Die Weihnachtsbücher von Angelika Schwarzhuber sind für mich eigentlich jedes Jahr eine absolute Pflichtlektüre. Sie gehören einfach dazu, weil es mir mit ihnen immer perfekt gelingt, die Vorweihnachtszeit besinnlich einzuläuten.
Ein verspäteter Start in die Geschichte
„Eigentlich“ sage ich deshalb, weil ich das Buch im letzten Jahr zwar schon parat liegen hatte, aber einfach nicht in Weihnachtsstimmung kommen konnte. Daher wird dieser Roman, der aus dem Jahr 2025 stammt, erst in diesem Jahr von mir gelesen und rezensiert.
Es waren schließlich die ersten kalten, grauen Tage im Oktober, als ich nun endlich zu dem Buch griff, es aufschlug und zu lesen begann. Es dauerte nur wenige Seiten, und ich war komplett in der Geschichte drin.
Ein ungeplanter Weihnachtstrubel im Schneesturm
Jana ist eine unheimlich sympathische, menschliche Hauptfigur mit all ihren Stärken und Schwächen. Sie ist eine Frau, die sich sehr auf Weihnachten mit der Familie freut – und dann plötzlich alleine dasteht. Denn eben jene Familie verreist über die Feiertage, und zwar ohne sie. Also macht sich Jana kurzerhand auf den Heimweg, gerät in einen heftigen Schneesturm und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Wir treffen auf ihren alten Schulfreund Toby und dessen Sohn Finn. Die beiden bieten der im Schneesturm gestrandeten Jana ein Dach über dem Kopf und nehmen kurz darauf sogar noch andere „Gestrandete“ bei sich auf – darunter ausgerechnet Janas Ex-Freund. Und schon sind wir mittendrin im weihnachtlichen Trubel, der so unweihnachtlich beginnt.
Vom Zögern zum puren Lesegenuss
Ehrlicherweise wollte genau deshalb am Anfang auch bei mir keine echte Weihnachtsstimmung aufkommen. Aber dann ging es mir wie den Protagonisten: Ich musste die Situation erst annehmen, mit ihr warm werden und mich ihr öffnen. Und dann geschah es – die Geschichte riss mich komplett mit und ich genoss das Lesen mit jeder weiteren Seite mehr.
Angelika Schwarzhuber hat einfach einen ganz eigenen, sympathischen und nahbaren Schreibstil. Es ist eine Art zu schreiben, die mich wie eine Freundin mitfiebern und mich zu einem Teil der Geschichte werden lässt. Das liegt zum einen an den Charakteren, die wunderbar menschlich sein dürfen, Ecken und Kanten haben und doch – jeder auf seine Art – absolut liebenswert sind. Zum anderen liegt es an ihrem Talent, Situationen und Orte so lebendig zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, tatsächlich selbst vor Ort zu sein.
Mein Fazit
Dieses Buch bekommt von mir auf jeden Fall 4 Sterne. Diese Geschichte war für mich der perfekte Einstieg in den Herbst und die Vorweihnachtszeit. Und das Beste daran ist: Der neue Weihnachtsroman für 2026 mit dem Titel „Schneezauber über der Donau“ liegt auch schon hier bereit. Das heißt, ich kann die Vorweihnachtszeit gleich noch einmal mit einem Buch der Autorin genießen!
ℹ️ Buch-Infobox
Titel: Der Weihnachtssee
Autor: Angelika Schwarzhuber
Verlag: Blanvalet
Erscheindungsdatum: 24. September 2025
Seiten: 336
ISBN: 978-3734113772
Genre: Weihnachtsroman / Liebesroman / Feel-Good