Nachts kommt die Angst von Gabriela Gwisdek

Es ist mein erstes Buch von Gabriela Gwisdek und ich bin sofort mit ihrem Schreibstil warm geworden. Wie sie die Protagonisten darstellt und im Buch platziert begeistert mich von der ersten Seite an. Man fühlt sich direkt mit Alexandra verbunden, man fühlt mit ihr mit.

Als Alexandra vor dem Haus steht und die Bruchbude betrachtet, kann ich förmlich spüren, wie sehr sie sich an den Kopf greift, weil sie sich, bevor sie es mietet, das Haus nicht angeschaut hat. Doch sie wollte aus ihrer alten Umgebung rauskommen und dies nach Möglichkeit lieber gestern als heute.

Nun muss sie sehen, was sie aus dem Haus macht. Gabriela Gwisdek gelingt es sehr gut, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen, so dass das Buch lebendig wirkt.

Neben Alexandra steht im Zentrum des Buches Harris Zimmerling, der Dorfpolizist. Etwas eigenartig ist er schon, zumindest kommt es mir beim Lesen immer so vor, dass auch er Geheimnisse verbirgt bzw. ist er irgendwie konfus, denn er vergisst einige wichtige Dinge, die man als Polizist einfach wissen muss. Beide Personen harmonieren einerseits; anderseits sind sie auch wie Hund und Katz und man weiß nicht so recht, was einem lieber ist, um dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Dieses Buch wird zu Recht als Thriller ausgewiesen, es ist spannungsreich, nimmt den Leser mit, hält ihn gefangen und birgt Wendungen, die man nicht vermutet. Das macht einen richtig guten Thriller aus. Und es trägt zu Recht den Titel „Nachts kommt die Angst“, denn immer genau dann, nämlich nachts, nimmt das Buch immer wieder an Fahrt auf.

(Eine Rezension der Gastrezensentin Sylvia)

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