Odyssee: Dunkle Vergangenheit von Stefanie Ross

Ich gebe es gerne zu: Ich gehöre zu den „Fans“ von Stefanie Ross und kann es jedes Mal kaum erwarten, ein neues Buch von ihr zu Lesen. Aber auch wenn ich ein großer Fan von ihr bin, so würde es mir nicht einfallen, „Vorschusslorbeeren“ zu verteilen. Im Gegenteil: Ich lese jedes Buch besonders kritisch und habe jedes Mal Angst, dass das neue Buch nicht so gut ist wie das davor.

Auch dieses Mal war ich ungeheuer neugierig auf „Odyssee“, zumal ich diesmal den Facebook-Countdown nicht verfolgt habe.

Ein paar Tage nach Erscheinen des Buches konnte auch ich mich endlich in „Odyssee“ vertiefen und auch diese Geschichte packte mich von Anfang an.

Die Geschichte dreht sich diesmal um Alexander, der durch einen Angriff alles verloren hat, am Rande des Abgrundes lebte und erst wieder lernen muss was es heißt, Familie und Freunde um sich zu haben. Der erst wieder lernen muss zu vertrauen und das es gut ist, jemanden zu haben, der einen stützt wenn mal fällt.

Alexander spielte bereits in zwei anderen Büchern eine Rolle, war der aber eine Randfigur und ist mir so gar nicht aufgefallen. Hier, in seinem eigenen Buch, packte er mich und ließ mich einfach nicht mehr los, nicht mehr zur Ruhe kommen.

Mit seiner Darstellung, seiner Charakterisierung zog er mich in seinen Bann und schaffte es, mich zu berühren wie kaum ein anderer vorher. Stefanie Ross hat viele tolle Charaktere entwickelt – ich denke da nur an „Luc“, meinen absoluten Liebling. Aber keiner konnte mich bisher so tief berühren wie Alexander. Seine Zerrissenheit, seine Traurigkeit und seine Hoffnung – seine Zweifel und seine Liebe – all diese Gefühle nahm man ihm ohne weiteres ab. Aber auch Ann und Mirko wussten, wie man mich begeistern und berühren kann.

Mit all den bekannten Gesichtern – den Hamburger Jungs und den Seals, mit ihren Freunden und Familien – es war ein nach Hause kommen, ein wohlfühlen. Die Begegnungen waren herbeigesehnt und lösten Freudensprünge aus.

Die Geschichte hat alles, was eine gute Story aus der Feder von Stefanie Ross nun einmal ausmacht: Spannung und Action, Humor, eine Prise Liebe und ganz viel Freundschaft. Mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil schickt die Autorin mich als Leser in ein Wechselbad der Gefühle. Mit einigen überraschenden Wendungen kommt beim Leser keine Tristess und Langeweile auf.

Alexander hat sich jedenfalls in mein Herz geschlichen. Er könnte sogar meiner Lieblingsfigur Luc den Rang ablaufen. Ich hoffe, ich lese bald wieder etwas von ihm – wie es ihm auf seinem neuen Posten ergeht und ob die Familie vielleicht noch wächst.

Liebe Stefanie Ross, danke für den Lesegenuss. Du hast die Messlatte einmal mehr sehr weit nach oben gehangen – und ich freue mich sehr auf das Zittern und Bangen, ob dein nächstes Buch da wieder mithalten kann.

Für „Odyssee“ vergebe ich gerne wieder 5 von 5 Sternen – bitte mach weiter so!

 

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