Grimmbart von Michael Kobr und Volker Klüpfel

Ein Kluftinger-Roman steht für gute Unterhaltung im Bereich der Regionalkrimis und ist aus keiner Bestseller-Liste wegzudenken. Aus dem Grund habe ich mich sehr gefreut, als ich die Gelegenheit bekommen habe, an einer Leserunde zum neuesten Band teilzunehmen. Ich bin jetzt, nach der Lektüre, überrascht. Aber nicht im positiven. Leider. Ich hab ein paar der Bücher des Autorenduo’s gelesen und war jedes Mal begeistert. Diesmal jedoch ging mir dBearbeitenas Buch schon nach wenigen Seiten „auf die Nerven“. Es passierte nicht wirklich was, es dauerte scheinbar ewig bis die Geschichte in Gang kommt.

Die sympathisch-chaotische Art vom Kluftinger, seine Antipathie gegenüber Herrn Dr. Langammer und das Geplänkel mit seiner Frau hatte mir in den ersten Bänden sehr gut gefallen. In diesem war es einfach nur peinlich zu lesen, wie sich Kluftinger zum Deppen macht und teilweise auch machen lässt. Gerade was die Hochzeit seines Sohnes mit einer Japanerin angeht. Die Fettnäpfchen in die er Tritt, wie er teilweise vorgeführt wird – das war nicht mehr witzig.

Der Schreibstil war gewollt witzig – aber da merkt man eben, dass es gewollt ist. Der Witz und Humor kam bei mir nicht an, die Figuren blieben zu oberflächlich und konnten mich nicht wirklich überzeugen. Mir ist es nicht gelungen, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen.

Mich hat das gesamte Buch nicht überzeugen können – ich hatte deutlich mehr erwartet. Vielleicht zu viel. Aber mir schien es, als ob die Autoren abliefern mussten – vieles wirkte gezwungen.

 

Reihenfolge der Allgäu / Kluftinger-Reihe:

Milchgeld
Erntedank
Seegrund
Laienspiel
Rauhnacht
Schutzpatron
Herzblut
Grimmbart

Daten:

Autor: Michael Kobr und Volker Klüpfel
Titel: Grimmbart
Gebundene Ausgabe
Seiten: 480
Verlag: Droemer HC (September 2014)
ISBN-13: 978-3426199381

 

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