Wunder

Ende November flatterte mir via E-Mail die Einladung zu einer Filmpremiere ins Haus: ich wurde eingeladen den Film „Wunder“ vorab anzuschauen. Leider war der Termin in Dresden für mich sehr ungünstig, aber in Berlin gab es auch einen Termin und Susanna hatte Zeit J Also meldete ich sie an, sie wurde auf die Gästeliste gesetzt und durfte sich am 28. November 2017 den Film vorab anschauen. Wie sie ihn fand? Das erzählt sie uns hier:

Im Dezember war es mal wieder so weit, ich durfte zur Vorpremiere von „Wunder“, wo ich seit langen mal wieder einen Film mit Julia Roberts sehen durfte.

Wie ist das eigentlich, wenn man als Kind mit Handicap auf einmal auf die „normale „Welt trifft. Diese Erfahrung muss Auggi, eigentlich August Pullman machen. Auggi ist ein aufgeweckter, humorvoller kleiner 10 jähriger, der durch einen Gendefekt ein stark entstelltes Gesicht hat. Aufgrund dessen wurde er bisher zu Hause von seiner Mutter unterrichtet. Im neuen Schuljahr soll er in die 5. Klasse der Beecher Prep School mit anderen Kindern unterrichtet werden. Wie Auggi seinen Weg mit „normalen Schülern“ zusammen findet und das dies auch zu familiären Veränderungen führt wird in diesem Drama thematisiert.

Als ich den Trailer zum Film sah, war ich interessierter, da mich die Umsetzung „Kind mit Handicap“ in einer „normalen Schule“ faszinierte und ich wissen wollte, ob mal wieder mit Stigmatisierungen und Verallgemeinerungen zum Thema Handicap gearbeitet wurden. Und ich wurde positiv überrascht! Auggi, gespielt von Jacob Tremblay, war ein sympathischer kleiner Kerl, der mich mit seiner Fantasie und seiner Liebe zu Star Wars gleich gefangen nahm. Aber auch die anderen Familienmitglieder bauten einen authentischen Eindruck bei mir auf.

Es ging im Film nicht nur um die Probleme von August, sich in einer „normalen „Schule einzuordnen, sondern zeigte auch das Zusammenspiel in der Familie, in der ein Kind mit „Handicap lebt“. Durch den Schulbeginn von August änderten sich familiäre Abläufe komplett, was vor allen  der Mutter Isabel, gespielt von Julia Robert, zu spüren bekam, da sie nach der Geburt von Auggi ihre gesamte Energie auf ihren Sohn richtete. Man spürte aber auch die Hilflosigkeit der großen Schwester Via, gespielt von Izabela Vidovic, die ebenfalls einen Schulwechsel hinter sich hat, und sich auf einmal mit völlig anderen Gegebenheiten zurecht finden muss und lernt, das jeder sich verändert, auch frühere Freunde.

Etwas verwirrend fand ich am Anfang den Wechsel von Perspektiven, so wird erst Auggi´s Sicht gezeigt, dann der von Via, den Eltern und dann aus Sicht der Freunde von Auggi und Via,  insgesamt fügten sich aber die Sichtweisen zusammen und so entsteht ein runder Gesamteindruck.

Julia Roberts beeindruckte mich mal wieder, da sie die Rolle der aufopfernden Mutter, die lernen musste, auch wieder ihren eigenen Weg zu gehen genial verkörperte! Ebenfalls toll fand ich Izabela Vidovic, da sie die Rolle der großen Schwester, die ihren kleinen Bruder liebt, aber es hasst das sich alles um ihn dreht, perfekt verkörperte. Die Zwei, also Auggi und Via, brachten mich so manches Mal zum Schmunzeln!

Den Film fand ich einfach nur genial, da er zeigt wie vielschichtig das Leben mit einem Kind mit Handicap ist und das nicht nur für Eltern und Geschwistern, sondern auch für Freunde und Mitschülern. Hier wurde alles authentisch verkörpert und ich war am Ende tatsächlich leicht geflasht und begeistert. Ich kann diesen Film einfach nur empfehlen!

Daten:
Laufzeit: 111 Minuten
FSK: 0
Regie: Stephen Chbosky
Genre: Drama
Soundtrack: Marcelo Zarvos, Alexandra Patsavas
Drehbuchautor: Steven Conrad, Stephen Chbosky, Jack Thorne
Basierend auf: dem Roman von R. J. Palacio
Hauptdarsteller: Julia Roberts (Rolle: Isabel Pullman), Jacob Tremblay (Rolle: Auggie Pullman), Owen Wilson (Rolle: Nate Pullman), Izabela Vidovic (Rolle: Via Pullman), Mandy Patinkin (Rolle: Mr. Poman), Daveed Diggs (Rolle: Mr. Browne), Danielle Rose Russell (Rolle: Miranda), Nadji Jeter (Rolle: Justin)

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