Playmobil Funpark in Fürth bei Nürnberg

Auf der Heimfahrt von unserem Urlaub im Bayerischen Wald machten wir einen 2tägigen Zwischenstopp in der Nähe von Nürnberg.

Das gewählte Hotel mit Familienzimmer war, nach den Freiheiten auf dem Bauernhof, eine große Enttäuschung für uns. Denn das Familienzimmer war nicht sonderlich groß und bot, da das Sofa zur Schlafcouch für die Kinder ausgeklappt war, kaum Bewegungsfreiheit und erst recht keinen Spielraum für die Kinder. Nur gut, das wir nur zum Schlafen ins Zimmer gekommen waren.

Highlight unseres Aufenthaltes in Fürth war der Playmobil-Funpark. Vor vielen Jahren war ich da einmal mit meinem Ex-Freund gewesen und hatte es als klein und niedlich für Kinder in Erinnerung. Niedlich war es, aber klein?

Gemeinsam mit Sabine, einer Freundin von uns, waren wir kurz nach 10 Uhr am Einlass und kamen nach Taschenkontrolle und Eintrittskarten kaufen (11,90 Euro für alle Gäste ab 3 Jahren) hinein. Zugegeben, bei dem Preis hab ich erst mal geschluckt, aber am Ende des Tages waren wir uns einig: das war es wert.

Fast 9 Stunden lang, bis zur Schließung an dem Tag, erkundeten wir den Playmobil-Funpark. Auf 90.000 m² findet man verschiedene Spielewelten, Wasserspielplätze, Aktivspielplätze und natürlich Shops und Gastronomiebereiche.

Die Kinder staunten und tobten, tobten und staunten und wussten teilweise gar nicht, was sie zuerst machen, wohin sie zuerst schauen sollten.

Erster Punkt war der riesige Rutschenhang, den die Mäuse ohne Angst zuerst enterten und wild tobten. Dann erkundeten wir die erst am Vortag neu eröffnete Piratenwelt – ein Punkt von dem Markus hellauf begeistert war. Dort gab es die Möglichkeit, im Sand nach einem Schatz zu suchen, was die beiden natürlich taten. Markus war dann so lieb und kaufte zwei kleine Schatztruhen (je 1 Euro) in dem unsere beiden ihre Diamanten und Edelsteine vertrauen konnten. Gemeinsam mit ihrem Papa enterten sie, in dem sie sich auf einem Floß über das Wasser zogen, das Piratenschiff und ließen sich mit zwei Piraten fotografieren.

Wir entdeckten die Ritterburg und den Bauernhof, die Polizeistation und die Western-City. Dort in der Goldmine, konnte man im Sand nach Goldnuggets suchen und natürlich musste auch das gemacht werden und die dritte kleine Schatztruhe wurde gekauft.

Die Kinder tobten sich auf dem Wasserspielplatz und später auf dem Sand- und Matschspielplatz aus und unser Töchterchen bewies viel Geduld als es um eine Fahrt mit den Power-Paddelbooten ging. Denn hier musste man etwa 30 Minuten anstehen, ehe das Kind (ab 4 und ohne Elternteil) sich auf den kleinen See wagen durfte.

Es gab die Möglichkeit, sich eine eigene kleine Figur ganz nach Wunsch zusammenzubauen und natürlich machten wir 4 das. Jeder von uns nahm seine selbst zusammengestellte Figur (je 1,50 Euro) mit nach Hause.

Unsere Tochter wartete ganz gespannt auf den Moment, wo wir in die Feenwelten eintreten würden, sie freute sich besonders auf die Einhörner. Und als wir sie endlich erreicht hatten, wurde mit Wasser gematscht. Die Einhörner mussten erst geputzt und gestriegelt werden und dann setzte sie sich auf einige ganz stolz drauf und lies sich fotografieren.

Wieder aus Ausgang angekommen hieß es aber nicht, dass wir den Park verließen. Eine Stunde blieb uns noch bis zur Schließung also wurde erst mal noch nach Herzenslust ganz ausgiebig gerutscht. Zwischenzeitlich verschwand ich mal im Shop, um kleine Erinnerungen zu kaufen. Der Shop ist mörderisch – so viel Playmobil auf einen Haufen hatte ich noch nie gesehen. Und hier muss jeder durch, der den Park verlässt. Der reine Wahnsinn und quengelnde, heulende Kinder sind vorprogrammiert. Ich kaufte ein paar Karten und jeder bekam noch mal eine Figur.

Danach wollten wir uns als letztes den Indoorbereich anschauen – das HOB-Erlebniscenter und den überdachten Klettergarten. Der war für Kinder ab 6 und plötzlich war der Kleine weg. Ich rufe und … die Antwort kam von oben. Von mir unbemerkt war er hochgeklettert und hangelte sich durch den Klettergarten durch. Und er hätte es geschafft, hätten nicht größere Kinder ihn überholt und dabei umgestoßen. So bekam er ein wenig Angst, ließ sich aber von Papa ohne Probleme zurück- und runter lotsen.

Für die Kinder war der Besuch definitiv ein Highlight und auch für uns ein schöner Ausflug. Wenn man ausreichend Getränke und Essen mitnimmt, findet man überall Ecken für ein Picknick. Ansonsten kann man, zu angemessenen Preisen, auch an vielen Stellen im Park ganz unterschiedliche Mahlzeiten zu sich nehmen. Es ist für jeden etwas dabei – das typische Biergarten-Essen genauso wie gesunde Salate, leckere Pizza und vieles mehr.

Kurz vor 19 Uhr, es fing leicht an zu nieseln, verließen wir völlig geschafft den Park. Wohlgemerkt – wir Großen waren von den Eindrücken und dem Aufpassen auf die Mäuse vollkommen platt. Die Kinder schienen immer noch volle Akkus zu haben.

Dass dem nicht so war merkten wir nach dem Abendessen und Duschen. Es war gegen 21.30 Uhr als wir die Kinder im Hotelzimmer hinlegten und in dem Moment als die Köpfe die Kissen berührten, waren sie auch schon eingeschlafen.

Daten:

Adresse: Brandstätterstraße 2-10, 90513 Zirndorf

Öffnungszeiten: Hauptsaison von 9 bis 19 Uhr / Nebensaison von 9 bis 18 Uhr / Wintersaison 10 bis 18 Uhr … aktuelle Öffnungszeiten, Änderungen und Schlummertage bitte dem Homepage entnehmen

Eintrittspreise: ab 3 Jahre 11,90 Euro für das Tagesticket – ab 16 Uhr 8,90 Euro – 2-Tages-Ticket 19,90 Euro

Wertung: 5 Sterne, da der Spaßfaktor für die Kinder riesengroß war

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