: Unglaublich wichtig. Ich finde es sehr schön, mit den Lesern im Kontakt zu stehen und versuche auf meinen diversen Seiten, insbesondere auf Facebook, dazu auch immer wieder die Möglichkeit zu bieten. Ich freue mich über jedes liebe Wort und auch über Kritik, sofern sie zumindest einigermaßen konstruktiv ist. In dem Zusammenhang sind Rezensionen natürlich auch wichtig für mich. Ein besseres Feedback kann man sich als Autor schließlich nicht wünschen. Insgesamt ist es mir jedenfalls wichtig, den Lesern zu vermitteln, dass ich ein Mensch bin wie sie auch. Man kann mit mir reden, man muss mich nicht auf ein Podest heben. Letztlich verbindet uns ja dieselbe Leidenschaft!

Katja: Hat Dich eine Bemerkung eines Lesers schon einmal dazu gebracht, einen Gedanken für ein Buch umzuändern?

Emma: Das kann ich so nicht sagen, aber definitiv haben Leser schon Ideen getriggert. 🙂

Katja: Es gab im Frühjahr / Sommer ja das sogenannte Experiment „Newtopia“. Hand auf’s Herz – würdest Du an so einem TV-Format teilnehmen? Wenn ja, was reizt Dich daran und wenn nein, warum nicht?

Emma: Oha – ganz definitiv: Nein. Dafür bin ich zu kamerascheu. Ich fand es ja schon schlimm, meine Autorenfotos machen zu lassen. Außerdem würde ich zur Lachnummer werden, denn wenn ich eines kann, dann ist es, zielsicher jedes Fettnäpfchen zu finden, das es gibt. Nicht falsch verstehen, ich sorge gerne für Gelächter, aber dann doch lieber in einem kleineren Kreis – und am liebsten, wenn ich die lachenden Menschen sehen und mitlachen kann. In einem Fernsehen zu sein, in einem solchen Format, das ist für mich eine gruselige Vorstellung.

Katja: Hast Du ein Lieblingsspruch oder ein Lieblingszitat, das Dich begleitet?

Emma: Allerdings. Seit Sommer 2013, seitdem ich meinen Traum lebe, begleitet mich ein Spruch von Walt Disney. „Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun.“ Besser beschreibt es mein Leben nicht und ich kann diese Aussage nur bestätigen!

Katja: Und zu guter Letzt: Mein Blog befasst sich neben Büchern auch mit meiner zweiten großen Leidenschaft, dem Kochen. Hast Du vielleicht ein Lieblingsrezept, das Du mir und damit auch den Lesern des Blogs verraten würdest?

Emma: Das ist ja mal eine tolle Frage zum Abschluss!  Da ich mich gerade nur schwer entscheiden kann, bekommst du zwei Rezepte von mir. Zum einen für eine Bowle – denn ich war es irgendwann Leid, immer die Standardbowlen auf Partys zu trinken. Ich fand dann über chefkoch.de die rote Pfirsichbowle.

Man braucht:
–       Zwei Flaschen Sekt
–       Zwei Flaschen Weißwein
–       2/3 Flasche Xuxu
–       Dosenpfirsiche

Die Pfirsiche für einige Stunden im Xuxu und Weißwein einlegen. Wenn die Gäste kommen, kommt der Sekt dazu. Ich gebe meist auch noch einen Liter Pfirsichnektar hinzu, das macht die Bowle etwas „schwächer“. Ansonsten ist sie schon sehr alkohollastig. Alles in allem aber eine super-fruchtige Bowle, besonders passend für den Sommer und laue Abende im Garten oder auf dem Balkon.

Als zweites möchte ich dir die sogenannten Ü-Muffins empfehlen. Lecker für Naschkatzen aber auch zum Beispiel, wenn man mit Kindern backen möchte.

Zutaten für 1 Portionen:
200 g   Mehl
50 g     Mandel(n), gemahlene
3 EL    Kakaopulver
2 TL     Backpulver
2          Ei(er)
100 g   Zucker
80 ml   Öl
300 g   Milch oder Buttermilch
12 Stück(e)     Konfekt (zum Beispiel Toffifee, aber auch Schokobons sind klasse und kommen gut an)

Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°) vorheizen. Papierförmchen in die Vertiefungen des Muffinbleches setzen.

Das Mehl mit Mandeln, Kakao und Backpulver mischen. Die Eier mit Zucker, Öl und Milch verquirlen, dann die Mehlmischung zügig unterrühren. Den Teig in die Förmchen füllen, jeweils ein Toffifee leicht hinein drücken.

Im Backofen in der Mitte 15-20 Minuten backen. 5 Minuten im Blech ruhen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

(Quelle: www.chefkoch.de)

Vielen Dank für dieses schöne Interview und die tollen Fragen!

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