Filmkritik: Solo – A Star Wars Story

Disney hat viel vor. Seitdem das Unternehmen für einen Milliardenbetrag die Rechte an Star Wars von dessen Erfinder George Lucas gekauft hat, rieselt es Film im Jahrestakt. Neben der 7. und 8. Episode der Star Wars Hauptgeschichte war bereits mit „Rogue One“ ein Film der sogenannten Anthology Reihe im Kino. Alle drei Filme haben bei mir eine mäßige Bewertung erfahren. Zweimal 3,5 und einmal gar 3 von 5 Sternen sind ein deutliches Zeichen.

Nun also die Geschichte um den wohl charmantesten Schmuggler im Universum – Han Solo. Ich war gespannt.

Seit das galaktische Imperium die Macht auf den meisten Planeten übernommen hat, wurde vielerorts ein rechtsfreier Raum geschaffen, dessen sich Verbrechersyndikate zu Nutze machten. So auch auf Corellia, wo der junge Han zwangsweise für ein solches arbeitet. Doch der Heißsporn hat nicht vor als Unterdrückter im Armenviertel zu bleiben, er will fliehen und seine Freundin Qi’ra soll mit ihm kommen.

Auf der Flucht werden sie getrennt und so gelingt es nur ihm den Planeten zu verlassen – doch er verspricht auch sie zu retten. In der Hoffnung Pilot zu werden und dann zu Qi’ra zurückzukehren, schließt er sich dem Imperium als Freiwilliger an.

Doch da er wiederholt Befehle verweigert, wird er aber nur als einfacher Infanterist eingesetzt und ist auch drei Jahre später weit entfernt davon, sein Versprechen wahr zu machen.

Alden Ehrenreich is Han Solo and Joonas Suotamo is Chewbacca in SOLO: A STAR WARS STORY.

Bei einem Kampfeinsatz trifft er auf den Schmuggler und Berufsverbrecher Tobias Beckett. Dieser bietet ihm eher unverhofft einen Weg aus dem Imperium. Han desertiert und kann mit Chewbacca, einem Wookie, fliehen.

Damit beginnt seine Karriere als Dieb und Schmuggler, nebenbei auch als großartiger Pilot.

Ich spoiler mal ein bisschen: Der Millenium Falke, Lando Calrissian und der legendäre Kessel Run. All das sieht man in diesem Film. Entgegen der bisherigen Pressestimmen fand ich Hauptdarsteller Alden Ehrenreich als junger Han Solo perfekt gewählt. Auch an seiner vielkritisierten Mimik hatte ich nichts auszusetzen.

Die vielschichtige Geschichte um das gegenseitige Betrügen innerhalb krimineller Kreise war größtenteils glaubhaft aufgesetzt, einige Dinge deuteten sich an, andere kamen überraschend anders – so macht man eine spannende Gangsterkomödie. Der Film läuft im Gegensatz zu den drei bisher produzierten Flickenteppichen sehr linear und daher glaubhafter ab. Das Ende bleibt teils offen, perfekt für einen zweiten Film.

Mir gefielen auch die bildliche Darstellung, die Schauplätze und der stimmige Soundtrack. Etwas anderes habe ich von Star Wars auch nicht erwartet.

Joonas Suotamo is Chewbacca in SOLO: A STAR WARS STORY.

Im Gegensatz zu den drei vorher erschienenen Filmen setzt dieser das Wiedersehen mit „alten Bekannten“ gekonnter in Szene, weniger im Stil eines Sitcom Best-ofs, sondern eher als legitimer Ableger des Originals.

Ich war von diesem Star Wars Film endlich wieder begeistert und so verwundert es wohl nicht, dass ich diesmal 4,5 / 5 Sternen vergebe. Ein kleiner Abzug muss sein, denn zwischen Sehr gut und Herausragend liegen noch ein paar Stufen, die auch diese Disney Produktion nicht erklimmen konnte.

Daten:
Laufzeit: 2h 15 min.
FSK: ab 12
Regie: Ron Howard
Genre: Sci-Fi, Fantasy
Soundtrack: John Powell
Drehbuchautor: Lawrence Kasdan, Jonathan Kasdan
Original-Charaktere von George Lucas
Hauptdarsteller: Alden Ehrenreich (Rolle: Han Solo), Woody Harrelson (Rolle: Tobias Beckett), Emilia Clarke (Rolle: Qi’ra), Donald Glover (Rolle: Lando Calrissian), Thandie Newton (Rolle: Val), Phoebe Waller-Bridge (Rolle: L3-37), Paul Bettany (Rolle: Dryden Vos), Joonas Suotamo (Rolle: Chewbacca)

 

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